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Sein Aufenthalt im Wohnzimmer mag relativ kurz sein, doch immer mehr Menschen holen sich bewusst einen fair gehandelten Baum nach Hause und tragen somit zu einer gerechteren Gesellschaft bei.
Faires Weihnachtsfest

Faires Weihnachtsfest: Hier gibt es die fairen Weihnachtsbäume

Es ist Advent und damit Zeit, über den richtigen Weihnachtsbaum nachzudenken. Sein Aufenthalt im Wohnzimmer mag relativ kurz sein, doch immer mehr Menschen holen sich bewusst einen fair gehandelten Baum nach Hause und tragen somit zu einer gerechteren Gesellschaft bei. 

Tannen, Fichten und Co ziehen zur Weihnachtszeit wieder in die meisten Haushalte in Deutschland ein. Rund 24 Millionen Bäume werden anlässlich des großen Fests jedes Jahr zwischen Flensburg und Oberstdorf aufgestellt und geschmückt. Gut 80 Prozent der Bäume sind Nordmanntannen, die vor allem wegen ihres gleichmäßigen Wuchses, ihrer Toleranz gegenüber Zimmerwärme und ihrer weichen Nadeln beliebt sind. Doch Baum ist nicht gleich Baum.

Schon seit vier Jahren werden hierzulande fair gehandelte Weihnachtsbäume verkauft. An der Spitze eines jeden „Fair Tree“ glänz ein geschütztes Namensetikett. Die Samen von 90 Prozent der in Europa verkauften Nordmanntannen kommen aus der Region Tlugi in Georgien und damit aus einer bitterarmen Gegend. Die Saisonarbeiter, die unter gefährlichen Bedingungen die Tannenzapfen pflücken, können vom jährlichen Durchschnittsverdienst von 2.200€ ihrer Landsleute nur träumen.

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Bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen der Saisonpflücker

2007 gründete die dänische Samenhändlerin Marianne Bols die Fair Trees Stiftung, die seit 2012 auch im deutschsprachigen Raum aktiv ist. Das Interesse an fairen Tannen ist riesig: seit 2012 konnte die Stiftung jedes Jahr circa 30 Prozent mehr Umsatz verbuchen. Die Stiftung zahlt den Saisonpflückern nicht nur überdurchschnittliche Löhne, sondern versorgt sie auch mit professioneller Kletterausrüstung, damit sie gefahrlos die Zapfen in den bis zu 60 Meter hohen Bäumen erreichen können. Dadurch reduziert sich das Unfallrisiko erheblich.

Faires Weihnachtsfest: Hier gibt es die fairen Weihnachtsbäume

Sozialprojekte für bessere Lebensbedingungen in Tlugi

Pro verkauften Baum gehen außerdem 67,5 Cent an Fair-Trees-Sozialprojekte, durch die die Lebensbedingungen in Tlugi nachhaltig verbessert werden. Schon 2012 kamen knapp 40.000€ zusammen, im vergangen Jahr konnten 70.000€ gesammelt werden. In einem armen Land wie Georgien kann durch so eine Summe viel erreicht werden. In Tlugi konnte bereits eine Grundschule renoviert und mit Lehrmaterial, Computern und Sportgeräten ausgestattet werden. In der Region wurden zudem Arbeitsplätze für Imker und Kerzenzieher geschaffen. Sechs begabte junge Menschen erhalten außerdem Universitätsstipendien, die ihnen eine sehr gute Ausbildung ermöglichen. Dank der Spende konnte im Schulhaus auch eine Zahnklinik eingerichtet werden, die eine medizinische Behandlung der jungen Patienten ermöglicht.    

Hier kommen die Weihnachtsbäume her:

Hier bekommen Sie die fairen Tannen

2014 wurden gut 100.000 „Fair Trees“ an 100 Standorten in der Bundesrepublik verkauft, in diesem Jahr kommen weitere 50 Verkaufsstellen hinzu. Auf der Homepage der Stiftung kann man den nächstgelegenen Händler finden. Erstmalig schicken zwei Online-Händler Ihren Wunschbaum auch pünktlich zum Fest zu Ihnen nach Hause. Bei einem gibt es sogar Fair-Trees Bio-Bäume aus eigener deutscher Anzucht oder aus Dänemark. Entscheiden Sie sich in diesem Jahr für einen fairen Weihnachtsbaum und bewirken Sie mit Ihrer Spende etwas Gutes.

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Quelle: Fair Trees; Bilder: Fair Trees, thinkstock- Fuse; Autor: kle