Gomasio selber machen
Gesundes Gewürz

Gomasio - das fernöstliche Sesamsalz

Gesund, aromatisch, exotisch, unbekannt. Liebhaber dieses Gewürzes können sich nicht erklären, warum Gomasio nach wie vor von den meisten Menschen nicht beachtet wird. Dabei kann man es schon lange in fast jedem Bioladen oder Reformhaus erwerben. 

Mit etwas Fingerspitzengefühl ganz einfach selbst gemacht

Was bei uns noch als absoluter Geheimtipp im Gewürzregal gilt, ist in Asien schon seit Jahrhunderten ein traditionelles Würzmittel. Vor allem in Korea und Japan kommt es regelmäßig zum Einsatz. Seinen Namen hat es von den japanischen Wörtern für „Goma“ (Sesam) und „Shio“ (Salz).

Mehr als diese beiden Bestandteile werden zu seiner Herstellung auch gar nicht benötigt. Klingt banal, doch in der Praxis gestaltet es sich jedoch ein wenig kniffelig. Wer einen Versuch wagen will, benötigt Meersalz und ungeschälte Sesamsaat. Weiß man schon im Vorfeld, dass man es vorwiegend für japanische Gerichte verwenden wird, bietet sich schwarzer Sesam an. Als universell einsetzbares Gewürz ist man aber auch dem Hellen auf der sicheren Seite.

Weisser und schwarzer Sesam

Schwarzer Sesam eignet sich besonders für japanische Gerichte, weisser Sesam ist universell einsetzbar

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Gomasio selbst gemacht

Gomasio lässt sich mit einem Mörser ganz einfach selber herstellen


 

Zunächst muss das Meersalz leicht in einer Pfanne erhitzt werden, damit unter Umständen vorhandene Restfeuchtigkeit verdampfen kann. Als nächstes wird das Salz so lange in einem Mörser zerstoßen, bis es die gewünschte Körnung hat. Im Anschluss bräunt man den Sesam ohne Fett in einer Pfanne gleichmäßig an, bis sich die Saat mit den Fingern zerkrümeln lässt. Dabei entfaltet sich im besten Fall ein nussähnliches Aroma. Auch der geröstete Sesam wird im Mörser zerkleinert und schließlich mit dem Salz vermischt.

Ein beliebtes Mischverhältnis bilden fünf bis sieben Teile Sesam zu einem Teil Salz. Wer es etwas salzärmer mag, kann bis zu einem Verhältnis von 15:1 variieren. Wem dieses Prozedere zu heikel ist, bekommt das Sesamsalz aber auch in nahezu jedem Bioladen, Reformhaus oder natürlich im Internet.

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Ganz schön viel drin

Gomasio ist viel mehr, als nur ein weiteres Spezialsalz. Dank des hohen Sesamanteils, verfügt es über eine beachtliche Menge an ungesättigten Fettsäuren, einem Eiweißgehalt von bis zu 20 Prozent und abgesehen von Lysin enthält wichtigen Aminosäuren. Darüber hinaus sind hohe Anteile an B-Vitaminen, Vitamin E, Eisen und Phosphor enthalten. Und wer nicht mehr so viel Milch trinken möchte, wird sich über einen Calciumgehalt freuen, der bei 1500 Milligramm pro 100 Gramm liegt.

In der Küche ist Gomasio vielseitig einsetzbar: Salate, Brotaufstriche, Dips oder Marinaden können damit genauso gut verfeinert werden wie Suppen, Reisgerichte oder Kartoffeln. Ebenso bieten sich natürlich asiatische Gerichte an und der Kreativität sind beim Kochen ja ohnehin keine Grenzen gesetzt. 

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Quellen: Bilder: Depositphotos/LUISMARTIN, zkruger, Text: Jasmine Barendt