Naturseife Bio-Seife Seife selber machen
Ur-Naturkosmetik

Die Geschichte des Seifenstücks: von Kernseife bis selbstgemacht

Schmutzige Finger, fettige Haut, Körpergeruch – gegen all das hilft Seife schon seit Jahrhunderten. Die Geschichte der Seife ist lange, denn es ist eines der ältesten vom Menschen hergestellten Naturprodukte. Gerade Naturseife & Seife selber machen ist Naturkosmetik. Zudem sind Seifenstücke gut für die Umwelt, denn sie haben eine umweltfreundliche Verpackung & enthalten keine Plastikreinigungspartikel. 

Aktuell liegen Seifen wieder im Trend. Nicht nur Flüssigseifen sind beliebt, sondern vor allem klassische, handgemachte Seifen, denn gerade sie sind ein Stück Luxus im Badezimmer und begeistern vor allem durch ihre natürlichen Inhaltsstoffe, individuellen Formen und besonderen Düfte. Auch ihre Umweltfreundlichkeit ist hier hervorzuheben, denn Seifenstücke sind oft ohne Verpackung oder in Pappverpackungen erhältlich, ganz im Gegensatz zu den Plastikverpackungen von Flüssigseifen. Vor allem aber haben gerade Seifenstücke eine lange Geschichte, denn Seife ist eines der ältesten Naturprodukte und wurde bereits im Jahre 4.500 vor Christus in einer Vorform von den Sumerern verwendet. Diese benutzen Seife jedoch nicht als Reinigungs- sondern als Heilmittel. Erst die Römer verwendeten Seife für die Körperpflege und  bleichten sich ihre Haare mit Seife oder frisierten sie damit. In die Seife mischten sie ätherische Öle wie Lavendel oder Zitrone, so wurde Seife schnell zu einem Luxusprodukt.

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Die Verbreitung der Seife in Europa

Hände natürlich reinigen ohne Plastikverpackung

Wir waschen mehrmals am Tag die Hände mit Seife ©iStock

In Europa wurde die Seife erst vom Adel und dann auch von der einfachen Bevölkerung genutzt, denn Badehäuser gewannen immer mehr an Beliebtheit. Danach kam aber der Rückwärtstrend: Im Mittelalter wurden Wasser und Seife gemieden, denn damals glaubten die Menschen, dass sie schädlich für die Gesundheit sind und den Körper für Seuchenerreger öffneten. Dies belegten auch die Wissenschaftler der Zeit. Anstelle von Reinigungsmittel sollten für lange Zeit Kleidung, Tücher und Puder den Körper vor Schmutz schützen und Parfüm für einen angenehmen Körpergeruch sorgen. Glücklicherweise blieb die Menschheit diesem Irrglauben nicht treu und heute sind Seife und Wasser nicht mehr wegzudenken.

Seifenherstellung heute

Normalerweise werden Seifen aus pflanzlichen oder tierischen Fetten hergestellt. Die Hauptbestandteile werden bei der Seifenherstellung „verseift“, das heißt zerlegt, in dem sie in einer Lauge gekocht werden. Die Emulsion, die so gewonnen wird, wird später in Seifenkern und Unterlauge zerlegt. Zum Händewaschen wird meistens die sogenannte „Feinseife“ oder auch „Toilettenseife“ verwendet. Diese ist im Gegensatz zu zum Beispiel Kernseife üblicherweise mit Farb- und Duftstoffen versetzt.

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Naturseifen

Naturseifen werden jedoch anders hergestellt. Sie sind kaltgerührte Seifen, bei denen der Verseifungsprozess nicht vollständig abläuft, damit so eine pflegende Wirkung erzielt wird. Aufgrund des anhaltenden Naturkosmetik-Trends sind Naturseifen aus natürlichen Ölen und Fetten beliebter denn je. Auch Hobby-Seifensieder haben ihre Freude daran und stellen sie in den verschiedensten Formen, Farben und Düften her.  Wer Seifen selbst herstellen möchte muss, aber vorsichtig sein, denn es handelt sich um chemische Prozesse und jede kleine Veränderung des Rezepts kann gravierende Auswirkungen haben. Gerade bei trockener Haut sind Inhaltsstoffe wie Aloe Vera, Shea Butter und Olivenöl empfehlenswert. Aber Vorsicht: Manche Seifen können Allergien auslösen. Allergiker sollten also auf Seifen ohne Duft- und Konservierungsstoffe achten, und zum Beispiel Seifen aus Olivenöl verwenden.

  • Die Seife "Honey I washed the kids" von Lush sieht nicht nur toll aus und pflegt die Hände, sie begeistert auch mit ihrem tollen Duft nach Honigmilch. ©Lush
  • Das LIPIKAR Seifenstück ist rückfettend dank Karité-Butter, schützt vor dem Austrocknen und reinigt besonders mild. ©La Roche-Posay
  • Das Geschenkset "Eine Handvoll Glück" von Primavera enthält Naturseife aus Lemongrass, Ingwer und Senföl. Zusätzlich gibt es noch einen Hand- & Nagelpflegebalsam dazu. ©Primavera
  • Die Pflanzenölseife Wildrose riecht sanft nach Rose und verwöhnt die Haut. ©alverde NATURKOSMETIK
  • Die Tautropfenseife Amea Sanddorn riecht dank Sanddorn, Mandarine und Orange nach Sommer und toskanischem Gefühl. ©Tautropfen/Börlind
  • Die Honeymania Seife des Body Shops riecht nach leckerem Honig und reinigt und pflegt die Hände ganz zart. ©The Body Shop
  • Reine Pflanzenölseife mit Lavendel verwöhnt die Sinne. ©Alterra
  • Die Seife Bébé Savon au Lait d'Anesse von Câlinesse enthält wertvolle Eselsmilch, Mandelblütenöl und Bio-Karitéöl und ist gut für Baby- und Erwachsenenhaut. ©Câlinesse
  • Die Cremeseife Rose und Himbeere von Melvita duftet fruchtig frisch und pflegt die Hände beim Waschen. ©Melvita
  • Die Honey & Oil Cremeseife von Nivea ist ein Klassiker im Seifenregal und pflegt mit Honig und Jojobaöl. ©NIVEA

Quelle: Beauty Press
Text: Kristina Reiß
Titelbilder und Introbild: iStock