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Die Sheanussernte soll fair geschehen
Von der Nuss zur Butter

Von der Nuss zur Sheabutter:Der Weg beginnt in Afrika

Wer regelmäßig Naturkosmetik verwendet, hat die Sheabutter sicherlich schon mehr als einmal auf der Liste der Inhaltsstoffe entdeckt. Kein Wunder: Mit ihren hochwertigen Fettsäuren pflegt und schützt sie die Haut. Aber woher kommt die Sheabutter? Und wer sorgt eigentlich dafür, dass wir dieses wertvolle Naturprodukt tagtäglich nutzen können?

Der Weg der Sheabutter beginnt in Afrika – und zwar als Nuss am Karité- oder Sheanussbaum. Damit aus den Sheanüssen die reichhaltige Butter gewonnen werden kann, müssen diese zunächst einmal geerntet werden. Das Sammeln und die erste Aufbereitung sind in Afrika traditionell Aufgaben der Frauen. Mit ihrer Arbeit tragen viele Frauen zum Familieneinkommen bei – und zwar nicht unerheblich, denn eine Frau kann im Erntezeitraum von Juni bis August bis zu 1.200 Kilogramm Sheanüsse sammeln!

Mit vereinten Kräften helfen die Dorfbewohner beim Brunnenbau.

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Oft fehlen die Lagerhäuser für die Nüsse

Nach der Ernte werden zuerst die essbare und dann auch die harte Nussschale entfernt, und die geschälten Nüsse anschließend in der Sonne getrocknet. Dieser erste Produktionsschritt findet in den Dörfern statt, und dort werden die Nüsse auch bis zur Weiterverarbeitung gelagert. Dafür sind häufig Lagerhäuser notwendig, die die Menschen in vielen abgeschieden gelegenen Dörfern nicht aus eigener Kraft errichten können.

Deshalb setzen sich Hilfsorganisationen oder -initiativen für den Aufbau von nachhaltigen Strukturen ein. In Burkina Faso unterstützt zum Beispiel die Nachhaltigkeitsinitiative von alverde Naturkosmetik die Frauen bei ihrer Arbeit und erleichtert den Alltag der Familien durch diverse Projekte, die von der vor Ort ansässigen Partnerorganisation durchgeführt werden. So wurden seit 2011 in mehreren Dörfern Lagerhallen und Mühlen gebaut und Trinkwasser- und Bewässerungssysteme angelegt.

Die Lagerhalle für die Sheanüsse

Das Fundament des Lagerhauses nimmt Formen an.

Und wie geht es weiter mit den Sheanüssen?

Nach dem Schälen und Trocknen werden die Kerne erhitzt und zu einer fettigen Masse zerrieben, die wiederum mit Wasser vermischt und von Hand bearbeitet wird. Das Ergebnis ist die Sheabutter in ihrer wertvollsten Form. Sie hat nun eine leicht gelbliche Farbe und einen aromatischen Geruch und ist auch bei tropischer Hitze bis zu vier Jahre lang haltbar. Für den Export wird die Sheabutter dann aber häufig noch einmal raffiniert, wodurch sie sowohl Farbe als auch Geruch und leider auch ihren Inhaltsstoff Beta-Karotin verliert. Der ist ein Antioxidantium und schützt die Zellen.
Sheabutter findet sich in vielen Kosmetikprodukten von Handcreme bis Make-Up. Um einen nachhaltigen Anbau zu fördern und die afrikanischen Frauen bei ihrer Arbeit zu unterstützen, sollte man immer auf Bio-Qualität achten und ausschließlich Naturkosmetika kaufen.

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Quellen: dm Drogeriemarkt, Bild: alverde Naturkosmetik,Autor: Ronja Kieffer, Bildquellen: alverde Naturkosmetik