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Ingwer hilft bei vielen Beschwerden
Ingwer selber anbauen

In zehn Schritten zur eigenen Ingwer-Ernte

 Ob als Tee oder für die Zubereitung exotischer Gerichte – Ingwer schmeckt nicht nur gut, sondern fördert auch die Gesundheit. Zwar kann man Ingwer das ganze Jahr über im Supermarkt kaufen, selbst gezüchtet, ist er jedoch noch frischer und gesünder. Was Sie beim Anbau von Ingwer beachten müssen, erfahren Sie hier.

Ingwer ist eine ausdauernde und krautige Pflanze, die 50 bis 150 Zentimeter hoch werden kann. Der dicke Stängel und die langen Laubblätter geben der Pflanze ein schilfartiges Aussehen.Die Ingwerknolle schmeckt scharf und würzig. Ihr hoher Anteil an ätherischen Ölen, Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium, Kalium, Natrium und Phosphor machen den Ingwer zu einer Heilpflanze.Die Ingwerknolle verfügt über eine antibakterielle und virenhemmende Wirkung. Sie ist entzündungshemmend und wirkt anregend auf die Magensaft-, Speichel- und Gallenproduktion. Zudem soll Ingwer bei Magen-Darm-Beschwerden und Übelkeit helfen.

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So pflanzen Sie Ihren eigenen Ingwer an:

Die beste Zeit für den Anbau von Ingwer ist das Frühjahr. Für das Ziehen einer Ingwerpflanze kann eine Knolle aus dem Supermarkt verwendet werden. Achten Sie jedoch darauf, dass die Ingwerwurzel prall und faltenfrei ist, am besten mit sichtbaren, kleinen Punkten (Augen) an den Enden der „Finger“. Wenn die Punkte sich bereits grün verfärbt haben, ist das optimal, jedoch nicht notwendig. Zudem sollte die Wurzel aus Bio-Anbau stammen, da konventioneller Ingwer möglicherweise mit einem Wachstumshemmer behandelt wurde.

Ingwer-Knolle die keimt

Aus den Auge der Knolle treiben neue Keime.

Und so geht’s:

  • Schneiden Sie die Ingwerknolle mit einem sterilisierten Messer in etwa fünf Zentimeter lange Stücke. Jedes Stück, das ein Auge besitzt, kann zu einer Pflanze heranwachsen.
  • Setzen Sie die Ingwerstücke mit der Schnittfläche nach unten etwa 5-10 Zentimeter tief in einen Blumentopf, der mit Erde befüllt ist. Der Topf sollte mindestens 30 Zentimeter tief sein und den einzelnen Ingwerstücken sollte ausreichend Raum gelassen werden.
  • Ingwer ist eine tropische Pflanze und braucht daher viel Wärme. Stellen Sie den Blumentopf an einen warmen Ort, z.B. auf die sonnige Fensterbank. Oder pflanzen Sie den Ingwer in einem Gewächshaus an. Im Sommer kann er auch an einem halbschattigen Platz auf dem Balkon stehen.
  • Befeuchten Sie nun die Erde. Die Erde sollte immer mäßig feucht gehalten werden, aber auf keinen Fall zu nass sein, da die Wurzel sonst zu faulen beginnt. Um das Keimen zu beschleunigen, können Sie eine Plastikfolie über den Topf spannen. Wenn sich die ersten Keimlinge zeigen, wird die Folie wieder entfernt.
  • Gießen Sie den Ingwer regelmäßig mit Wasser.
  • Nun ist Geduld gefragt. Ingwer wächst sehr langsam. Mit ein bisschen Glück, sieht man schon nach ein paar Tagen einen Keimling. Es kann jedoch auch bis zu mehrere Wochen dauern, bis etwas passiert.
  • Im Herbst zieht die Ingwer-Pflanze ihre Blätter ein und die Stiele beginnen abzusterben. Man sollte sie an einem hellen und kühlen Ort überwintern lassen und jetzt nicht mehr gießen.
  • Geben Sie der Pflanze mindestens ein Jahr Zeit, damit sie sich voll entwickeln kann, denn so bekommen die geernteten Ingwerknollen einen intensiveren Geschmack.
  • Im folgenden Frühjahr können die Ingwerknollen dann geerntet werden. Verwenden Sie dafür aber nur die junge Sprossteile. Diese erkennt man an der helleren Färbung und der glatteren Außenseite. Von den Ingwerknollen können einige Stücke zur Verarbeitung in der Küche abgeschnitten werden, ohne der Pflanze dabei ernsthaft zu schaden.
  • Die Pflanze kann dann einfach wieder in die Erden gesetzt werden. Dieses ist auch ein guter Zeitpunkt zum Umtopfen, damit sie neue Nährstoffe und mehr Platz bekommt.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

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Quelle: zuhause.de, Bild: depositphotos/tverkhovinets/rezkrr, Autorenname: Meike Riebe