Sie sind im menschlichen Körper für zahlreiche unterschiedliche Stoffwechselvorgänge verantwortlich: die Hormone
Kleines Hormon-Lexikon

Kleines Hormon-Lexikon

Sie sind im menschlichen Körper für zahlreiche unterschiedliche Stoffwechselvorgänge verantwortlich: die Hormone. Ob gute oder schlechte Laune, müde oder ausgeschlafen, motiviert oder antriebslos – hinter vielen Gemütszuständen stecken Hormone. Sie wirken unbemerkt, können aber von uns aktiviert und gesteuert werden.

Die wichtigsten Hormone und wie sie den Menschen beeinflussen

Das Glückshormon Serotonin sorgt im menschlichen Körper für gute Laune, beeinflusst aber auch Leistungsfähigkeit und Kreativität. Außerdem ist es an der Stressverarbeitung mitbeteiligt.

Endorphine werden vor allem bei körperlicher Bewegung ausgeschüttet. Eine halbe Stunde Sport täglich reicht aus, um die Endorphin-Produktion in Gang zu bringen. Auch Endorphine sorgen für Glücksgefühle und versetzen den Körper und Geist in eine euphorische Stimmung. Sie können jedoch auch dafür sorgen, dass Schmerzen blockiert, unterdrückt oder gedämpft werden.

Das Hormon Cortisol hingegen wird vor allem bei Stress ausgeschüttet. Es aktiviert im Körper abbauende Stoffwechselvorgänge und hat eine dämpfende Wirkung auf das Immunsystem. Cortisolwerte sind z.B. auch bei Unterzucker und in der Schwangerschaft erhöht.

Insulin ist ein wichtiges Hormon zur Regulierung des Blutzuckerspiegels. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird Insulin ins Blut ausgeschüttet.

Auch das Hormon Leptin kann den Blutzuckerspiegel senken und spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Fett- und Zuckerstoffwechsel.

Mit dem Begriff „Androgene“ bezeichnet man eine Gruppe von Steroidhormonen, die als männliche Sexualhormone gelten. Testosteron ist das bekannteste männliche Geschlechtshormon. Es wirkt praktisch in allen Organen des männlichen Körpers, spielt aber auch bei Frauen eine wichtige Rolle. Testosteron steuert die Sexualität ebenso wie die Fruchtbarkeit, ist für die Bildung der Muskulatur sowie beim Knochenstoffwechsel ausschlaggebend und bestimmt die Ausbildung der männlichen Geschlechtsorgane.

Das Hormon Melatonin steuert den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers. Licht hemmt die Bildung von Melatonin, bei Dunkelheit steigt die Produktion wieder an. Daher wird es auch als Schlafhormon bezeichnet. Es steuert verantwortlich für unsere Tiefschlafphasen und ist demnach verantwortlich dafür, ob wir gut und erholsam schlafen.

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So können wir unsere Hormone beeinflussen

Obwohl die hormonellen Vorgänge im menschlichen Körper weitestgehend unbemerkt stattfinden, gibt es Möglichkeiten, sie zu steuern und zu beeinflussen:

Guter Schlaf ist wichtig

Geht man regelmäßig vor Mitternacht schlafen, ist die Wahrscheinlichkeit an Melatoninmangel zu erkranken relativ gering. Denn in der Zeit vor Mitternacht wird die größte Menge des Schlafhormons produziert. 7-8 Stunden Schlaf braucht der Körper, um die Hormone in Balance zu halten, denn auch sie arbeiten nach einem bestimmten Plan.

Massagen fördern die Hormonausschüttung

Massagen beschleunigen die körperliche Regeneration, lockern Muskelgewebe und können gesundheitsfördernde Hormone unterstützen. Sie fördern die Durchblutung des Körpers, wovon auch unsere Hormone profitieren, denn das Blut ist u.a.Transportmittel für Sauerstoff, Antikörper und eben auch Hormone.
Aber auch eine gezielte Reflexzonen-Massage kann die Bildung zahlreicher Hormone anregen. Stellen, die sich hierfür besonders eignen, sind: Der mittlere Ohrknorpel, die Mitte des Mundes oberhalb der Lippe, die Ferse sowie die äußeren Unterschenkel und die Handwurzeln in Kombination mit den Daumen.

Essen für einen gesunden Hormonhaushalt

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung spielt auch für den Hormonhaushalt eine wichtige Rolle. Denn besonders die Mikronährstoffe in den Nahrungsmitteln tragen zur Hormonregulierung bei. So kann man das Hormonsystem auf natürlicher Basis sanft ausbalancieren.

Avocados sind nicht nur reich an den Vitaminen C, E und K, sie enthalten auch viel Folsäure und ungesättigte Fettsäuren. Diese enthalten entzündungshemmende Antioxidatien, die bei Frauen auch die Fruchtbarkeit stimulieren können. Aber auch Brokkoli oder Grünkohl sorgen dafür, dass die Hormonbildung – genauer gesagt die Östrogen-Produktion – angeregt wird. Die Brennnessel reguliert das hormonelle Gleichgewicht des Mannes, indem sie Testosteron in Östrogen umwandelt.
Gesunde Fette lassen zudem die Hormone richtig arbeiten und treiben zusätzlich noch den Stoffwechsel an. Außerdem sättigen sie länger und geben den Gerichten ihren Geschmack. Lachs, Avocados oder Oliven sind perfekte Lieferanten dieser Fette.

Nun ist es natürlich nicht immer einfach, alle erforderlichen Nährstoffe in einer Mahlzeit zu sich zu nehmen, weswegen ruhig auf natürliche Nahrungsergänzungsmittel zurückgegriffen werden darf. Gerade in flüssiger Form als Gesundheits- und Vitaminsaft bzw. Saftkonzentrat unterstützt es nicht nur die Funktionen unserer Hormone, sondern schmeckt auch noch angenehm und lecker.

Essen für einen gesunden Hormonhaushalt

Mehr Infos zum Thema Hormone, welchen Einfluss sie haben und wie man sie beeinflussen kann gibt es in diesem Beitrag: 

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Bilder: depositphotos/zoryanchik/miramiska, Text: red