Fracking jetzt auch in Deutschland: Trinkwasser wird zum Sondermüll

Ist die unterirdische CO2-Speicherung in Deutschland gerade vom Tisch, so ist nun das Fracking, auch Hydraulic Fracturing, Frac oder Frack genannt, in der Diskussion. Fracking ist eine in Deutschland derzeit gestartete Methode, aus Gesteinsschichten kleine Gasvorkommen zu pressen. Mittels viel Chemie. Die Technik ist hochgefährlich für unser Trinkwasser.

Gefährlich, nicht umweltfreundlich, eher sehr umweltschädlich, um Erdgas zu gewinnen.

Fracking ist die wohl gefährlichste und umweltschädlichste Art, Erdgas zu gewinnen. Bald auch bei uns?

Beim alles andere als umweltfreundlichen Fracking wird mittels eines Wasser-Chemikalien-Mixes und hohen Drücken von bis zu 1.000 Bar in unterirdischen Gesteinsschichten Erdgas aus noch so kleinen Vorkommen gewonnen. Die Technik macht sich eine chemische Reaktion zunutze, die allerdings nicht ungefährlich ist. Tausende von Tonnen undefinierter Chemikalien werden hierbei eingesetzt. Diese sollen zwar für den Menschen völlig ungefährich sein, doch Forscher haben bei tests ermittelt, dass hierbei unter anderem Quecksilber, Benzole und radioaktive Mittel eingesetzt werden. Nierenschädigungen und die Störung unseres Hormonhaushaltes seien die massiven gesundheitlichen Folgen, würde der Chemie-Cocktail in das Trinkwasser gelangen.

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Zwar sagten Betreiber solcher Fracking-Anlagen in der ZDF -Sendung Zoom, es sei völlig ungefährlich, weil in bis zu 5.000 Metern Tiefe das Fracking durchgeführt wird und alle Chemikalien wieder abgepumpt werden. Doch die Sendung belegte, dass es keine komplette Filterung der Chemikalien möglich ist.

Fracking ist in den USA weit verbreitet und ein prämierter Dokumentarfilm aus 2010, Gasland, schildert detailliert die umweltschädliche Methode der Gasgewinnung. So wird in dem Film unter anderem gezeigt, dass sich die Chemikalien auch im Trinkwasser nachweisen lassen und – wenn auch nicht alltäglich – es in Abbaugebieten dazukommen kann, dass Methan aus dem Wasserhahn kommt. Dies sei leicht entzündlich. Mehr noch, in der ZDF-Sendung wurden Amerikaner interviewt, die eindeutig schilderten, dass sie Ihr Brunnenwasser nicht mehr verwenden können. Sie haben stattdessen Tanks in ihren Garagen für die Wasserversorgung stehen. Die Grundstücke in der Nähe der Abbaugebiete von Gas mittels Fracking sind damit faktisch wertlos. Keiner will sich so ein Haus kaufen. Und: Eine selbstgebastelte Anlage zeigte, dass das Brunnenwasser Gas enthält, das ein Betroffener abfackelte. Das Chemikalien ebenso im Wasser sind, sei bestätigt. Die gefahr ist so groß, dass der Staat New York das Fracking aus Angst vor einer Grundwasserverseuchung verboten hat.

In Deutschland gibt es bereits erste Projekte. Doch, die Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein warnt eindringlich vor dem Einsatz des umweltschädlichen Frackings. Viele der hier eingesetzten Chemikalien seien schädlich für das Trinkwasser und damit für den Menschen. Doch, in Nordrhein-Westfalen haben sich Exxon Mobil und andere Unternehmen bereits an die ersten Fracking-Projekte gewagt. Und die Bürger gehen auf die Barrikaden.

Selbst wenn die Gefahr für Trinkwassergewinnungsgebiete im Zaum gehalten werden kann, so steht doch eines fest beim Fracking : Millionen Liter Trinkwasser werden durch die Chemikalien zu Sondermüll. Und dass die Gefahr schwer im Zaum zu halten ist, beweisen die dramatischen Probleme in den USA. Aus denen niemand was lernt. Auch weil der Gaspreis mittlerweile so hoch ist, dass sich die nwendung der Fracking-Technik mehr als rentiert.

Quelle: OEKOTEST, ZDF Zoom Text: JRB