CO2 Ausstoß kompensieren und dadurch das Klima schützen.
Sie wollen die Umwelt schonen

CO2-Ausstoß kompensieren und Klima schützen

CO2-Ausstoß kann nicht gänzlich vermieden werden. Heizen, zur Arbeit fahren oder Lebensmittelproduktion erzeugen CO2. Die Treibhausgasemissionen sollten in der Summe jedoch reduziert werden. Nachhaltiges Handeln und den eigenen Verbrauch kompensieren ist dringend nötig. Wie, das erfahren Sie hier.

Für das Klima spielt es im Gegensatz zur Luftverschmutzung eigentlich keine Rolle, wo auf der Erdoberfläche die Gase in die Atmosphäre gelangen, respektive wo sie reduziert werden. Wichtig ist jedoch, dass die Treibhausgasemissionen weltweit in der Summe abnehmen.

Wird der Treibhausgas-Ausstoß an einem Ort durch Einsparungen an anderer Stelle wieder ausgeglichen, spricht man von Klimakompensation, einem Instrument zum Klimaschutz. Durch die Kompensation soll unter dem Strich kein Treibhausgas freigesetzt werden.

Die gemeinnützige Stiftung myclimate bietet diese Möglichkeit, unvermeidbare Emissionen mit Klimaschutz-Maßnahmen an einem anderen Ort auszugleichen. Es wird die Menge an klimawirksamen Emissionen berechnet und dafür dann ein bestimmter Geldbetrag bezahlt, welcher in Klimaschutzprojekte investiert wird. Nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch in Europa und Neuseeland realisiert myclimate mit Hilfe des Geldes Energieeffizienzmaßnahmen oder ersetzt fossile, klimabelastende Energiequellen durch erneuerbare Energien. Nebst Unternehmen, die ihre Unternehmens- und Veranstaltungsemissionen berechnen und ausgleichen können, kann auch jeder Haushalt oder jede einzelne Person die entstandenen Emissionen aus Haushalt, Autofahren oder Fliegen kompensieren.

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Mit der CO2-Kompensation auch beim Autofahren die Umwelt schützen.

Die Umwelt schützen und mit der ARKTIK Karte jetzt aktiv gegen CO2 Emissionen werden.

Bei Flugreisen ist es schon seit längerem möglich, seinen eigenen CO2-Ausstoß zu kompensieren. Je nach Strecke, kann man den entsprechenden Betrag an Klimaschutzprojekte spenden. Dieser Beitrag ist jedoch keine Gebühr, die zwingend anfällt. Seit Ende des letzten Jahres wird das Kompensationsmodell in Deutschland auch fürs Autofahren angeboten.

Hamburger Unternehmer haben die Arktik-Karte für klimaneutrales Tanken erfunden. Arktik-Mitglieder bezahlen direkt beim Tankstellenbesuch einen Aufpreis von 2 Cent pro Liter. Zusätzlich beteiligen sich die kooperierenden Tankstellenunternehmen mit weiteren 2,5 Cent pro Liter. «Die 4,5 Cent pro Liter sorgen für einen vollständigen CO2-Ausgleich. Die verursachten Emissionen können an anderer Stelle durch Klimaschutzprojekte wieder eingespart werden», sagt Florian Skiba, Arktik-Gründer und Geschäftsführer. Dabei könne der Kunde auch wählen, welche angebotenen Projekte er unterstützen wolle.

In der Praxis wird die CO2-Kompensation oft kritisiert, da viele Projekte eine lange Laufzeit hätten, bis die Emissionen schließlich eingespart würden. Skiba will jedoch für einen zeitnahen Ausgleich sorgen und garantiert, dass dies innerhalb von vier Wochen geschieht. «Wir investieren das Geld in Projekte, die bereits bestehen.» Nichtsdestotrotz wäre es klimatechnisch gesehen natürlich sinnvoller, ganz aufs Autofahren zu verzichten. Dies ist jedoch nicht immer möglich. Das Ziel von Arktik sei es weniger, aber auch sparsamer zu fahren und die restlichen Emissionen auszugleichen.

Für diejenigen, die nicht regelmäßig auf ein ökologischeres Verkehrsmittel wie die Bahn umsteigen können, gibt es auch andere Möglichkeiten einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Dies zum Beispiel mit dem Kauf eines kleineren  Autos, Energiesparreifen oder auch einem Kurs für eine effizientere und ökologischere Fahrweise.

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Lange Strecken besser mit dem Zug fahren. Das spart CO2.

Auto fahren: Drei Mal mehr CO2-Ausstoß als mit dem Zug fahren.

Die Möglichkeit, seinen eigenen CO2-Austoß zu kompensieren darf kein Freipass für einen höheren Ausstoß sein oder gar so verstanden werden, dass zum Beispiel zusätzliches Autofahren gut fürs Klima sei. Arktik glaubt nicht, dass Autofahrer dank der Karte vermehrt auf ihren fahrbaren Untersatz zurückgreifen. Mitte letzten Jahres hätten 12 Prozent der Kunden angegeben, dass sie seit der Karte sogar weniger fahren als vorher.

Wer in Deutschland das Klima trotz Autofahren schützen will, kann das auch über atmosfair tun. Der Testsieger für Klimaschutz und CO2-Kompensation gibt die Möglichkeit, die Flug- oder Schiffsreise, das jährliche Autofahren oder eine Veranstaltung zu kompensieren. die Daten können direkt mit einem CO2-Rechner ermittelt werden. Das gespendete Geld wird unter anderem in Solar-, Wasserkraft oder Energiesparprojekte investiert, um einen Ausgleich zu schaffen.

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Trotz Kompensations-Modellen, müssen Vermeidung und Reduktion von Treibhausgas-Emissionen weiterhin Vorrang haben. Sie können mit der Kompensation von unvermeidbarem CO2-Ausstoß jedoch sinnvoll ergänzt werden. Die größte Möglichkeit der Einsparung liegt jedoch im bewussten Konsum von Produkten und Dienstleistungen. Das bedeutet also, dass alle eigentlich überflüssigen Emissionen vermieden oder zumindest reduziert werden sollten und nur jene Emissionen kompensiert werden, die tatsächlich nicht vermeidbar sind. Im Haushalt können kleine Veränderungen einen Beitrag zu einem beispielsweise niedrigeren Stromverbrauch führen. So ist es in den meisten Fällen unnötig den Backofen vorzuheizen. Auch der Herd ist wenn immer möglich dem Backofen vorzuziehen, er braucht nämlich nur ungefähr halb so viel Strom.

Quelle: nachhaltigkeit.org Foto: depositphotos/Krivosheevv

Informationen zum Klimaschutz finden Sie hier:

Ähnlich wie atmosfair verfährt auch die gemeinnützige Stiftung myclimate - The Climate Protection Partnership. myclimate ist eine internationale Initiative mit Schweizer Wurzeln. Sie wurde im Jahr 2002 als Spin-off der ETH gegründet. Heute zählt myclimate zu den weltweit führenden Anbietern von freiwilligen Kompensationsmaßnahmen. Zu den drei Grundpfeilern zählen die Schlagwörter vermeiden, reduzieren und kompensieren. Da es sich um eine gemeinnützige Organisation handelt, können sämtliche Kompensationszahlungen, Spenden und Mitgliederbeiträge von den Steuern abgezogen werden.

Weitere Tipps zum Thema Klima schützen finden Sie hier:

  • myclimate bietet unter www.myclimate.org die Möglichkeit, seine CO2-Emissionen zu berechnen und kompensieren.
  • Gleiches ermöglicht atmosfair.
  • Informationen zur Arktik-Karte erhalten Sie unter www.arktik.de.
  • Wer es in der Praxis erleben möchte, bucht einen Spritsparkurs in seiner Nähe. Die Kurse sind eine gemeinsame Initiative von NABU und Volkswagen. Spritsparkurse 2011.
  • Das Fachportal kfz.de bietet kompakte Informationen über Tricks und Tipps zur Senkung des Treibstoffverbrauchs an.