Gurken selbst einlegen: Rezepte für Essig-Gurken, Senfgurken und Gurken süss-sauer
Omas Spezialität

Delikat: Senf-, Dill- und süß-saure Gurken wie sie Oma machte

Neben Tomaten gehören Gurken wohl zu den beliebtesten Sommergemüse-Sorten überhaupt. Kein Wunder, schmecken sie doch herrlich erfrischend, sind variantenreich zu verarbeiten und äußerst kalorienarm. Gerade jetzt zur Erntezeit herrscht im Garten und auf dem Markt ein überreiches Angebot. Doch nicht nur pur, als Salat oder in Essig macht die Gurke eine gute Figur. Auch mit Senfkörnern oder süß-sauer.

Auch wenn Deutschlands beliebtestes Saure-Gurken-Rezept aus dem Spreewald stammt, so befindet sich dennoch das größte Anbaugebiet für Einlegegurken in Niederbayern. Und dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa. Eingelegte Gurken sind eine beliebte Beilage, die gerne das ganze Jahr gegessen werden. Zwar gibt es sie in vielen Variationen im Supermarktregal, aber selbstgemacht sind sie eine Delikatesse. Hierzu werden nicht die gängigen Schlangengurken verwendet, sondern die klassische, kleine oder größere Landgurke.

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Senfgurken selbst einmachen

Eine beliebte Variante sind die herzhaft aromatischen, gelben Senfgurken. Diese werden vor der Verarbeitung geschält und das Kernfleisch entfernt. Anschließend werden die in Stücke geschnitten Gurken und mit Zwiebeln, Meerrettich, Salz, Essig, Zucker und Senfkörnern vermengt. Diese Mischung zieht am besten über Nacht, wird anschließend in Einmach- oder Schraubgläser gegeben und für zehn Minuten im Wasserbad eingekocht.

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Essig-Dill-Gurken: Selbstgemachter Genuss

Ebenfalls herzhaft-lecker sind Essig-Dill-Gurken. Hierzu werden 1 Kilo Einlegegurken mit einer Nadel mehrmals eingestochen, in eine Schüssel gegeben, mit 2 EL Salz bestreut und mit Wasser übergossen. Die Gurken in dieser Flüssigkeit 24 Stunden ziehen lassen und anschließend unter fließendem Wasser abspülen. Die Gurken nun in Gläser füllen und je eine Dilldolde pro Glas, 1 TL, Piment- und 1 EL Senfkörner auf die Gläser verteilen. Nun 50 ml Weißweinessig mit 350 ml Wasser und 50 g Zucker aufkochen. Diesen Sud gleichmäßig auf die Gurkengläser verteilen und diese verschrauben. Die Essig-Dill-Gurken sollten danach mindestens zwei Wochen ziehen, um ihren vollen Geschmack zu erhalten. An einem dunklen Ort gelagert, halten sich diese Gurken mindestens ein halbes Jahr. Optional können zusätzlich Pfefferkörner hinzugegeben werden, oder, anstatt Dill, eine kleine Chilischote, die ebenfalls mehrmals angestochen sein sollte.

Gurken selbst einlegen: Rezepte für Essig-Gurken, Senfgurken und Gurken süss-sauer

Ob einfache Essig-Gurken, aromatische Senfgurken oder elegante, süss-saure Gurken - das grüne Gemüse ist eine vielseitige Beilage. © Thinkstockphotos

Für viele die Beste: Gurke süß-sauer eingemacht

Gurke ‚süß-sauer‘ ist eine weniger saure, sehr würzige Alternative zu den anderen Einkochvarianten. Die Herstellung ist etwas aufwändiger, aber lohnend allemal. Hierzu werden Freilandgurken erneut geschält, entkernt und in fingerbreite Scheiben geschnitten. Die Menge abwiegen und das Gewicht notieren. Mit mildem Weißweinessig nahezu bedeckt über Nacht abgedeckt ziehen lassen. Den Essig in einen Topf geben, aufkochen und erneut über die Gurken geben. Diese sollten nochmals 24 Stunden ziehen.

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Nach dieser Zeit erneut in einen Topf geben und mit Zucker läutern. Die Menge des Zuckers sollte die Hälfte der Gurkenmenge sein. Hierbei schäumt der Topfinhalt. Diesen Schaum abschöpfen, eine Zimtstange, zwei Anis und ein Stück weißen, feingehackten Ingwer hinzugeben. Einige Minuten kochen lassen, bis die Gurkenstücke glasig, aber noch fest sind. Die Gurken in Schraubgläser füllen und mit dem Sud übergießen. Der Anis kann hinzugegeben werden. Auch hier gilt: Mindestens zwei Wochen ziehen lassen.

Dieses Rezept kann im Herbst übrigens genauso für süß-sauer eingelegten Kürbis verwendet werden.

In Deutschland werden Einlegegurken ausschließlich im Freiland angebaut und halten sich bei etwa 12 Grad Celsius bis zu drei Wochen, sind sie frisch geerntet.

Gurken sind auch als Schmorgurken oder als kalte Gurken-Suppe ein Genuss.

Quelle: Großmutter, Text: Jürgen Rösemeier Focus: istock/thinkstock