Urban Gardening, urbanes Gärtnern
Konzept: Die Essbare Stadt

Essbare Stadt holt urbane Gärten nach Deutschland

Auf dem Weg zur Bushaltestelle noch einen Apfel für die Mittagspause pflücken oder nach Feierabend schnell in den Park: Frische Zwiebeln für’s Abendessen. Kein Märchen: Die Essbare Stadt macht’s möglich! Überall in Deutschland ist gemeinsam Gärtnern in der Stadt angesagt.

Urban Gardening ist beliebter denn je. Der Trend zur grünen Oase inmitten der Stadt holt die Gärten zurück ins städtische Leben. Ob saftiges Bio-Obst und Gemüse oder frische Kräuter: Urbane Gärten stillen die Sehnsucht nach Landleben und das gemeinsame Gärtnern fördert den Zusammenhalt. Obendrein macht gemeinsam Gärtnern einfach Spaß. Auf dem Weg zur Arbeit besorgen Sie sich noch schnell frisches Obst für Ihr Frühstücksmüsli im Vorgarten des Mietshauses oder machen mittags einen Abstecher in den Park: Hier wachsen doch frische Tomaten, Zwiebeln und Basilikum, die Sie für Ihre Pasta brauchen. Gemeinsam Gärtnern in der Stadt und anschließend die Früchte des Erfolgs ernten – eine geniale Vorstellung, die in vielen deutschen Städten längst Wirklichkeit ist. Kennen Sie schon die Essbare Stadt?

Anzeige

Idee von der Essbaren Stadt aus England

Ursprünglich stammt das Konzept von der Essbaren Stadt aus England. Dort wurde die Stadt Todmorden in West Yorkshire bereits 2008 in ein grünes Schlaraffenland verwandelt. Gruppenweise kümmern sich die Bewohner um die Gemüsebeete, für die sie eine Patenschaft übernommen haben. Die Einwohner haben einfach Spaß am gemeinsamen Gärtnern in der Stadt und helfen eifrig mit. Das Besondere: Jeder darf sich so viel nehmen, wie er möchte, ohne dafür zu bezahlen oder sonst irgendeine Gegenleistung zu erbringen.

Gewürze und Gemüse aus der eignen Stadt

Gemeinsam Gärtnern fördert den Zusammenhalt

Nachhaltigleben

Das gemeinsame Gärtnern fördert den Teamgeist und stärkt den Zusammenhalt der ganzen Stadt, die sich zum Graben und zum Ernten trifft und dabei den ein oder anderen Pflanzentipp austauscht. Durch die geteilte Lust am Gärtnern in der Stadt kommt man sich näher und kann die eigene Stadt selbst mitgestalten. Zudem können Sie hierbei einiges über den Anbau von lokalen und saisonalen Lebensmitteln lernen und das Wachstum Ihrer Setzlinge aus nächster Nähe beobachten. In den urbanen Gärten können Sie auch als Stadtmensch Gemüse für den Eigenbedarf herstellen und Ihre Freizeit fernab vom Alltagsstress ganz umweltschonend und nah an der Natur verbringen.

Anzeige

Essbare Städte überall in Deutschland

Auch in deutschen Städten sind Zucchini und Tomaten inzwischen schon reif für die Ernte. Das Prinzip Essbare Stadt erfreut sich in ganz Deutschland größter Beliebtheit. Andernach machte den Anfang: Aus dem Wunsch heraus, die Grünflächen nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit, Biodiversität und urbaner Landwirtschaft zu nutzen, entstand hier die erste Essbare Stadt in Deutschland. Jede Essbare Stadt setzt das Prinzip ein wenig anders um. So setzt das von Green City e.V. betreute Projekt in München voll und ganz auf Bio-Anbau und verzichtet auf Zäune zwischen den einzelnen Parzellen, um Hürden abzubauen. Inzwischen finden sich urbane Gärten in über 60 Städten. Neben Kassel, München und Minden pflegen beispielsweise auch Freiburg, Heidelberg und Halle (Waldgarten) das gemeinsame Gärtnern in der Stadt. Eine Übersicht der Essbaren Städte finden Sie auf der Webseite der Essbaren Stadt Minden

Das könnte Sie auch interessieren:

Diese Selbstversorger bauten sich ihr Eco-Traumhaus

Anzeige

Quellen: Green City e.V., Essbare Stadt Minden, Stadt Andernach, Bild: Green City e.V., Text: Isabel Binzer