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Dass Zucker ungesund ist, wissen wir alle
Zucker enttarnen

Zucker ist Zucker - egal wie er heißt

Dass Zucker ungesund ist, wissen wir alle. Doch wie viele verschiedene Bezeichnungen für Zucker uns eine gesunde Ernährung schwer machen, ist Vielen gar nicht klar. ecowoman erklärt, wie Sie versteckten Zucker entdecken.

Der Magen knurrt, die Hände zittern und die Konzentration ist schon lange dahin. Jetzt ist schnelle Energie gefragt, um aus dem Hungerloch herauszukommen. Nicht umsonst bezeichnen wir uns in solchen Momenten als „unterzuckert“ und ein Schokoriegel ist häufig die Rettung in der Not. Der Körper verlangt ja auch danach.

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Zucker ist ein leerer Kalorienträger

Das Dumme ist nur, dass Zucker keinerlei Nährstoffe, dafür aber jede Menge Kalorien enthält. Viel Zucker macht zwar schnell, aber eben nur für kurze Zeit satt. Das rasante An- und Absteigen des Blutzuckerspiegels führt zu Heißhungerattacken, die wir häufig mit einer neuen Ladung Zucker bekämpfen. Ein Teufelskreis, der auf lange Sicht Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach sich zieht. Sinnvoller ist, es erst gar nicht zu „Unterzuckerung“ und Heißhunger kommen zu lassen. Wie das geht? Ganz einfach: regelmäßig essen, viel trinken und zwischendurch zu gesunden Snacks in Form von Obst, Gemüse und Nüssen greifen.

Doch leider ist es damit nicht getan. Die Lebensmittelindustrie hat erkannt, dass viele Menschen gerne auf Zucker verzichten möchten. Doch statt ihre Nahrungsmittel ohne Zucker herzustellen, haben sie diesen einfach versteckt. Wenn in der Zutatenliste also das Wort Zucker nicht auftaucht, heißt das noch lange nicht, dass keiner enthalten ist. Es gibt viele verschiedene Namen für die süße Kalorienbombe, die entweder so gesund oder aber so abstrus klingen, dass wir sie im ersten Moment gar nicht mit Zucker in Verbindung bringen: Fruchtsüße? Maltose? Süßmolkenpulver?

Zucker ist ein leerer Kalorienträger

Zucker ist Zucker – daran ändert auch der Name nichts

Einige Süßungsmittel haben den Ruf, gesünder zu sein als herkömmlicher Haushaltszucker (Saccharose). In Wahrheit ist an den meisten Mythen aber nichts dran. Von Vollrohrzucker über Agavendicksaft bis hin zu Maltodextrin – Zucker ist Zucker. Deswegen sollten neben der Zutatenliste auch immer die Nährwertangaben einen prüfenden Blick abbekommen, denn dort ist der Gesamtzuckergehalt eines Lebensmittels aufgeführt. Um diesen einzuordnen, hilft folgende Richtlinie: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, am Tag nicht mehr als 50 Gramm Zucker zu konsumieren.

Bei all dem versteckten Zucker, der uns umgibt, ist das gar nicht so einfach. Denn wer die vielen verschiedenen  Bezeichnungen für Zucker nicht kennt, merkt gar nicht, welche Mengen an leeren Kalorien er über den Tag verteilt zu sich nimmt. Als grobe Faustregel gilt: Alle Bestandteile einer Zutatenliste, die auf –ose oder –sirup enden, sind in Wahrheit Zucker. Für diejenigen, die es ganz genau wissen wollen, hat ecowoman eine Liste mit gängigen Zucker-Namen zusammengestellt:

Wie heißt Zucker noch?

   
Glukose (Traubenzucker) Fruktose (Fruchtzucker)
Laktose (Milchzucker) Maltose, Maltosesirup (Malzzucker)
Glukose-Fruktose-Sirup Invertzuckersirup
Ahornsirup Zuckerrübensirup
Melasse Honig
Dextrose Maltodextrin
Fruchtsüße Agavendicksaft
Apfeldicksaft Süßmolkenpulver

Zuckerfrei schmeckt besser

Eine ganz schön lange Liste! Es ist nicht einfach, vollständig auf Zucker zu verzichten - und ab und zu ein Stück Schokolade zu naschen, schadet der Gesundheit nicht (vor allem, wenn sie einen hohen Kakaogehalt hat, denn dann macht sie besonders glücklich). Aber müssen denn auch die Salami oder der Joghurt Unmengen an Süßungsmitteln enthalten?

Wie wäre es mit einem Experiment? Versuchen Sie doch einfach mal, seltener zum Schokoriegel und stattdessen öfter zu Datteln und Obst zu greifen. Trinken Sie Ihren Kaffee oder Tee ungesüßt und benutzen Sie beim Backen nur die halbe Menge des angegebenen Zuckers. Sie werden schnell merken, wie sich Ihre Geschmackssinne verändern und haben vermutlich schon bald gar keine Lust mehr auf übersüßte Industrieprodukte. Und je seltener diese gekauft werden, desto besser!

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Quellen: medicalpress.de, Bild: depositphotos/lunamarina/natulrich, Text: Ronja Kieffer