Oliven schmecken nicht allen, obwohl sie so nährreich und gesund sind ©Hemera
Pflanzenkraft für die Sinne

Olivenöl: das flüssige Gold des Südens

In der heimischen Küche ist das Olivenöl nicht mehr wegzudenken. Die mediterrane Frucht des Olivenbaums  - die Olive - kann aber noch viel mehr als der deutschen Küche einen exotischen Touch zu verleihen. Aufgrund ihrer optimalen Zusammensetzung leistet das Olivenöl für die Gesundheit und die Hautpflege unschätzbare Dienste.

Der berühmte griechische Dichter Homer nannte das Olivenöl „flüssiges Gold“, und tatsächlich ist der Olivenbaum eine der ältesten Nutzpflanzen unserer Zivilisation: Die ersten überlieferten Zeugnisse des Anbaus stammen von der Insel Kreta um etwa 3.500 v. Chr. Doch nicht nur die Länder rund um das Mittelmeer schätzen das Potenzial der Olive. Der hohe gesundheitliche Wert von Olivenöl und die große Palette seiner Anwendungsmöglichkeiten, ob als heilkräftige Medizin oder wirkungsvolle Körperpflege, sind einzigartig.

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Nicht nur zum Essen geeignet. Besonders gut macht es sich auf der Kopfhaut ©Zoonar

Nicht nur zum Essen geeignet. Besonders gut macht es sich auf der Kopfhaut ©Zoonar

Gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe

Was es zu einem solch potenten Lebenselixier macht, ist seine Zusammensetzung. Im Mittelpunkt stehen dabei die einfach ungesättigten Fettsäuren. Sie beugen zahlreichen Erkrankungen vor und korrigieren schlechte Blutfettwerte, indem sie das schädliche LDL-Cholesterin senken und das wertvolle HDL-Cholesterin erhöhen. Olivenöl besitzt außerdem einen hohen Anteil am fettlöslichen Vitamin E, das an Vielseitigkeit kaum zu überbieten ist: Es stabilisiert die Zellmembran und wirkt auf diese Weise ihrer frühzeitigen Alterung entgegen. Weiterhin ist Vitamin E ein ausgezeichnetes Antioxidans, das die Zellen vor dem Angriff freier Radikaler und die roten Blutkörperchen vor der Zerstörung durch oxidierende Stoffe schützt.

Im Olivenöl sind auch die beiden ebenfalls fettlöslichen Vitamine A und D enthalten. Ersteres ist ein hochwirksames Antikrebsmittel, das u. a. die Abwehrkräfte stärkt. Ferner dient Vitamin A dem Aufbau der Haut, der Schleimhaut und des Knorpelgewebes, es sorgt für schöne Haut, gesundes Haar und kräftige Nägel. Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium und Phosphor und ist für den Aufbau von Knochen und Knorpeln unerlässlich. Was Olivenöl so gesund für die Blutgefäße und damit für unser Herz macht, sind vor allem die Phenole. Die Pflanzenstoffe sorgen nämlich dafür, dass unsere Blutgefäße dehnbar bleiben und sich damit gut an Veränderungen des Blutflusses anpassen können. Der Gehalt an Phenolen ist damit ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die Güte eines Olivenöls.

Gut für Haut und Haare

Olivenöl ist ein wahres Elixier für Haut und Haare. Denn es enthält ungesättigte Fettsäuren, die unserem Hautfett ähnlich sind. Dadurch kann das Olivenöl von der Haut gut aufgenommen werden und sich mit dem körpereigenen Hautschutzmantel verbinden. So kann es auch in tiefere Hautschichten vordringen und Feuchtigkeit binden. Darüber hinaus wirkt es rückfettend und beruhigt strapazierte Haut. Weiterhin ist Olivenöl reich an Stoffen, die Haut und Haare gesund erhalten helfen, wie unter anderem das so genannte Schönheitsvitamin E. Nicht von ungefähr pflegt und regeneriert Olivenöl so effizient wie kaum ein anderes Öl. Daneben dient es in der Kosmetikindustrie als Trägersubstanz zur Herstellung von Cremes, da es diesen mehr Geschmeidigkeit verleiht. Auf Grund seiner desinfizierenden und wundheilenden Wirkung kann Olivenöl außerdem hervorragend für die Pflege entzündeter und wunder Hautpartien angewendet werden.

Mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen pflegt und vitalisiert Olivenöl die Haare, regeneriert ihre Struktur und schützt sie vor schädlichen Umwelteinflüssen sowie vor den Auswirkungen von Dauerwelle, zu heißem Fönen oder regelmäßigem Färben. Durch die regelmäßige Pflege mit Olivenöl wird das Haar geschmeidiger und bekommt wieder mehr Glanz und Widerstandskraft.

Quelle: Birgit Frohm: Die Heilkraft der Olive)
Text: Oliver Bartsch