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grüne Altersvorsorge
Grüne Altersvorsorge

Jetzt nachhaltig fürs Alter vorsorgen

Wir alle sollten früh genug fürs Alter vorsorgen – am besten mit einer grünen Altersvorsorge. ecowoman erklärt die Vorteile einer zusätzlichen Altersvorsorge über den Arbeitgeber und wie Sie mit wenig Aufwand viel erreichen können.

Es gibt viele Wege, fürs Alter vorzusorgen. Sehr sinnvoll ist eine zusätzliche Altersvorsorge über den Arbeitgeber, also eine betriebliche Altersvorsorge. Wenn diese auch noch nachhaltig ist, dann steht einem ruhigen und sicheren Lebensabend nichts mehr im Wege. Wir erklären, welche Vorteile eine solche grüne Altersvorsorge hat.

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Jede Mitarbeiterin im Unternehmen hat Anspruch darauf!

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass heute jeder Arbeitgeber eine Möglichkeit der betrieblichen Altersvorsorge anbieten muss. Das bedeutet, dass jeder Arbeitnehmer eine Rentenversicherung abschließen kann, die vom Bruttolohn bezahlt wird und bei der der Arbeitgeber das Geld monatlich an die private Rentenversicherung überweist. Der große Vorteil: Da der Beitrag vom Bruttolohn bezahlt wird, unterliegt dieser keiner Versteuerung und in der Regel keinen Sozialabgaben. 

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Wie entsteht der monetäre Vorteil in der Ansparphase?

Nehmen wir an, dass 200 Euro vom Bruttolohn für die private Rentenversicherung eingesetzt werden. Nehmen wir außerdem an, dass sich der Arbeitnehmer in Steuerklasse 1 befindet und ein monatliches Bruttoeinkommen von 3 000 Euro hat, von dem netto rund 1 889 Euro übrigbleiben. 

Wenn nun die 200 Euro für die Rentenversicherung vom Bruttolohn abgeführt werden, muss der Arbeitgeber nur auf die verbleibenden 2 800 Euro Steuer und Sozialabgaben abführen. Das hat zur Folge, dass das Nettoeinkommen zunächst um gut 100 Euro höher ist. Nachdem der Arbeitgeber die 200 Euro aber vom Nettolohn abzieht und an den privaten Versicherer überweist, verbleiben zur Überweisung auf das Girokonto der Mitarbeiterin gut 1 788 Euro. Das sind in diesem Beispiel genau 100 Euro weniger Nettoeinkommen als vor dem Einsatz der betrieblichen Altersvorsorge. 

Kurz gesagt: 200 Euro kommen monatlich als Beitrag bei der Rentenversicherung an, der Arbeitnehmer selbst bezahlt aber nur rund 50 Prozent, also 100 Euro. Übrigens: Häufig zahlen Arbeitgeber monatlich auch noch einen Zuschuss dazu, den sie aus einer Sozialversicherungsersparnis im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge erzielen. Dann erhöht sich Beitrag nochmal! 

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In welche Rentenversicherung fließt das Geld? Warum Grün?

In aller Regel fließt das Geld in eine private Rentenversicherung, die der Arbeitnehmer entweder selbst aussucht oder die vom Arbeitgeber vorgegeben wird. Wenn man die Möglichkeit hat, selbst zu entscheiden, dann sollte man auf jeden Fall einen „grünen“ Tarif wählen. Denn dabei sichert der Versicherer zu, dass die eingezahlten Beiträge ausschließlich in nachhaltige Projekte und Geldanlagen investiert werden. Bei einigen dieser Tarife gibt es auch einen jährlichen Transparenzbericht, der aufzeigt, in welche grünen Anlagen das Geld investiert wurde, wie viele Verträge abschlossen wurden, wie viel Geld nachhaltig angelegt worden ist und so weiter. Das schafft Transparenz, Vertrauen und letztendlich Gewinn mit Sinn für die Altersvorsorge.

Eine grüne Rentenversicherung unterstützt nachhaltige Projekte

Wählen Sie einen „grünen“ Tarif um nachhaltige Projekte zu unterstützen 

Wie flexibel ist so eine betriebliche Altersvorsorge?

Sie ist sehr flexibel und lässt sich den Lebensumständen problemlos anpassen! Bei Erziehungszeiten oder Arbeitslosigkeit kann man den Vertrag ruhen lassen und die Zahlung später wiederaufnehmen. Beim Wechsel des Arbeitgebers kann der Vertrag im neuen Unternehmen entweder eins zu eins weitergeführt oder das Guthaben im bestehenden Vertrag in die betriebliche Altersvorsorge des neuen Arbeitgebers übertragen werden. Außerdem kann ein solcher Vertrag auch immer privat weitergeführt und die laufenden Beiträge können je nach Situation reduziert oder auch erhöht werden.

Vor Rentenbeginn kann der Arbeitnehmer dann wählen, ob er eine einmalige Kapitalauszahlung oder eine Rente erhalten möchte. Letztere wird immer lebenslang bezahlt. Wichtig zu wissen: Sowohl die betriebliche Altersvorsorge als auch die gesetzliche Rente sind steuerlich in der Rentenphase anzurechnen und Krankenversicherungsbeiträge im Alter jeweils darauf zu entrichten.

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Fazit

Jetzt nachhaltig fürs Alter vorsorgen

Eine grüne betriebliche Altersvorsorge ist sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber sehr interessant. Arbeitnehmer können mit geringem finanziellen Aufwand eine solide und hohe Altersvorsorge aufbauen. Zudem fließt das Geld in sinnstiftende Geldanlagen beim Versicherer, die in einem jährlichen Bericht vorgestellt werden. Arbeitgeber stellen damit ein zukunftsweisendes Konzept für Mitarbeiterinnen bereit. Und die Renditen solcher nachhaltigen Verträge müssen den Vergleich mit konventionellen Tarife nicht scheuen, denn sie sind mindestens genauso gut. Um festzustellen, ob dieser Weg der Altersvorsorge inpiduell passt, sollten sich Arbeitnehmer von fachkundiger Stelle beraten lassen.

Weitere Informationen gibt es unter www.mehrwert-finanzen.de

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Quellen: MehrWert GmbH für Finanzberatung und Vermittlung, Bilder: Depositphotos/monkeybusiness, magann, aletia, Text: Ronja Kieffer