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Das sind die erstaunlichsten CO2-Vergleiche
CO2-Ausstoss im Vergleich

Hättest du es gewusst? Die erstaunlichsten CO2-Vergleiche

Ob mit dem Auto zum Bäcker, mit dem Flieger in den Urlaub oder die tägliche Arbeit am PC: Jeden Tag tun wir Dinge, die einen erhöhten CO2-Ausstoss zur Folge haben und leisten damit einen erheblichen Beitrag zur Erderwärmung. Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie viel Kohlendioxid unsere Tätigkeiten wirklich erzeugen, haben wir erstaunliche CO2-Vergleiche für euch zusammengestellt.

Für einen Mallorca-Urlaub kannst du ein Jahr lang Autofahren

Die Umweltstiftung WWF hat im Rahmen der Studie „Der touristische Klima-Fußabdruck“ ausgerechnet, dass ein zweiwöchiger Mallorcaurlaub mehr als eine Tonne Kohlendioxid pro Person erzeugt. Das ist für das Klima genauso schädlich, wie ein Jahr Autofahren. Allein 925 kg CO2 entstünden nach WWF-Berechnung mit der An- und Abreise jedes Urlaubers. Die Unterkunft schlage mit 148 kg zu Buche, die Verpflegung mit 91 kg und die Aktivitäten vor Ort noch einmal mit 58 kg. Ein Ostseeurlaub verursache hingegen nur 258 kg CO2 pro Person, da An- und Abreise deutlich weniger Emissionen mit sich brächten.

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Auto, Flugzeug oder Bahn – so viel CO2 verursachen diese Fortbewegungsmittel

Auto, Flugzeug oder Bahn – so viel CO2 verursachen diese Fortbewegungsmittel

Jederzeit mobil zu sein ist für die meisten heutzutage selbstverständlich. Obwohl wir wissen, welche Umweltauswirkungen diese Flexibilität mit sich bringt, fällt es schwer auf Verkehrsmittel zu verzichten. Im Jahr 2010 überstieg die Anzahl der Autos weltweit bereits die Milliardengrenze. Ähnlich sieht es im Flugverkehr aus: Derzeit befinden sich täglich etwa 80.000 Flieger in der Luft und die Tendenz steigt. Die größten Klimasünder unter den Fortbewegungsmitteln sind Flugzeuge. Beim Reisen mit dem Flugzeug, produzieren wir 380 g CO2 pro km. Damit erzeugt eine Flugzeugreise 153 Prozent mehr CO2-Emissionen als eine PKW-Reise und 950 beziehungsweise 1900 Prozent mehr CO2 als eine Reise mit der Bahn oder dem Bus.

Selbst ein Mittelklasse-Elektro-PKW ist nicht besonders klimafreundlich, denn pro Kilometer erzeugt der Wagen 100 g CO2 und damit nur 50 g weniger als ein moderner Mittelklasse-Wagen, der mit Benzin fährt. Dramatisch wird der Unterschied jedoch, wenn das E-Fahrzeug mit Ökostrom angetrieben wird, denn dann sinkt der CO2-Ausstoss von 100 g auf 7g pro Kilometer.

Internet ist Klimasünder Nummer 1

Vermutlich denkst du wie die meisten, dass der Flugverkehr die höchste CO2-Emission verursacht. Doch das stimmt nicht: "Der CO2-Ausstoß aller Serverfarmen und Rechenzentren ist höher als der aller weltweiten Fluggesellschaften“, sagte Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender des Chipherstellers Infenion. Allein der Stromverbrauch des Internets verursacht so viel CO2 wie der weltweite Flugverkehr. Bereits im Jahr 2005 wurden rechnerisch rund 20 Eintausend-Megawatt-Großkraftwerke allein dafür benötigt, um den Strombedarf des Internets und der zugehörigen Datenzentren zu decken.

Mit der Nutzung unserer Computer, Tablets, Laptops und Smartphones tragen wir also alle erheblich zum Klimawandel bei.

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Eine Fahrt zum Bäcker kostet 8 Brötchen

Eine Fahrt zum Bäcker kostet 8 Brötchen

Wer mit dem Auto zum Bäcker um die Ecke fährt, zahlt dafür den Gegenwert von acht Brötchen. Zu der Rechnung kam die Kampagne "Für mich. Für Dich. Fürs Klima". Bei der Rechnung wurde von einer Entfernung von zwei Kilometern ausgegangen. Angenommen wurde außerdem, dass der Motor kalt startet und 3,5 Liter Sprit auf 100 Kilometer verbraucht

Der CO2-Ausstoss – ein Ländervergleich

Jeder Deutsche produzierte im Jahr 2013 rund 9,4 Tonnen CO2. Das ist 235mal mehr als ein Bewohner des westafrikanischen Landes Mali im selben Jahr produzierte. Zu den schlimmsten CO2-Verursachern gehören jedoch die Katarer. Mit 40,37 Tonnen pro Kopf verursachten sie sogar mehr als tausendmal so viel Kohlendioxid wie die Malier.

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Mehr CO2-Verbrauch im Standby-Modus

Mehr CO2-Verbrauch im Standby-Modus

"Standby" bedeutet so viel wie "Bereitschaft". Das heißt, ein Gerät, das sich im Standby-Modus (Ruhezustand) befindet, muss nicht erst "hochgefahren" werden. Doch um die sofortige Nutzung zu gewährleisten, muss die Elektronik des Geräts ständig mit Strom versorgt werden. Das bedeutet: Ein Fernseher im Standby-Modus zieht kräftig Strom und verursacht einen CO2-Ausstoss von 70 bis 250 g CO2 pro Tag. Einige Geräte kommen so sogar auf höhere Werte als im angeschalteten Zustand.

Für 1 Kilo Fleisch von Essen bis nach Frankfurt

Die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch belastet das Klima so stark wie 250 Kilometer Autofahrt. Das hat eine japanische Studie zur Umweltbilanz von Rindern ergeben. Der Steak-Liebhaber kommt demnach auf 1,82 Tonnen CO2 pro Jahr, Vegetarier hingegen auf weniger als eine Tonne. Am klimaschädlichsten ist das Methan, das die Tiere bei der Verdauung ausstoßen.

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Quellen: Bilder: Depositphotos/microlite, lunamarina, Blankstock, Wavebreakmedia, Antartis, lightpoet, Text: Meike Riebe