Minimalistische Garderobe
Das Projekt 333

Projekt 333 - so minimalisierst du deine Garderobe!

Viele kennen das Problem: man steht verzweifelt vor dem vollen Kleiderschrank und findet nichts zum Anziehen. Die Flut an Kleidungsstücken hat längst den Überblick verwehrt und nicht selten soll der Frust mit dem Kauf von neuer Kleidung verdrängt werden. Ein verschwenderischer Teufelskreis, den du mit dem „Projekt 333“ durchbrechen kannst. Wie die Fashion-Challenge funktioniert, die aus jedem einen Minimalisten macht, erfährst du hier!

Laut Kalender hat der Frühling begonnen und damit auch die Zeit des Aufräumens und Ausmistens. Eine gute Möglichkeit, um einmal durchzuchecken, ob man auch wirklich alles benötigt, was man zuhause hat. Besonders Klamotten sammeln sich das ganze Jahr über an. Jeder kennt das Phänomen:  Aus den Schaufenstern winken einem die schönen Teile entgegen und die roten Sale-Schilder rufen schon von weitem: „Hierher!“. Da ist es schwierig, der Versuchung nicht nachzugeben. Aber keine Bange: selbst wenn du ein paar Mal zu oft schwach geworden bist und dein Kleiderschrank jetzt aus allen Nähten platzt, kannst du alles wieder unter Kontrolle bringen und zwar mit der „Projekt 333-Challenge“. Die Challenge wurde von Courtney Carver aus den USA ins Leben gerufen und erfreut sich weltweit großer Beliebtheit.

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Kleider ausmisten

Mit dem Projekt 333 schaffst du Ordnung in deiner Garderobe

Sei mit weniger mehr!

Das Projekt 333 ist eine Form der „Capsule Wardrobe“ also eine minimalistische Garderobe mit nur wenigen ausgewählten Kleidungsstücken. Ziel der Challenge ist es 3 Monate lang mit nur 33 Kleidungsstücken, inklusive Jacken, Schuhe, Taschen und Accessoires auszukommen. Nicht dazugezählt werden Unterwäsche, Schlaf- und Sportbekleidung, sowie sentimentale Schmuckstücke, wie der Ehering z.B. Alle übrigen Kleidungsstücke werden aussortiert und in Kartons verstaut. Eine gute Gelegenheit, um zu überprüfen, ob nicht sogar Kleidung dabei ist, die für immer verschwinden kann. Flohmärkte, Second-Hand-Läden oder Kleiderspenden bieten Möglichkeiten, die unerwünschten Stücke loszuwerden.

Alle drei Monate wird, je nach Saison, dann eine neue „Capsule Wardrobe“ gebildet. Dazu dürfen beliebte Kleidungsstücke aus der vorherigen Garderobe bleiben und neue hinzugefügt werden. Die 33 darf jedoch nicht überschritten werden. Dabei ist zu beachten, dass man Klamotten wählen sollte, in denen man auch wirklich 3 Monate lang leben, arbeiten und sich wohlfühlen kann. Wenn einige der Stücke nicht mehr passen oder kaputtgehen, dürfen sie jedoch ersetzt werden.

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So gelingt die minimalistische Garderobe

Das klingt zwar recht einfach, doch das ist es nicht. Aus einem vollen Kleiderschrank nur 33 Stücke, inklusive Accessoires herauszusuchen und damit für alle Anlässe gewappnet zu sein, kann zur logistischen Herausforderung werden und mitunter mehrere Stunden dauern.

Mit diesen Tipps wird es einfacher

  1. Räume deinen Kleiderschrank komplett leer und breite alles auf dem Bett aus. Sortiere die Klamotten anschließend in drei Haufen: 1. „Lieblingsstücke“, 2. „kann bleiben“ und 3. „kann weg“.
  2. Frage dich dazu: „Was steht mir wirklich? Worin fühle ich mich besonders wohl? Was möchte ich die nächsten 3 Monate tragen? Und was passt zur Saison?“
  3. Aus den Lieblingsstücken suchst du dir dann die 33 Teile für deine „Capsule Wardrobe“ heraus. Der 2. Haufen wird im Keller verstaut und der 3. entsorgt.
  4. In deiner Garderobe sollten vor allem viele Basic-Klamotten sein, die sich miteinander gut kombinieren lassen.
  5. Berücksichtige auch die Statement-Stücke, die deinen Charakter und Stil unterstreichen. Für manche Menschen ist das ein Trenchcoat, für andere Stiefel oder eine ausgefallene Sonnenbrille. Eine gut gemachte Version ist meistens besser als 10 nur halb so gute.
  6. Gehe nicht shoppen und surfe nicht in Online-Shops.

Vorteile einer minimalistischen Garderobe

Beim Experiment "333" kann man lernen, was einem wirklich steht und worauf man Wert liegt

Vorteile einer minimalistischen Garderobe

Die Vorteile einer kleinen Garderobe liegen auf der Hand: Man spart nicht nur Geld und Platz, sondern auch viel Zeit bei der täglichen Klamottenauswahl. Außerdem kann man bei dem Experiment auch lernen, was einem wirklich steht und worauf man Wert legt.

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Quellen: Bilder: Unsplash/I'm Priscilla, Brooke Cagle, Depositphotos/pyotr021, Text: Meike Riebe