Kräuter- und Pflanzengärten mitten in der Stadt.
Urban Farming

Urban Farming : Gemüse auf dem Dach anbauen

Etliche Lebensmittel, die täglich in deutschen Supermärkten und Geschäften landen. Obst und Gemüse aus fernen Ländern, frisch gehalten durch Chemikalien aller Art - nachhaltig geht anders! Durch nachhaltige Architektur im Urban Farming Stil lässt sich Essen in der Stadt pflanzen.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viele Tonnen Essen jeden Tag in unsere Städte geliefert werden? Oder woher das Essen kommt? Wie es dahin kommt? Und warum es so billig ist? Wir haben eine riesige Lebensmittelindustrie geschaffen, die jeden Tag bezahlbares Essen für uns zur Verfügung stellt, indem sie Lebensmittel in Massen herstellt, lagert und transportiert – über Ozeane und Kontinente hinweg. Angetrieben von Brennstoff, Chemikalien und Benzin, verschlingt sie dabei Unmengen an Ressourcen - günstiges Essen hat einen teuren Preis. Und jetzt stellen Sie sich einmal vor, wir könnten unser Essen einfach selbst pflanzen - sogar mitten in der Stadt. Diese Urban Farming Idee macht es möglich.

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Willkommen im grünen Himmel

Eine Zukunft, in der wir viel mehr Essen in der Stadt pflanzen. Die dänische Designgruppe Store10 hat zusammen mit den Architekten Mads-Ulrik Husum und Sine Lindholm einen Prototyp der nachhaltigen Architektur im Urban Farming Stil entwickelt. Der Growroom – der „wachsende Raum“ - ist eine kugelförmige, offene Konstruktion, die aus einem Metallrahmen besteht, der Pflanzengefäße aus Holz hält. Hier fühlen sich Kräuter und jede Menge andere essbare Pflanzen wohl. Die einzigartige Urban Farming Oase verwandelt viele (Stadt)Menschen in kleine Farmer, aber eignet sich auch als gemütliche Lounge im eigenen Garten. Das Essen, was Sie hier anbauen, wird nicht nur hervorragend schmecken, sondern ist obendrein gesünder und belastet unsere Umwelt nicht.

Die Urban Farming Oase liegt ganz im Trend der Zukunft.Nachhaltige Architektur Konstrukte wie die "Urban Farming Oase", könnte die Stadt zum großen Garten machen.

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Nachhaltige Architektur und Urban Farming

Urban Farming und Urban Gardening machen es möglich, in der Stadt Essen zu pflanzen und aus Stadtmenschen kleine Landwirte zu machen. Durch nachhaltige Architektur wie dem Growroom, der die Urban Farming Idee zum Leben erweckt, wird auch den Menschen aus der Stadt die Möglichkeit gegeben, Gemüse, Obst und Kräuter selbst zu pflanzen und ihren Eigenbedarf zu decken, um mehr Abwechslung in die Lebensmittelbranche zu bringen. Hinzu kommt, dass nachhaltige Architektur den neuesten Stand der Technik nutzt: So wurden in den Growroom etwa spezielle Systeme für Hydrokulturen, künstliche Beleuchtung und computergesteuerte Automatiken integriert, die für die perfekte Bewässerung, Zufuhr von Mineralien und Sauerstoff sorgen. Die Pflanzen wachsen damit vier bis fünfmal schneller als auf dem Feld.

Viele Menschen träumen davon sich selbst zu versorgen.

In der Stadt zu wohnen und Landwirtschaft zu betreiben, könnten schon bald keine Gegensätze mehr sein.

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Ist Urban Farming die Zukunft?!

Urban Farming steht für nährstoffreiches und regionales Essen und für den Ansporn an die Menschen, ihr Essen selbst anzubauen. Wenig gibt es gegen nachhaltige Architektur-Ideen wie den Growoom einzuwenden. Noch liegen keine Informationen darüber vor, wie viel Ertrag von dem Urban Farming Prototyp jährlich zu erwarten ist, doch die Botschaft ist eine wichtige: Holt die Natur zurück in unsere Städte! Eine spannende und schöne Vorstellung, die auch deutsche Städte vielleicht schon bald in eine grüne Zukunft führen wird.

Innenansicht: So sieht der wachsende Raum von innen aus.

Sieht so die Zukunft unserer Städte aus?

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Quellen: Space10, Bild: Alona Vibe, Text: ib