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Authentische Produkte aus „inser Hoamat“
Regional einkaufen

Authentische Produkte aus unserer Heimat

Qualität statt Billigware — Schon seit ein paar Jahren geht in vielen Bereichen der Trend hin zu regionalen und authentischen Produkten, die aus heimischen Betrieben stammen. Wir stellen Ihnen fünf Betriebe vor, die ihre Heimat Garmisch-Partenkirchen mit echtem Handwerk bereichern.

Garmisch-Partenkirchen zählt nicht ohne Grund zu den beliebtesten Urlaubs­zielen in Deutschland. Mit ihrem ganzjährigen Angebot an Outdoor- und Freizeitaktivitäten, ihren Gesundheits- und Wellnessmöglichkeiten, ur­sprüng­li­chen Landschaften und klarer Luft lockt die Region am Fuße der Zugspitze Jahr für Jahr Tausende Sportler und Freizeiturlauber an. Doch auch in puncto Regionalität und authentisches Handwerk ist Garmisch-Partenkirchen ganz vorne mit dabei. Wir stellen Ihnen fünf Betriebe aus der Region vor, die ihre Heimat noch mit echtem Handwerk und authentischen Produkten prägen.

Ein sinnlicher Besuch bei den Seifensiedern

Ein sinnlicher Besuch bei den Seifensiedern

Was haben Seife und Käse gemeinsam? Beide müssen mehrere Monate lang reifen. In Daniela Palmbergers und Reinhold Schuhmanns Seifenmanufaktur fühlt man sich ein bisschen wie in einer Backstube mit großem Rührgerät, vielen Förmchen und Waagen, die die Zutaten für die handgesiedeten Naturseifen auf das Milligramm genau abwiegen.

Freundlich empfangen einen die pragmatische IT-Managerin und der gelernte Kaufmann in ihrem kleinen Partenkirchner Geschäft. Als der Hersteller ihrer geliebten kretischen Olivenölseife auf Chemie umgestellt hat, fingen die beiden an, aus natürlichen Pflanzenölen und regionalen Zutaten wie Bio-Ziegenmilch, Ringelblüten, Honig oder alkoholfreiem Hefeweißbier ihre eigenen Seifen zu sieden. Daniela weiß genau, welche Zutat woher kommt und wofür sie gut ist. Hier findet man zudem spezielle Seifen für Allergiker, individuelle Hochzeitsseifen und kleine Stücke für Kinderhände. Dass Daniela und Reinhold die Umwelt am Herzen liegt, merkt man auch daran, dass sie Müll so gut es geht vermeiden und ihre Produkte unverpackt verkaufen.

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Buchbinderei Matheisl — gebundene Tradition

Buchbinderei Matheisl — gebundene Tradition

Welcher Gipfelstürmer ist nicht stolz, wenn er sich nach einem anstrengenden Aufstieg in einem Gipfelbuch verewigen kann? (Gipfel-)­Bücher sind Kulturgut, vor allem wenn sie aus einer heimischen Buchbinderei wie der der Familie Matheisl stammen. In dem seit vier Generationen bestehenden Geschäft kommt man sich vor wie in einer anderen Welt. Inhaber Bernhard Matheisl hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Professor Flitwick aus den Harry Potter-Büchern und von seiner Zauberkunst ist man spätestens dann überzeugt, wenn man sich die vielen Produkte anschaut, die die Familie mit Hilfe eines großen Planschneiders, einer überdimensionalen Pappschere und einer Prägepresse herstellt: Hier werden nicht nur gebundene Bücher, sondern auch handgemachte Schachteln, Kochbücher mit traditionellen Rezepten, Broschüren, individuelle Präsentationsmappen, Fotoalben und nachfüllbare Notizblöcke verkauft — alles individuell und passgenau angefertigt und gerne fernab von DIN-Normen. Bei jedem einzelnen Kunstwerk spürt man viel Liebe zum Detail.

Aberl Metallgestaltung — zu Besuch beim „Mann mit der Axt“

Aberl Metallgestaltung — zu Besuch beim „Mann mit der Axt

Zu Florian Aberl finden Sie am besten, wenn Sie nach dem „Mann mit der Axt“ fragen. Dann wird man Ihnen den Weg an Neubauten vorbei zu einer historischen Schmiede von 1813 zeigen, wo Sie ein echter Handwerker mit dreckigen Händen und Schiebermütze auf dem Kopf freundlich willkommen heißen wird. Hinter einer 200 Jahre alten Tannentür schürt Florian das Feuer, steht am Amboss und verformt das Metall. Herzstück der Schmiede ist der große Ofen und über der Werkbank hängen noch die Hämmer und Zangen des Ur-Ur-Großvaters.

Florian erzählt, dass er zunächst im Konditorhandwerk gearbeitet habe, doch das sei ihm „zu weich“ gewesen. Heute ist er leidenschaftlicher Schmied, dessen Produkte drei Dinge gemeinsam haben: Sie sind äußerst langlebig, praktisch und alles Unikate. Sein Fokus liegt auf Gebrauchsgegenständen und Werkzeugen, wie z.B. Holzfällerpfannen, grazilen Messern und der Schleglaxt — ein nützliches 2 in 1-Werkzeug, das er inspiriert von Waldarbeitern aus der Region entwickelt hat und dem er seinen Spitznamen verdankt. Doch auch die Besitzer einer alten Postkutsche und das Dommuseum aus Speyer gehörten schon zu seinen Auftraggebern.

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Susis Schmuckwerkstatt — beeindruckende Unikate für jeden Geschmack und Anlass

Susis Schmuckwerkstatt — beeindruckende Unikate für jeden Geschmack und Anlass

In dem idyllisch gelegenen Gartenhaus herrscht geordnete Unruhe. Goldschmiedin Susi Dahl­meier fordert jeden Kunden ausdrücklich dazu auf, ihre Schmuckstücke aus natürlichen Materialien wie Steinen, Silber, Leder und Wurzelholz sowie die Rohmaterialien anzu­fassen und genau zu begutachten. Man merkt sofort, dass Susi sich auf jeden Menschen, der bei ihr zur Tür hereinkommt, einlässt, um zusammen mit ihm das passende Schmuckstück herzustellen. Susi ist nicht nur kreative Goldschmiedin, sondern auch ausgebildete Stein­the­ra­peutin, die die Wirkung ihrer Steine genau kennt. Dabei hat man jedoch keinesfalls den Eindruck, bei einer Esoterikerin gelandet zu sein, denn Susi steht mit beiden Füßen auf dem Boden.

Susi sprudelt selbst vor Ideen, doch ihre wahre Inspiration sind ihre Kunden. Bei ihr werden auch alte Familienschätze neuinterpretiert. Da jeder Mensch anders ist, ist auch jedes ihrer Schmuckstücke, egal ob Taufanhänger, Ohrringen oder Halskette, ein Unikat. Sie selbst bezeichnet sich übrigens als Puristin: Im Werkstattbereich herrscht das Minimalismus-Prinzip. Ein schlichter Arbeitstisch und eine antike Pressmaschine reichen ihr völlig aus.

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In der „Glücksmeise“ erwachen Alpentiermotive zum Leben

In der „Glücksmeise“ erwachen Alpentiermotive zum Leben

Alpenkitsch, modische Kinkerlitzchen und Tier­mo­tive à la Disney sucht man bei der „Glücksmeise“ vergeblich. Ladeninhaberin Elisabeth Peter hat einer beruflichen Ver­nunfts­entscheidung den Laufpass gegeben und lebt jetzt mit ihrem eigenen Label ihre Liebe zum kreativen Schaffen aus. Egal ob Murmeltier, Gämse oder Kuh — Die talentierte junge Frau und Mutter einer Tochter schafft es, authentische Bilder ihrer bayerischen Heimat aufs Papier zu bringen und dabei einzigartige Motive zu schaffen. Elisabeth erzählt, ihr Anspruch sei es, ihre Alpenheimat pur zu erfassen und ihre wesentlichen Charakterzüge darzustellen.

Kinderbekleidung, Tragetaschen, liebevoll illustrierte Postkarten und vieles mehr — Elisabeth entwirft, zeichnet und näht alle Produkte selbst. Dabei gibt es für sie keine Alternative zu Biomaterialien. Ihr geht es um Nachhaltigkeit und darum, ihre Heimat nicht nur zu zeigen, sondern auch zu schützen.

Die fünf Betriebe sind in diesem Jahr mit dem Qualitätssiegel „Inser Hoamat“ ausgezeichnet worden, das für authentische und ursprüngliche Produkte aus Garmisch-Partenkirchen steht. Alle Betriebe der 2016 eingeführten Lokalmarke finden Sie unter: www.inser-hoamat.de.

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Quelle & Bilder: Garmisch-Partenkirchen Tourismus, Wilde & Partner Public Relations; Autor: kle