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Der Klimawandel hat Einfluss auf die Ernte-Ausbeute von Getreide.

Klima-Erwärmung hat negativen Einfluss auf Weizen- und Mais-Ernte

Eine aktuelle Studie US-amerikanischer Forscher über 30 Jahre belegt, dass der Klimawandel die Getreideernten schrumpfen lässt. Aufgrund der globalen Erwärmung wird weltweit weniger Getreide geerntet. Der Verlust entspräche der Anbaumenge Frankreichs.

Den Ergebnissen der Ernte- und Klimaauswertungen der letzten 30 Jahre zufolge, haben drei Forscher der US-Universitäten Stanford und Columbia belegt, dass die Landwirtschaft in den letzten 30 Jahren weltweit 5,5 Prozent weniger Weizen produziert, als ohne Klimawandel möglich gewesen wäre. Das bedeute einen absoluten Ausfall von 33 Millionen Tonnen. Auch den Ertrag von Mais hat der Studie nach um vier Prozent abgenommen und damit um 23 Millionen Tonnen. Alleine durch den Ernterückgang durch den Klimawandel seien laut den US-Forschern um den Wissenschaftler David Lobell die Lebensmittelpreise um über sechs Prozent gestiegen.

Ein Grad wärmer bedeutet zehn Prozent geringere Ernte

David Lobell und seine beiden Kollegen haben die Ernten zwischen 1980 und 2010 alle Erntedaten der getreideproduzierenden Länder unter die Lupe genommen und die Klimadaten, genauer, die Temperaturen, ausgewertet, die in den Ländern seit 1980 herrschten. In fast allen Ländern, die Mais und Weizen anbauen, seien die Temperaturen seit 1980 gestiegen, fanden die Forscher heraus. Außerdem zeigten ihre Modellrechnungen, dass, Je wärmer es in einem Land ist, desto geringer fallen die Ernteerträge aus. Die Forscher konnten sogar beziffern, dass ein Anstieg von einem Grad Celsius die Ernteerträge um bis zu zehn Prozent geringer ausfallen.

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Zwar erfuhr die Agrarwirtschaft in den letzten 30 Jahren einen enormen Fortschritt, der heute weitaus höhere Ernteerträge nicht nur bei Weizen und Mais ermöglicht, jedoch gelte nach der Studie, dass «zehn Jahre Klimawandel haben den gleichen Effekt wie ein Rückschlag im Technologiegewinn von etwa einem Jahr».

Quelle: AgrarHeute