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Immer mehr Deutsche sind für ein plastikfreies Leben
Plastikmüll

Immer mehr Deutsche sind für ein plastikfreies Leben

Das Umweltproblem „Plastik“ ist immer noch akut. Doch die gute Nachricht lautet: Immer mehr Menschen in Deutschland erkennen die ökologische Belastung durch Kunststoff und leisten bereits ihren persönlichen Beitrag für weniger Plastikmüll. So kann es weitergehen!

Das Umweltproblem „Plastik“ besteht nach wie vor

Da die meisten Kunststoffe nicht biologisch abbaubar sind, belasten die Unmengen an Plastikabfall unsere Umwelt in hohem Maße. Plastikverpackungen, synthetische Kleidung und Mikroplastik in Kosmetik begegnen uns tagtäglich. Aber was geschieht mit dem ganzen Kunststoffmüll? Ein großes Problem ist die Verschmutzung der Weltmeere. Dabei geht es nicht nur um tatsächlichen Plastikmüll, der teilweise einfach in den Ozeanen abgeladen wird. Auch Mikroplastikpartikel von Duschgel und Shampoo sowie Plastikfasern aus Kleidung landen nach jedem Waschgang über den Abfluss in unseren Gewässern und später im Meer. Die Menge an umherschwimmendem Plastik beläuft sich bereits auf mehrere Billionen Teilchen. Wird es irgendwann mehr Plastikteilchen als Meerestiere in den Ozeanen geben? Da Fische & Co Plastik mit Nahrung verwechseln, werden diese krank oder der Kunststoff landet schließlich wieder auf unseren Tellern und somit auch in unseren Mägen. Ein Teufelskreislauf, der allen Lebewesen und unserem Planeten schadet! 

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Das Umweltproblem „Plastik“ ist immer noch brandaktuell und erfordert weiterhin ein grundlegendes Umdenken und noch bewussteres Handeln. Dass es bei deutschen Verbrauchern bereits stark in eine plastikfreie Richtung geht, zeigt eine aktuelle Studie des Öko-Energie-Anbieters NaturEnergiePlus.

Plastikfrei leben

So stehen die Deutschen aktuell zum plastikfreien Leben

Laut der aktuellen Studie von NaturEnergiePlus zum plastikfreien Leben benutzen bereits 82 % der Deutschen keine Plastiktüten mehr beim Einkauf. Fast 80 % greifen aus Umweltgründen auf Alternativen wie Stofftaschen, Einkaufskörbe oder Papiertüten zurück und 40 % sind einfach nicht bereit, Geld für eine Plastiktüte auszugeben. 16 % der Befragten gaben an, immer noch Plastiktüten beim Einkauf zu verwenden. 

In der Befragung ging es auch um die Option unverpackter Produkte anstelle von Plastikverpackungen: 50 % können sich vorstellen, unverpackte Lebensmittel – zum Beispiel Nudeln, Reis, Mehl oder Zucker – zu kaufen, um dadurch unnötigen Verpackungsmüll zu vermeiden. Generell sind laut der Studie Frauen eher bereit, eigene Behältnisse mit in den Supermarkt zu nehmen, als Männer. 41 % der Befragten können sich die Mitnahme eigener Gläser und Dosen gar nicht vorstellen. 

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In puncto Alternativen zu Plastik ziehen 62 % in Erwägung, diese Plastikprodukten vorzuziehen. Die Befragten sind beispielsweise bereit, Butterbrotpapier statt Frischhaltefolie oder Glasflaschen statt Plastikflaschen zu nutzen. Das Verwenden von Seife am Stück anstelle von Flüssigseife konnten sich die Befragten am wenigsten vorstellen. 

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass immer mehr Deutsche durch einen bewussten Konsum die Reduktion von Plastikabfällen unterstützen. Doch es ist noch Luft nach oben. Dieser Ansicht ist auch Gunter Jenne, Geschäftsführer von NaturEnergiePlus: „Plastikprodukte und –verpackungen begegnen uns tagtäglich. Umso wichtiger ist es, sich immer wieder bewusst zu machen, dass viele der Verpackungen bereits im Jahr der Produktion schon wieder auf dem Müll landen und hier kann jeder selbst aktiv werden durch Alternativprodukte oder unverpackte Lebensmittel.“ 

NaturEnergiePlus beauftragt regelmäßig Studien zu den Themenbereichen Nachhaltigkeit und Gesellschaft. Für die aktuelle Untersuchung vom September 2017 wurden 1.002 Personen ab 14 Jahren in ganz Deutschland telefonisch befragt.

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Quellen: NaturEnergiePlus, Bilder: NaturEnergiePlus, Depositphotos/william87, Text: Emi Baier