Dreieck der Nachhaltigkeit

Das Dreieck der Nachhaltigkeit veranschaulicht ein (Überlebens-)Prinzip: Damit unser Lebensraum erhalten bleibt, brauchen wir ein ökologisches Gleichgewicht. Die Erfahrung zeigt, dass sich dies nur erreichen lässt, wenn ökonomische und soziale Gesichtspunkte gleichermaßen berücksichtigt werden.

Prinzip des Überlebens: Das Dreieck der Nachhaltigkeit

Spätestens seit dem Beginn der Industrialisierung in den westlichen Ländern hat auf der ganzen Welt ein gnadenloser Raubbau begonnen. Natürliche Ressourcen wurden rücksichtslos ausgebeutet, daraus resultierten Störungen fast aller Ökosysteme mit dramatischen Langzeitfolgen. Das Dreieck der Nachhaltigkeit ist ein Konzept, mit dem diese Entwicklung gestoppt werden kann – wenn es konsequent und weltweit umgesetzt wird. Nicht nur Umwelt und natürliche Rohstoffe müssen geschützt und bewahrt werden, auch ökonomische und soziale Gesichtspunkte müssen berücksichtigt werden. Das Drei-Säulen-Konzept fordert ein Umdenken und lässt sich teilweise schwer mit den kapitalistischen Systemen dieser Welt in Einklang bringen. Denn sozialere und wirtschaftlich gerechte Entscheidungen schmälern möglicherweise den Gewinn –zu Gunsten einer lebenswerteren und gesünderen Welt.

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Dreieck der Nachhaltigkeit praktisch umgesetzt

Die Ziele, die das Dreieck der Nachhaltigkeit setzt, sind nicht leicht zu erreichen. Dennoch gibt es praktische Umsetzungen, die mit gutem Beispiel vorangehen. In der Nähe von Kopenhagen hat ein Kindergarten eröffnet, dessen Umsetzung ein Paradebeispiel für die Umsetzung des Nachhaltigkeitsdreiecks ist: Als Plusenergiegebäude mit ökologischen Baustoffen errichtet (Ökologie), schafft der Kindergarten „Solhuset“ – Sonnenhaus Lebens- und Arbeitsraum für 100 Kinder und 30 Erwachsene (Soziales). Noch dazu wurde das Konzept zum Preis eines «normalen» Kindergartens umgesetzt (Ökonomie). Dieses Projekt macht Mut. Das Dreieck der Nachhaltigkeit kann in kleinen Projekten umgesetzt werden. Ebenso ist es denkbar, das Prinzip zum Grundprinzip für größere, ja sogar für globale, Projekte zu erklären.

Text: Alexandra Wagner