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mehrwegbecher statt einwegbecher
Schluss mit dem Müll

Von Mehrweg haben alle mehr

Fünfzehn Minuten Genuss - dann landet der Kaffeebecher im Müll. Der Coffee to go-Boom der letzten Jahrzehnte hat für die Umwelt katastrophale Folgen. Es ist Zeit, umzudenken: Mehrwegbecher sollen Standard werden.

Dass die Pappbecher mit den Plastikdeckeln, aus denen wir unterwegs unseren Kaffee schlürfen, alles andere als umweltfreundlich sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. Regelrecht schockierend sind die Zahlen, die das enorme Müllaufkommen beziffern, das die „Coffee to go“-Becher verursachen.

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Mehrwegbecher-System für Hamburg geplant

60 Millionen Kaffeebecher landen Jahr für Jahr im Müll – und das nicht etwa deutschland- oder gar weltweit, sondern allein in Hamburg! Die Umweltbehörde der Hansestadt will das nicht länger dulden. Aus der eigenen Kantine wurden die Einwegbecher bereits verbannt; so bald wie möglich soll in der ganzen Stadt ein flächendeckendes Mehrwegbecher-System eingeführt werden. Hamburg steht mit solchen Plänen nicht allein da: Auch in Niedersachsen denkt man über ein Pfandsystem nach, in Freiburg gibt es ein solches bereits seit einigen Monaten.

Und dann sind da noch die Initiativen einzelner Anbieter. So hat zum Beispiel der solidarische Kaffeehändler El Rojito Ende 2016 „Refill It!“ ins Leben gerufen, das erste Mehrweg-Pfandbechersystem in Hamburg. In den Lokalen, die mit dem Unternehmen zusammenarbeiten, können Kunden für 1,50 Euro einen nachhaltigen Mehrwegbecher kaufen und dann entweder immer wieder ihren Kaffee daraus trinken oder den Becher nach Benutzung zurückgeben und das Pfand ausgezahlt bekommen.

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Bunte Mehrwegbecher in allen Tchibo-Filialen

Bunte Mehrwegbecher in allen Tchibo-Filialen

Den gleichen Weg geht auch Tchibo. Im Rahmen einer großen Kampagne verkauft das Unternehmen ab Mitte Juni bunte Mehr­weg­becher in seinen Filialen – ebenfalls zum Preis von 1,50 Euro. Um einen zusätzlichen Anreiz zur Benutzung der umweltfreundlichen Becher zu geben, gewährt Tchibo jedem Kunden, der seinen eigenen Becher zum Befüllen in die Kaffeebars mitbringt, 10 Cent Rabatt auf sein Kaffeegetränk. Wer gerne und regelmäßig Kaffee trinkt, kann da ordentlich sparen und leistet ganz nebenbei einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt.

Angesichts der fortschreitenden Verschmutzung der Weltmeere und der all­gegen­wärtigen Folgen des Klimawandels ist es höchste Zeit, entschlossen gegen die durch den Coffee to go-Konsum entstehenden Müllberge vorzugehen. Bei mehr als 300.000 Bechern, die in Deutschland pro Stunde (!) weggeworfen werden, sind sowohl Verbraucher als auch Anbieter gefragt, aktiv zu werden. Und nicht zuletzt steht auch die Politik in der Pflicht.

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Auf die Plastiktüten folgen Einwegbecher

In Hamburg arbeiten alle drei „Parteien“ bereits Hand in Hand. Tchibo unterstützt die Bemühungen der Umweltbehörde für ein flächendeckendes Pfandsystem und beteiligt sich gemeinsam mit den Hamburger Grünen und weiteren Wettbewerbern an dessen Umsetzung. In den eigenen Filialen soll die Mehrweg-Kampagne deutschlandweit verbreitet und auch genutzt werden. Die umweltfreundlichen Maßnahmen des Unternehmens waren bereits in der Vergangenheit erfolgreich: Seit die Kunden in den Tchibo-Filialen für Plastiktüten bezahlen müssen, ist deren Verbrauch massiv, nämlich um fast 90 Prozent, zurückgegangen. Als nächstes geht es also den Einwegbechern an den Kragen.

Die Mehrweg-Kampagne ist eine von vielen Maßnahmen, die Tchibo im Rahmen seiner nachhaltigen Ausrichtung umsetzt. Das Unternehmen achtet auf sozial, ökologisch und ethisch nachhaltige Bedingungen bei der Herstellung der von ihm angebotenen Waren, setzt sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen ein und unterstützt Upcycling- und Refashion-Kampagnen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.tchibo.de

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Quellen: Tchibo GmbH, Bilder: Tchibo GmbH, Text: Ronja Kieffer