Ausgesetzte Küken
Massensterben

Das grausame Massensterben: Ausgesetzte Küken und lebendig begrabene Schweine

Ausgesetzte Küken in England, lebendig begrabene Schweine in Südkorea – immer wieder kommt es im Zuge der Vogelgrippe und Maul- und Klauenseuche zu grausamen und illegalen Massensterben von Tieren.

Dicht zusammengekauert und laut piepend, versuchten sich tausende kleine Küken vor der harten Februarkälte zu schützen. Auf einem entlegenen Acker im britischen Örtchen Crowland in der Grafschaft Cambridgeshire im Südosten Großbritanniens entdeckten Passanten die Küken, die erst einen Tag vorher geschlüpft waren und zum Sterben einfach ausgesetzt wurden. Einige von ihnen waren bereits tot oder lagen im Sterben und mussten später eingeschläfert werden.

Die Passanten meldeten den Fund beim Tierschutzverein RSPCA. Wie Medien berichteten, stammen die Tiere von einer Zuchtfarm und wurden scheinbar von jemand Dritten ausgesetzt. Grund dafür war der Verdacht auf Vogelgrippe. Die Polizei sucht jetzt nach den Tätern.

Ausgesetzte Küken

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Massensterben ist keine Seltenheit

Das Tiere wegen des Verdachts auf eine ansteckende Krankheit weggeworfen werden und einen langsamen, qualvollen Tod sterben, kommt nicht selten vor.

Besonders grausam ist der Fall der Millionen Nutztiere, die aufgrund der Maul- und Klauenseuche im Jahr 2011 in Südkorea zum Sterben in eine Grube geworfen wurden. Ein schockierendes Undercover-Video der südkoreanischen Aktivistengruppe CARE zeigt das Massengrab, in dem jeweils 1500 bis 2000 Schweine lebendig begraben wurden. Von Lastwagen werden die Tiere in die Grube geschubst, ihr Todeskampf dauert meistens mehrere Tage, da Luftlöcher sie am Leben halten.

Ein anderes Video zeigt, wie ein Bagger die Tiere nach und nach in eine Grube wirft, wo sie dann langsam und qualvoll im kalten Winterwetter an ihren Verletzungen sterben, erfrieren und verhungern. Das angstvolle Schreien der Tiere ist nicht zu ertragen.

Schweine Massensterben

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Wie kam es zu dieser widerlichen „Tierentsorgung“?

In den Jahren 2010/11 wurde Südkorea von der Maul- und Klauenseuche und der Vogelgrippe hart getroffen. In einem eiligen Beschluss ordnete die südkoreanische Regierung an, die betroffenen Tiere und alle, die in ihrer Nähe waren, zu „entsorgen“. Damit verstieß das Land gegen internationale Richtlinien. Insgesamt entstanden 4000 solcher Massengräber im ganzen Land. Doch es traf nicht nur Schweine. 6,2 Millionen Hühner und Enten, die jeweils zu 3 oder 4 lebendig in einen Sack gepackt und dann in die Grube geworfen wurden, sowie 150.000 Kühe, über 6000 Ziegen, 3000 Rehe und 3,3 Millionen Schweine fanden wegen der Seuchen ein grausames Ende. Auch heute kann man die zugeschütteten Gräber noch sehen. Viele der Arbeiter, die die Tiere lebendig begruben, brauchten anschließend psychiologische Hilfe. Neun starben sogar an „Überarbeitung“.

Schweine Massensterben

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Massentierhaltung ist schuld an den Seuchen

In erster Linie geht es bei diesen Massentötungen nur um Kosten und den Versuch, den wirtschaftlichen Schaden möglichst gering zu halten. Die Maul- und Klauenseuche ist eine infektiöse Krankheit, die Paarhufer betrifft. Die Verbreitung der Krankheit ist schnell, doch die Todesrate sehr gering. Die meisten Tiere können sich wieder erholen, wenn sie befallen sind.

Die Massentierhaltung ist schuld daran, dass es überhaupt zu einer rasanten Verbreitung dieser Krankheiten kommen kann. Durch die Haltung in extrem engen Räumen mit nicht artgerechtem Futter und Auslauf haben die Tiere heutzutage keine Möglichkeit mehr ein gesundes Immunsystem auszubilden. Jeder Keim oder Virus kann zur Seuche werden. Und weil das Leben der Tiere nichts wert ist und nur der schnelle Profit zählt, werden vorsorglich Antibiotika verabreicht, Zähne gezogen, Schwänze abgeschnitten, Schnäbel gekürzt oder Tiere lebendig ausgesetzt oder begraben.

Überall auf der Welt sind Tiere zu wertloser Ware verkommen, die Tatsache, dass sie, genau wie wir Menschen, fühlen und leiden wird ignoriert um die eignen Bedürfnisse zu befriedigen. Die Massentierhaltungen mit all ihren Auswirkungen sind das unmittelbare Ergebnis.

Achtung! Die folgenden Bilder sind höchst verstörend:

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Quellen: Bilder: Screenshot/Youtube, Screenshot/RSPCA, Text: Meike Riebe