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Vorsicht vor Glyphosat-Tampons!
Glyphosat in Tampons

Vorsicht vor Glyphosat-Tampons!

Gerade hat Landwirtschaftsminister Christian Schmidt mit seinem Glyphosat-Alleingang über das Schicksal von mehr als 500 Millionen Menschen gerichtet und eine fünfjährige Verlängerung von Glyphosat für ganz Europa durchgedrückt. Viele Menschen denken, das „Pflanzenschutzmittel“ käme nur auf Obst und Gemüse vor. Doch auch in anderen Produkten ist das Gift versteckt. Zu den Schädlichsten zählen Tampons.

Glyphosat ist krebserregend

Im Jahr 2015 kam die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu dem Ergebnis, dass Glyphosat krebserregend sei. Im gleichen Jahr fand ein Forscherteam der argentinischen Universität La Plata heraus, dass ein Großteil der konventionellen Tampons und Binden mit Glyphosat belastet ist. In unterschiedlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass bis zu 85 Prozent aller Monatshygiene-Artikel Glyphosat enthalten. Bei Proben von steriler Gaze und anderen Verbandstoffen zur Wundversorgung waren es sogar 100 Prozent.

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Glyphosat in Tampons

Denn Tampons bestehen aus Baumwolle oder Viskose, die mit Glyphosat und einer ganzen Reihe an Chemikalien, wie Weichmacher, Formaldehyd, Duftstoffe und Chlorbleiche behandelt werden. So ist die Umhüllung eines Tampons in der Regel aus Polypropylen gefertigt, während der Saugkörper aus der Chemiefaser Viskose und der Rückholfaden aus einem Baumwoll-Kunstfaser-Gemisch besteht. Und all diese schädlichen Stoffe nimmt unser Körper über die Schleimhäute jahrelang auf. Denn eine Frau, die regelmäßig Tampons verwendet, verbraucht im Laufe ihres Lebens 11.000 bis 17.000 Stück davon – sie trägt also weit mehr als 5 Jahre ihres Lebens einen Tampon und damit das Ackergift im Körper.

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Grenzenloser Einsatz auf Baumwollplantagen

Einsatz von Glyphosat auf Baumwollplantage

In Schweden wurde das Pestizid ebenfalls als krebserregend eingestuft und in den USA wurde Glyphosat sogar in der Muttermilch und im Urin von Kindern und Erwachsenen nachgewiesen. In Tierversuchen verursachte das Ackergift Missbildungen. Und trotzdem darf das Unkrautvernichtungsmittel immer noch weltweit im Anbau von Nutzpflanzen aller Art im großen Stil verwendet werden. Während es in Europa immerhin Grenzwerte für die Mengen Glyphosat gibt, die auf die Äcker ausgebracht werden dürfen, gilt das für Baumwollplantagen in China, USA oder Pakistan nicht. 

80 Prozent höhere Giftaufnahme über Schleimhäute

Verheerend ist, dass Glyphosat aus dem Tampon direkt in den Blutkreislauf über geht. Durch die besonders aufnahmefähigen Schleimhäute ist die Aufnahme des Gifts um bis zu 80 Prozent höher, als wenn man die gleiche Menge Glyphosat essen würde. Das Pestizid gelangt so in den Körper und kann Gebärmutterhalskrebs und andere Krebsarten verursachen.

Doch auch die anderen enthaltenen chemischen Stoffe können zu Krebs, Hautirritationen, Pilzinfektionen, Eierstockentzündungen und dem Toxischen Schocksyndrom führen und haben an empfindlichen Körperstellen eigentlich nichts zu suchen.

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Alternativen zu Glyphosat-Tampons

Menstruationstasse

Eine gute Alternative zu Binden und Tampons: die Menstruationstasse

Es gibt nachhaltige Alternativen, die die Umwelt und Gesundheit schonen. Dazu zählen beispielsweise Tampons und Slipeinlagen aus 100% Biobaumwolle, die weder Plastik, noch synthetische Duftstoffe beinhalten oder Chlorbleiche enthalten. Diese Bio-Tampons und Binden kann man beispielsweise in Reformhäusern und im Internet kaufen.

Eine weitere schonende Möglichkeit sind Slipeinlagen aus Stoff, die nach dem Tragen gewaschen werden und somit wieder verwendbar sind.

Noch eine gute Option zu den Wegwerf-Hygiene-Artikeln, bietet zudem die Menstruationskappe, auch Menstruationstasse genannt. Menstruationstassen sind kleine Becher aus medizinischem Silikon, die wie Tampons in die Vagina eingeführt werden und das Blut auffangen.

Dort können sie länger bleiben als ein Tampon ohne dabei Probleme zu bereiten. Nach dem Tragen werden sie kurz ausgewaschen. Menstruationstassen sind auslaufsicher und eignen sich bestens zum Schwimmen. Einmal in eine Kappe investiert, kann diese bis zu 10 Jahre lang halten.


 

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Quellen:, Bilder: Depositphotos/distaerk, cassadaphoto, gregorylee, Text: Meike Riebe