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Weltweit einziger surrealer Architekt baut schwindelerregend
Teronobu Fujimori

Weltweit einziger surrealer Architekt baut schwindelerregend

Terunobu Fujimori ist einer der renommiertesten Architekten Japans. Mit einer ganzheitlichen Herangehensweise an den menschlichen (Lebens-)Raum entwirft der Architekt nicht nur einmalige Gebäuden, sondern auch die passenden Möbel aus Holz und Rattan. Eine Werkschau in der Münchner Villa Stuck präsentiert erstmalig sein ganzes, einmaliges Schaffen.

In der bis dato umfangreichsten Werkschau zu Teronobu Fujimori veranschaulichen Modelle und Zeichnungen, Architekturpläne und Fotografien das Wirken und Schaffen Fujimoris. Insgesamt 140 Arbeiten wurden in der Villa Stuck ausgestellt. Selbst entworfene Möbel aus Holz und Rattan ergänzen zudem die Schau und demonstrieren Fujimoris ganzheitliche Herangehensweise an menschlichen (Lebens-)Raum.

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Höhepunkt der Ausstellung ist ein eigens für den Garten der Villa Stuck entwickeltes, mobiles Teehaus, aufgrund des anhaltenden Kaffe-to-go-Trends, Walking Cafe genannt. Eine bei uns weniger bekannte Leidenschaft der Japaner, nimmt der Bau von Teehäusern in Fujimoris Schaffen eine besondere Stellung ein. Auf eindrückliche Weise verbinden sich hier seine Auseinandersetzung mit authentischen, ursprünglichen Ausdrucksformen, japanischer Kultur und eigenen ungewöhnlichen, höchst persönlichen architektonischen Lösungen, gemäß  Fujimoris Philosophie einer „intimen Bauweise“ und unter der Prämisse des höchstmöglichen Einklangs zwischen Mensch und Natur. Auf eindrückliche Weise setzt sich Fujimori in seinen Bauten mit authentischen, ursprünglichen Ausdrucksformen auseinander, mit der japanischen Kultur selbst und eigenen ungewöhnlichen, höchst persönlichen architektonischen Lösungen, die eine Art inneres, überzeitliches Formverständnis erfahrbar werden lassen.

München Villa Stuck: Ausstellung nachhaltige Architektur von Fujimori

Einem Baumhaus gleich wurde dieses Teehaus inmitten von Kirschbäumen errichtet. © Akihisa Masuda, Städtisches Kunstmuseum Chino

München Villa Stuck: Ausstellung nachhaltige Architektur von Fujimori

Auf langen Stelzen... © Akihisa Masuda, Städtisches Kunstmuseum Chino

München Villa Stuck: Ausstellung nachhaltige Architektur von Fujimori

... oder am Hang und hinter dem Wohnhaus sind in Japan Teehäuser zu finden. Die Fujimori-Entwürfe sind hierbei etwas ganz Besonderes. © Akihisa Masuda, Städtisches Kunstmuseum Chino

Das mobile Teehaus auf Rollen

Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist das Original eines solchen Teehauses auf dem Gelände der Villa Stuck. Komplett aus Holz und wie auf Stelzen gebaut tront das einmalige Gebäude hoch über dem Besucher. Manche Teehäuser Fujimoris erreichen teils schwindelerregende Höhen.

München Villa Stuck: Ausstellung nachhaltige Architektur von Fujimori

Einer der Höhepunkte der Münchner Werksaustellung: Das mobile Teehaus auf Rollen. © Bernd Schuller/Villa Stuck

München Villa Stuck: Ausstellung nachhaltige Architektur von Fujimori

Einladend auch in der Dunkelheit, dank seiner Fertigung aus Holz. © Bernd Schuller/Villa Stuck

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Architektur der Zukunft

Eine zentrale Rolle in der Ausstellung nimmt das Projekt »Tokio Plan 2107« aus dem Jahr 2007 ein, das Fujimori als kritischen Visionär vorstellt. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in Japan, entwickelte Fujimori Zukunftsmodelle, die weit über ein rein architektonische Denken hinausgeht. So regt der Architekt einen gesellschaftlichen Diskurs an, der − mit den Mitteln von Architektur und Kultur − den höchstmöglichen Einklang zwischen Mensch und Natur anstrebt.

Land Art: Kunst von Cornelia Konrads

Auch dem Leben in der Zukunft nach den Vorstellungen von Fujimori gilt ein essentieller Teil der Ausstellung. Hier: Die Gemüsestadt München. © Heinz Gebhardt/Akihisa Masuda, Courtesy des Künstlers, mit Unterstützung der Obayashi Corporation

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Text: Jürgen Rösemeier