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Genütlich ruht diese kleine Katze auf ihrem Kratzbaum © evangelischer Pressedienst
Café Schnurrke

Café Schnurrke: Kuchen, Kaffee, Katze

Eine WG mit einem freundlich miauenden Mitbewohner ist euer sehnlichster Wunsch, aber der strenge Vermieter macht euch einen ordentlichen Strich durch die Rechnung? Wir empfehlen einen Besuch im Kölner Katzencafé Schnurrke. Was es damit auf sich hat erzählt Betreiberin Sabrina Szabo im Gespräch.

Genütlich ruht diese kleine Katze auf ihrem Kratzbaum © evangelischer Pressedienst

Hallo Sabrina. Stell dich bitte kurz vor.

Gern. Ich heiße Sabrina Szabo, bin 35 Jahre alt und betreibe seit Januar 2014 mit dem Schnurrke das erste Katzencafé Kölns. Vorher habe ich als Diplom-Übersetzerin für Chinesisch und Englisch bei einem Versicherungsunternehmen gearbeitet was mich mit der Zeit aber immer unzufriedener machte. Als ich dann eher durch Zufall von der Existenz von Katzencafés erfuhr, war für mich klar was ich in Zukunft machen wollte. Der Anfang war natürlich schwer. Ich hatte zwar bereits Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt, aber noch nie ein Café geführt geschweige denn selber eröffnet. So war es natürlich eine große Herausforderung, bei der ich aber sehr viel gelernt habe.

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Wer kommt den da auf uns zugetigert? ©Agentur Online Dialog

Wer kommt den da auf uns zugetigert? ©Agentur Online Dialog

Wie bist du denn zu dem Thema Katzencafé gekommen?

Das war wie gesagt eher Zufall Meine Nachbarn kamen von einem Japantrip zurück und erzählten von diesen Cafés in denen Katzen Menschen und Menschen Katzen treffen. Ich fand die Idee sofort genial. Denn Katzen sind im Grunde die perfekten Café-Tiere. Sie sind wunderschön, bewegen sich elegant und strahlen eine unglaubliche Ruhe aus. Und die meisten Leute gehen ja in ein Café, um sich eine Atempause zu gönnen, sich entspannt bei einem Kaffee zu unterhalten oder in Ruhe die Zeitung zu lesen. Katzen suchen den Kontakt zu Menschen. Sie haben sich, im Gegensatz zu anderen Haustieren, schließlich selber dazu entschieden sich dem Menschen anzuschließen. Denn der Mensch bieten ihnen Futter, ein gemütliches zu Hause und einen warmen Schoß und Katzen sind nun mal die geborenen Opportunisten.
So eine Katze gibt eine prima Begleitung ab © evangelischer Pressedienst

So eine Katze gibt eine prima Begleitung ab © evangelischer Pressedienst

War es schwer das passende Ladenlokal zu finden?

Das Ladenlokal habe ich über einen Makler gefunden. Vorher war dort wohl ein brasilianisches Café drin, und davor eine Kneipe. Der Umbau hat ungefähr drei Monate gedauert. Dabei mussten die Vorgaben des Veterinäramts beachtet werden. Küche und Theke sind aus hygienischen Gründen für die Katzen nicht zugänglich. Außerdem gibt es einen separaten Katzenraum, so dass die Tiere sich jederzeit zurückziehen können. Insgesamt ist die Einrichtung sehr katzengerecht. Es wurde darauf geachtet, dass es auch im Gastraum Rückzugsorte gibt, z.B. durch Laufstege an der Wand. Auch die Fensterbank ist für die Katzen reserviert.

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Du bietest im Schnurrke ausschließlich vegetarische Speisen an. War das von Anfang an Teil des Konzepts?

Ja. Ich bin selbst Vegetarierin und kann mir nicht vorstellen Fleisch zu verarbeiten oder zu verkaufen. Tierschutz ist ein wichtiges Thema im Schnurrke. Unsere Katzen kommen zum Beispiel direkt aus einem spanischen Tierheim. Ich denke, dass das vegetarische Konzept sehr gut zu einem Katzencafé passt. Es kommt zwar ab und an vor, dass jemand nach einem Salamibrot fragt oder statt Räuchertofu Räucherlachs bestellen möchte aber wenn es das dann nicht gibt, ist auch niemand sauer.
Geschmust werden darf auch © Agentur Online Dialog

Geschmust werden darf auch © Agentur Online Dialog

Wie viele Katzen leben denn aktuell im Café. Gibt es besonderen Regeln, die man bei einem Besuch beachten sollte?

Wir haben mit Tiga, Betty, Emma und Gino vier Bewohner – alle natürlich mit unterschiedlichen Charakteren, Wenn man uns besuchen kommt, muss man als erstes durch die Eingangsschleuse. Die ist wichtig, damit die Katzen nicht auf die Straße laufen. Darüber hinaus sollte man sich natürlich an die fünf Hausregeln halten, sprich 1. die Katzen nicht hochheben, auf den Arm nehmen, herumtragen oder eigenständig auf den Schoß setzen, 2. die Katzen nicht bedrängen oder jagen, 3. schlafende Katzen nicht stören, 4. die Katzen nicht füttern und 5. nicht mit einem Blitzlicht fotografieren damit sich unsere Bewohner nicht erschrecken.
Vielen Dank für deine Zeit und weiterhin viel Glück mit dem Schnurrke!

Hier das Video zu dem kuscheligen Katzencafé:

Interview: Andreas Grüter  Bilder: evangelischer Pressedienst / Agentur Online Dialog