Das lecker, leichte Frühlingsgemüse: Macht Spargel schön?

Es gibt ihn nur kurz und macht ihn nicht nur dadurch zu einer Besonderheit der Deutschen Küche. Die Rede ist von Spargel. Das leckerste Gemüse des Frühlings ist so reich an vitalisierenden Inhaltsstoffen, dass es auf keinem Speiseplan fehlen sollte. Doch, wie bei so Vielem, gilt: Frische ist Trumpf. Wissenswertes und Überraschendes zu dem «weißen Gold».

Fit, gesund und schön mit Spargel. Denn Spargel macht durch seine vielen wichtigen Inhaltsstoffe fit. Durch den hohen Anteil an Kalium, Kalzium und Vitamin B wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt, viel Eisen wirkt sich positiv auf die Blutbildung aus und das den Geruch «danach» auslösende Asparagin, Vitamin C und A sind gut für das Immunsystem. Mehr noch. Immunologisch wichtige Vitalstoffe wie Flavone, Glukoside und Saponine schützen zusätzlich den Körper und sollen vor Krebs schützen. Zudem besteht das Gemüse zu 95 Prozent aus Wasser und eine Portion von 500 Gramm hat lediglich 85 Kalorien. Leichter und gesunder Genuss pur als.

Macht Spargel schön?

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Die Antwort ist «ja!». Denn seine blutreinigende Wirkung wirkt sich positiv gegen Hautunreinheiten aus und lindert chronische Ekzeme. Zudem fördert das Asparagin die Produktion des Glückshormons Serotonin und die enthaltenen B-Vitamine straffen die Haut. Da Spargel aber auch den Harnsäurespiegel steigert, sollte mindestens ein Liter Wasser mehr am Tag bei Spargelgenuss getrunken werden.

Spargel aus deutschen Landen: Nicht nur der Frische wegen

Gerade beim Spargel ist Frische Trumpf. Reibt man zwei Stangen aneinander und er quietscht und sind die Schnittstellen noch nicht gänzlich trocken, dann kann man sicher sein, dass Spargel ganz frisch ist. Wer auf Nummer sicher gehen will kauft Spargel auf dem Markt oder direkt beim Erzeuger. Denn dort ist er in der Regel am selben Tag gestochen worden. Dann nur hat er die volle Vitamin- und Gesundheits-Power.

Doch leider kommt ein Drittel des Spargels aus dem Ausland. Griechenland und Peru sind die Hauptexporteure für den deutschen Supermarktspargel. Die weite Reise ist nicht nur klimaschädlich, er muss in den warmen Ländern mit hohem Wasseraufwand kultiviert werden und die Qualität lässt zudem zu wünschen übrig.

Tipps und Informationen rund um den Spargel

So wird er richtig gekocht: Spargel kocht man traditionell in Wasser in etwa 15 Minuten gar. Ein Spritzer Zitrone zum Salzwasser geben, etwas Butter und Zucker erhöhen das Aroma.

Schonender gegart wird Spargel in der Pfanne – erhält noch mehr Aromastoffe – oder in einer feuerfesten Form mit Deckel für 90 Minuten bei 80 Grad im Backofen.

Statt mit der Kalorienbombe «Sauce Hollandaise» schmeckt Spargel toll mit  Bärlauchschmand, abgeschmeckt mit Salz, Zitronensaft und etwas Cayenne-Pfeffer oder mit Bärlauchbutter. Mehr über den gesunden Bärlauch finden Sie hier.

Durch den Anbau in Peru sinkt der dortige Grundwasserspiegel deutlich, wird das Lebenselixier Wasser knapp.

Spargel kann bis zum Ende der Stechzeit, den 24. Juni (Johannistag) täglich auf einem gesunden Speiseplan stehen.

Spargel ist gut einzufrieren und so sechs bis 8 Monate haltbar. Einfach schälen, portionsweise in die Truhe und gefroren in kochendes Wasser geben.

Spargel sollte erst gekauft werden, wenn die Temperaturen ansteigen. Bei kalter Witterung wird er unter beheizten Matten mit hohem Energieaufwand gezogen.

Gewusst?

Spargel wurde erstmalig bereits von 5.000 Jahren erwähnt. Damals war er eine reine Arzneipflanze, die beste Medizin für einen angegriffenen Magen. Im Mittelalter wurde Spargelpulver als Potenzmittel genossen.

 

Quelle: www.aid.de

Text: Jürgen Rösemeier