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Angela Merkel sprach beim Rat für nachhaltige Entwicklung.

Merkel: Deutschland soll bei Nachhaltigkeit Vorreiter werden

Bereits seit 2001 hat Deutschland einen Rat für Nachhaltige Entwicklung. 15 Personen aus Politik, Wirtschaft und anderen Bereich des öffentlichen Lebens. Auf der Jahres-Konferenz des Nachhaltigkeits-Rats hat sich Kanzlerin Angela Merkel für eine Vorreiterrolle Deutschlands ausgesprochen.

Die jährliche Konferenz des Rats für Nachhaltige Entwicklung mit 1.400 Konferenzteilnehmern im Berliner Tempodrom hatte auch Angela Merkel zu Gast, die für eine ambitionierte deutsche Nachhaltigkeitspolitik plädierte. «Welches andere Land, wenn nicht Deutschland, kann auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit mutig vorangehen? Wann, wenn nicht jetzt, wollen wir damit beginnen?», fragte die Bundeskanzlerin die Konferenzteilnehmer. Merkel stellte auf dem diesjährigen politischen Nachhaltigkeitsgipfel den Entwurf der Bundesregierung zum Fortschrittsbericht zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie vor und lud Bürgerinnen und Bürger zum Dialog über dessen Inhalte ein. Der Fortschrittsbericht ist eine zeitgemäße, jährliche Aktualisierung der Nachhaltigkeitsziele der Bundesregierung.

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Über den Berichtsentwurf können interessierte Bürger noch bis zum 30. September unter dialog-nachhaltigkeit.de mitdiskutieren. Die Kommentare und Vorschläge jedes Dialog-Teilnehmers werden ausgewertet und bei entsprechender Eignung berücksichtigt. Für das kommende Jahr kündigte Angela Merkel zudem eine Forschungsinitiative des Bundes zur Nachhaltigkeit an. Die Anregung des Rates für Nachhaltige Entwicklung, den 4. Juni 2012 zum «Deutschen Aktionstag Nachhaltigkeit» auszurufen, begrüßte sie.

Mit diesem dezentralen Aktionstag prp Nachhaltigkeit will der Rat für nachhaltige Entwicklung die Prinzipien der Nachhaltigkeit weiter in die Gesellschaft hinein tragen. «Wir brauchen eine Offensive für Nachhaltigkeitsinitiativen», sagte der Vorsitzende des Rates, Jurist und Parlamentarischer Staatssekretär a.D., Hans-Peter Repnik. Er Institutionen aller Art wie Ämter, Vereine, Schulen, Verbände, Unternehmen und Bürger dazu auf, sich mit eigenen Nachhaltigkeitsaktionen am Aktionstag zu beteiligen. Er soll am ersten Verhandlungstag der im brasilianischen Rio de Janeiro angesetzten Weltkonferenz der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung stattfinden. Zu diesem Datum wird sich der Weltgipfel in Rio de Janeiro zum 20. Mal jähren, jene Konferenz, die mit der aufsehenerregenden «Agenda 21» den Grundstein für eine nachhaltige Entwicklung der Themen, Klima, Umwelt und Ressourcen legen sollte. In 2012 wird erneut, dann der dritte, Weltgipfel in Rio abgehalten werden. « Rio + 20» ist dann die dritte Nachfolgekonferenz zu globalen Nachhaltigkeitsfragen.


Nachhaltigkeits-Offensive: Gut für Wirtschaft und Arbeitsmarkt.

Nachhaltigkeits-Offensive würde sich positiv auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt auswirken.

In ihrer Rede warb die Kanzlerin unter anderem auch für einen sinkenden Verbrauch von Ressourcen. «Keine Generation darf mehr verbrauchen, als sie regenerieren kann», sagte sie. Zudem forderte Angela Merkel mit Blick auf die stockenden globalen Klimaschutz-Verhandlungen, «wir müssen immer wieder Motor sein». Unglaubliches Potenzial für die deutsche Exportwirtschaft und die die Schaffung von Arbeitsplätzen sieht die Kanzlerin im Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie und im Ausbau erneuerbarer Energien. Sie stellte mehr Geld für die Energieeffizienz und die energetische Gebäudesanierung in Aussicht und wies darauf hin, dass Einkäufer der öffentlichen Hand seit Juni angehalten sind, grundsätzlich die jeweils energieeffizientesten Produkte einzukaufen.

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Der Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung Hans-Peter Repnik befürwortete den Diskussionsentwurf zur Nachhaltigkeitsstrategie und die soeben eingeleitete Energiewende.

Weitere Informationen zum Rat für Nachhaltige Entwicklung, seine Ziele und Projekte finden Sie unter: www.nachhaltigkeitsrat.de.

Interessenten des Nachhaltigkeits-Dialogs klicken auf www.dialog-nachhaltigkeit.de und beteiligen sich aktiv am Nachhaltigkeitsbericht.

Quelle: Die Bundesregierung/Rat für Nachhaltige Entwicklung, Text: Jürgen Rösemeier