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No Poo mit Steinzeit-Shampoo
Steinzeit-Shampoo

No Poo mit Steinzeit-Shampoo: Ein Erfahrungsbericht

No Poo ist dir zwar schon lange ein Begriff, doch mit Natron und Roggenmehl konntest du bislang nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen? So ging es mir auch. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach Alternativen gemacht und meine Lieblingsshampoos aus der Natur für dich zusammengestellt.

Begeistert von der „Weniger-ist-mehr-Bewegung“ und einem gestiegenen Umweltbewusstsein versuche ich meinen Konsum im Badezimmer stetig zu verringern. Obwohl ich immer zu den Langzeitduschern gehörte, die es besonders duftig mögen, ist es mir gelungen Creme, Duschgel und Stylingprodukte durch ein einziges Stück Seife zu ersetzen. Und das fiel mir nicht mal sonderlich schwer.  Was ich aber wirklich bewundere, sind die Menschen, die ihren Körper lediglich mit Wasser „pflegen“. Und auch ich dachte, dass das doch gar nicht so schwer sein kann – sind wir doch schließlich die einzigen Lebewesen auf der Welt, die Seife verwenden.

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Water Only – der Flopp

Also testete ich die „Water Only-Methode“. Das ist die Methode, bei der man die Haare mit einer Wildschweinbürste bürstet, um den Haartalg zu verteilen und sie ansonsten nur mit Wasser wäscht - weiter nichts. Die Verfechter dieser Methode beschreiben, dass die Haare nach einer Zeit der Umstellung nicht mehr so schnell nachfetten würden und dass sich der restliche Haartalg mit Hilfe des Wassers leicht entfernen ließe.

Ganze drei Wochen lang habe ich die Umstellungsphase durchgehalten und dann doch aufgegeben. Das Nachfetten wollte sich einfach nicht so recht einpendeln und das ständige Gefühl von ungepflegten Haaren war schon nach kurzer Zeit unerträglich.

(Hast du eine erfolgreiche Umstellungsphase hinter dir? Dann schreib uns deinen Erfahrungsbericht in die Kommentare!)

Also habe ich mich auf die Suche nach natürlichen Alternativen gemacht. Hier kommen meine Lieblingsrezepte:

1.  Buchweizenmehl-Shampoo

Nachdem ich schon einige Mehle zur Haarwäsche getestet habe, habe ich festgestellt, dass vor allem die Mehle, die wenig bis gar kein Gluten enthalten, das beste Ergebnis brachten: saubere Haare mit Glanz und Widerstandskraft. Zudem ist Buchweizenmehl-Shampoo auch super einfach herzustellen.

Zutaten:

   
2 EL Buchweizenmehl Wasser

Zubereitung und Anwendung: Mische zwei Esslöffel Buchweizenvollkornmehl mit so viel Wasser in einer Schüssel, bis ein dünnflüssiger Brei entsteht. Wahrscheinlich wirst du jetzt merken, dass dieser Brei bereits eine Shampoo-artige Konsistenz hat. Verteile den Buchweizenmehl-Brei auf den nassen Haaren, lasse ihn kurz einwirken und spüle ihn dann gründlich wieder aus. Eine anschließende Spülung mit Apfelessig sorgt zusätzlich für Glanz und Geschmeidigkeit.

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No Poo mit Steinzeit-Shampoo

2.  Apfelessig-Spülung

Zutaten:

   
0,2 Liter Apfelessig 1 Liter lauwarmes Wasser

Zubereitung und Anwendung: Gebe Essig und Wasser zusammen in ein großes Glas oder Flasche mit Schraubverschluss und schüttele die Mischung gut durch, so dass sich beide Flüssigkeiten vermischen. Nach der Haarwäsche wird die Essigspülung im gesamten Haar verteilt. Ein Auswaschen ist nicht notwendig. Der Essiggeruch verfliegt, wenn die Haare getrocknet sind.

Waschnüsse

3.  Waschnuss-Shampoo

Waschnüsse kennt ihr wahrscheinlich aus der Waschmittelabteilung im Reformhaus. Sie enthalten von Natur aus Saponine, also natürliche Tenside und eignen sich deshalb auch zum Haarewaschen. Waschnüsse sind milder und dünnflüssiger als herkömmliche Shampoos und müssen deswegen sorgfältig in Haar und Kopfhaut einmassiert werden. Doch der Aufwand lohnt sich: der Waschnuss-Sud hinterlässt besonders weiche und glänzende Haare.

Zutaten:

   
Ca. 15 – 20 Waschnusshälften 1 Teelöffel Apfelessig
1 Liter Wasser  

Zubereitung und Anwendung: Gebe 1 Liter Wasser und die Waschnüsse in einen Kochtopf und lasse sie aufkochen. Fülle den Sud anschließend in eine Flasche. Am besten eignet sich dazu eine alte Shampooflasche mit möglichst kleiner Öffnung. Lasse die Mischung am besten noch ein bis zwei Tage lang ziehen und schüttele sie ab und zu durch, damit sich das zuerst noch klare Wasser in den bräunlichen Sud verwandelt. Zum Haarewaschen veteilst du das Waschnuss-Wasser auf deinem Kopf und massierst es gründlich ein. Nach kurzer Einwirkzeit kann der Sud wieder ausgespült werden, eine anschließende Spülung/ Rinse ist nicht mehr nötig.

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4.  Seifenkraut-Shampoo

Ein sehr mildes Shampoo zur Reinigung der Haare ist Seifenkrautshampoo. Dieses kann z.B. gepflügt oder in der Apotheke erstanden werden. Seifenkraut wächst auf eher sandigem Boden in Wassernähe und blüht im Juli und August.

Zutaten:

   
100 g Seifenkraut ½ Liter Wasser

Zubereitung und Anwendung: Gebe das Seifenkraut zusammen mit dem Wasser in einen Kochtopf und lasse es so lange köcheln bis etwa die Hälfte der Flüssigkeit verdampft ist. Der Sud sollte über Nacht ziehen und das Kraut anschließend ausgesiebt werden. Fülle die Flüssigkeit nun in eine Flasche. Jetzt kannst du den Sud in den nassen Haaren verteilen und gründlich einmassieren. Nach einer kurzen Einwirkzeit wird das Seifenkraut-Shampoo wieder ausgewaschen. Eine anschließende Spülung ist nicht notwendig.

Viel Spaß beim Ausprobieren! 

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Quellen: Bilder: Depositphotos/EpicStockMedia, CITAlliance, sirakov.gmail.com, Text: Meike Riebe