Ostereier natürlich färben mit Gewürzen, Kräutern und Gemüse
Grüne Ostern

Ostereier natürlich färben mit Zwiebelschalen und Co.

Wer künstliche Farben nicht mag, weil sie oft bis ins Eiweiß hinein färben oder wer empfindlich darauf  reagiert, für den eignen sich mit Naturfarben gefärbte Ostereier. Wie natürlich färben geht, erfahren Sie hier.

Die Farbpalette für künstliche Ostereierfarben ist enorm, aber mal ehrlich, wer will schon Chemikalien an sein Essen lassen, wenn man nicht genau weiß, ob sie schädlich sind oder nicht? Einfacher ist es die Ostereier auf natürliche Weise mit Pflanzen, Gemüse, Kräuter und Tees zu färben. Diese Färbungen sind zwar häufig nicht so intensiv, dafür aber definitiv frei von eventuellen Nebenwirkungen.

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Ostereier natürlich färben mit Gewürzen, Kräutern und Gemüse

Mit Blättern oder anderen Dingen kann man lustige Verzierungen auf die Ostereier zaubern © Julialine/ iStock/ Thinkstock

Viele Pflanzen aus dem Garten haben natürliche Farbstoffe, die die Kalkschicht des Eies spielend leicht färben. Wer keinen eigenen Garten zu Hand hat, kauft in der Apotheke natürliche Farbstoffe. Davon reichen circa 30g auf einen Liter Färbesud. Wenn mit frischen Zutaten gearbeitet wird, braucht man deutlich mehr. Aus rund ein bis zwei Tassen lässt sich ein ordentlicher, farbintensiver Sud herstellen. Jedoch muss auch hier je nach Substanz etwas experimentiert werden.

Tipp: Pflanzensud und Gewürze verleihen den Eierschalen zarte Pastelltöne. Für alle Techniken gilt: Je länger die Eier im Färbebad liegen, desto besser! Und wer es besonders kunstvoll mag, kann vor dem Färben die Eier mit Blättern oder Punkten bekleben oder mit Gummibändern umspannen. Diese Stellen bleiben nach dem Färben weiß und ergeben somit lustige Verzierungen.

Ostereier Färben mit Gemüse, Gewürzen und Kräutern

So färben Holunder- und Heidelbeeren die Eierschale blau, Rotkohl verleiht blaugrau, Rote Bete einen Rot-Orange-Ton, Spinat und Brennnessel werden grünlich und Ringelblumenblüten und Kurkuma gelb.

Ostereier natürlich färben mit Gewürzen, Kräutern und Gemüse

Mit Zwiebelschalen, Rote Bete und Spinat lassen sich wunderschöne Ostereier natürlich zaubern © zhuzhu/ iStock/ Thinkstock 

Altbewährt und klassisch ist das Färben mit Zwiebelschalen. Dazu schichtet man die Schalen von mehreren Zwiebeln in einen Topf, befüllt das ganze zur Hälfte mit Wasser und lässt das Gemisch anschließend eine Stunde langsam köcheln, bis ein Sud entstanden ist. Lässt man nun die hartgekochten Eier darin ziehen, verwandeln sie sich in hell- bis dunkelbraune Ostereier. Verwendet man hingegen die Schalen von roten Zwiebeln, dann bekommen auch die Ostereier eine eher rotbraune, kräftige Färbung.

Auch von allen anderen Substanzen lässt sich einfach ein Sud kochen, der dann seine Farbe an die Eier abgibt. Dazu sollten die Eier mindestens 2 cm unter Wasser liegen und auch mindestens eine Viertelstunde ziehen lassen. Da die meisten natürlichen Färbemittel meist nur eine pastellige Tönung der Eier hervorrufen, sollte man für eine intensive Färbung die Eier über Nacht im Färbebad ziehen lassen. Eier, die gerade hartgekocht wurden und noch warm sind, nehmen die Farbe meist am besten an.

Die schönsten Naturfarben

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Ringelblumen = hellgelb
30g Ringelblumen und einem Liter Wasser zehn Minuten köcheln lassen.

Kurkuma = goldgelb
10g fein gemahlenes Pulver und einen halben Liter Wasser zehn Minuten kochen lassen.

Rote Beete = rot
Ob Schale oder Rübe selber ist bei der Roten Beete fast egal. Beides liefert ausreichend Farbstoffe für einen Färbesud. Rund drei bis vier Rüben geschält in einem Liter mindestens 30 bis 45 Minuten zugedeckt köcheln.

Rotkohl = rotviolett
300g geschnittener Rotkohl mit Wasser bedecken und rund 30 Minuten köcheln lassen.

Holunder- und Heidelbeeren = violett
Egal welche Beeren Sie verwenden, Sie sollten je 20g getrocknete Früchte in einem Liter Wasser zehn Minuten kochen.

Zwiebelschalen = rotbraun
Mindestens eine Hand voll Zwiebelschalen in einem halben Liter Wasser 20 Minuten kochen lassen.

Spinat = grün
300 Gramm Spinat mit Wasser bedecken und 30 bis 45 Minuten kochen lassen.

Quelle: farbenundleben.de / Text: Christina Jung