Innovative Wasserpumpe:

Clevere Wasserpumpe schenkt Leben!

 Adam Shaw über ein innovatives Landschaftsgerät, das Bauern bei der weltweiten Wasserknappheit helfen kann.

Thema Wasserknappheit aktueller denn je

Wasser ist Leben, und ohne Wasser ist kein Leben möglich. Wasser schenkt und rettet Leben, und doch ist immer wieder von einer Wasserkrise die Rede. Eine wachsende Weltbevölkerung und der erhöhte Bedarf der Landwirtschaft führen bereits heute in manchen Teilen der Welt zu Wasserknappheit. Viele glauben, dass in Zukunft noch mehr Menschen Durst leiden werden. Noch ist die Wasserknappheit nur in den ärmsten Ländern der Erde spürbar. In einem der reichsten Länder besuche ich die moderne Zentrale eines Unternehmens, das versucht, den Bedürftigsten zu helfen.

In der Zukunft wird Wasser zur knappen Ressource.

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Eine Art Fitness-Stepper hilft bei der Bewässerung

Martin Fisher ist Geschäftsführer von Kickstart. Er hat sich jahrzehntelang in Gemeindeprojekten in Afrika engagiert – oft ging es um einen besseren Zugang zu Trinkwasser. In seinem New Yorker Büro stehe ich vor einer Art Fitness-Stepper aus Metall. Eine recht einfache aber bewährte Hubkolbenpumpe mit Saug- und Drucktechnik, betrieben von Menschen. Bauern können damit ihr Land bewässern. Einer betätigt die Pumpe mit dem Fuß, der andere hält den Schlauch. Je mehr man tritt, desto mehr Wasser wird gepumpt. 

Leicht zu bedienende Innovation.

Kein Regen = kein Wachstum

Sieht ganz einfach aus. Komisch eigentlich, dass Bauern nicht längst ein solch simples Landschaftsgerät verwenden. Doch selbst heute beruht die traditionelle Landwirtschaft in vielen ärmlicheren Gegenden der Erde noch immer auf den ein oder zwei Regenzeiten im Jahr. Wenn es nicht regnet, kann nichts wachsen.

Ohne Wasser kein Wachstum.

Wo nur dann etwas wachsen kann, wenn es regnet, kommt es unweigerlich zu wirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Problemen. Wenn alle Bauern ihre Felder gleichzeitig ernten, kommt es in bestimmten Monaten zu einem Überangebot an Erzeugnissen. Infolgedessen sind Bauern gezwungen, ihre Erträge zu günstigeren Preisen zu verkaufen. Es ist ein Teufelskreis. Sind die Preise hoch, haben die Bauern nichts anzubieten; sind sie niedrig, haben sie zu viel. Die saisonale Landwirtschaft schafft einen stetigen Kreislauf aus Armut und Hunger.

Fußpumpe als "Money Maker"

Zur Bekämpfung des Problems führte KickStart 1997 von Menschen betriebene Bewässerungspumpen ein – zum Preis von 35 bis 100 Dollar. KickStart schätzt, dass Bauern, die zu Trockenzeiten ihre Felder künstlich bewässern, über 1000 Dollar mehr pro Jahr verdienen. Daher haben sie ihre Fußpumpe auch „Money Maker“ genannt.

Ein kleines Gerät kann die Armut bekämpfen

In New York höre ich Lastwagen, die Erzeugnisse an Lagerhallen liefern, und Flugzeuge, die über mich hinweg fliegen. Wir trinken unseren Kaffee, der sicher mehr kostet als einer unserer Gesprächspartner pro Woche verdient. Vor uns auf dem Tisch liegt ein einfaches Gerät, das so vieles bewirken kann... Ein ernüchternder Gedanke. KickStart schätzt, dass ländliche Gemeinden in Entwicklungsländern überall auf der Welt dank ihrer Bewässerungspumpen bisher über 100 Millionen Dollar verdient haben.
Damit, so glauben sie, tragen sie nicht nur zur Lösung des Wasserproblems bei, sie lindern gleichzeitig auch Hungersnöte und unterstützen die Wirtschaft.

Adam & Dean Amhaus von Water Council.

Die Folge 7 von Horizons, der neuen Zukunfts-Dokumentarreihe auf BBC World News, mit dem Titel  „Water, the liquid life saver“  wurde am 20. Juni um 3.30 Uhr und 10.30 Uhr und am 21. Juni um 16.30 Uhr und 22.30 Uhr MEZ auf BBC World News ausgestrahlt. 

Mehr Informationen gibt es hier.

Textquelle: Adam Shaw, Bildquelle: flickr CC BY-SA 2.0 /Steffen O., flickr CC BY-SA 2.0/M M Autor: Peter Rensch