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Die besten Bio-Olivenöle

Die besten Bio-Olivenöle

Wie viele verschiedene Olivenöle stehen in Ihrer Küche? Im besten Falle wohl zwei: eines zum Kochen und eines für den Salat. Eigentlich schade, denn gute Olivenöle sind unglaublich vielfältig. Beim Award Best of Bio wurden nun die 17 besten Bio-Olivenöle prämiert.

Beim Verkostungswochenende vom 8. bis 10. Februar 2013 im Bio-Hotel Alter Wirt in Grünwald bei München durften 16 Laienverkoster das Geschmacksreichtum von Olivenölen testen.  In einer Vorrunde hatten sieben anerkannte Experten des Verkostungspanels Mastri Oleari aus Italien in einer Blindverkostung aus 80 Bio-Ölen 27 für die zweite Runde ausgewählt. Die 17 Gewinner-Öle dürfen nun die Auszeichnung Best of Bio tragen.

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Auch zahlreiche Gerichte gehörten zum Verkostungswochenende, wie beispielsweise diese Vorspeise aus handgemachten Aufstrichen und Olivenöl © Best of Bio

Eineinhalb Tage lang schmeckten sich die Laienverkoster unter der Leitung von Amadeus Löw durch die 27 Olivenöle der Endrunde, nachdem sie am Vortag in einem Workshop gelernt hatten, wie ein Öl fachmännisch zu bewerten ist.
„Die Qualität der eingereichten Öle war einfach super“, sagte der Verkostungsleiter. Allerdings sieht er auch bei Bio-Ölen einen Qualitätsverlust, wenn diese für den Massenmarkt produziert werden. „Kleine und mittlere Produzenten sind meist besser in der Lage, Spitzenöle zu produzieren“, so Löw.

Dabei kommt es vor allem auf die Herstellung an. Die mit extra vergine oder vergine ausgezeichneten Oliven-Öle halten nicht immer, was die Güteklasse verspricht. „Insbesondere Großkonzerne verarbeiten immer wieder minderwertiges, so genanntes Lampantöl, aus faulen, überreifen Oliven mit chemischer Aufbesserung oder Mischung zu angeblichen Ölen der Extraklasse“, so Löw.

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Doch spätestens beim Geruch zeigt sich, ob es sich um ein schlechtes Öl handelt. Wenn ein Öl essigsauer, wärmestichig, ranzig oder gar modrig schmeckt und eine eindeutige Essignote verströmt, dann ist meist schon bei der Ernte etwas schief gegangen. 

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Olivenöl-Experte Amadeus Löw bei der Verkostung © Best of Bio

Amadeus Löw erklärt, was für ein qualitativ hochwertiges Öl mit dem Label vergine oder extra vergine wichtig ist: Die Oliven müssen unreif und nicht zu spät geerntet, in luftdurchlässigen Kisten transportiert und schnell verarbeitet werden.
Wichtig sei außerdem, dass die Früchte unbeschadet seien, denn ansonsten beginne schon direkt nach der Ernte ein Gärprozess, der durch Wärme und eine zu lange Lagerung noch verstärkt werde und zur Bildung von Essigsäure führe. Vor dem Mahlen werden die Blätter entfernt und die Oliven gewaschen, dann werden sie zu einem Brei vermahlen. In einer Zentrifuge wird schließlich das Öl gewonnen.

Bei den ausgezeichneten Best of Bio –Ölen wurde bei der Ernte und Weiterverarbeitung alles richtig gemacht. Ihr Geschmack jedenfalls stimmt. Eine Auflistung der besten Bio-Olivenöle finden Sie hier:

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Diese 17 Olivenöle wurden mit dem Best of Bio Award prämiert © Best of Bio

Quelle: Best of Bio / thinkstock- Kesu01 Text: Christina Jung