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Hauptsache billig? – Die Textilindustrie fünf Jahre nach Rana Plaza
Textilindustrie heute

Hauptsache billig? – Die Textilindustrie fünf Jahre nach Rana Plaza

Marode Textilfabriken in Drittweltländern haben in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Katastrophen geführt. Am 09. April findet das nächste „Forum Entwicklung“ in Frankfurt statt, bei dem Schauspielerin und ecowoman Inez Bjørg David über die aktuelle Situation der Textilindustrie fünf Jahre nach Rana Plaza diskutiert.

Um Arbeits- und Produktionskosten zu senken, werden Textilfabriken mehr und mehr in die Drittweltländer ausgelagert, wo Menschen für Dumpinglöhne bei fehlenden Sicherheits- und Umweltauflagen arbeiten. In der Vergangenheit kam es deshalb schon häufig zu Katastrophen, über die in den Medien kaum berichtet wurde.

Eine davon war der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch vor fünf Jahren. Dabei haben mehr als 1100 Textilarbeiterinnen ihr Leben verloren und damit einen hohen Preis für die Billigkleidung gezahlt, die auch für den deutschen Markt produziert wird. Oftmals sind die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern schlecht und die Beschäftigten unterbezahlt. Gleichzeitig sind die Arbeitsplätze im Textilsektor für die Wirtschaft der Länder wichtig – und die Nachfrage nach günstiger Kleidung ist weltweit groß.

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Gibt es Verbesserungen in der Textilindustrie?

Was hat sich seit dem Unglück von Rana Plaza in der Textilindustrie getan? Hat sich das Leben der Arbeiterinnen konkret verbessert? Wie sehen die Fabriken heute aus? Lassen sich erste Fortschritte in der Gebäudesicherheit, beim Umweltschutz und bei den Löhnen, wie sie in Bangladesch erreicht wurden, auf andere Länder übertragen? Wie steht es um die Transparenz in der Lieferkette von Textilhändlern? Sind vor allem Politik und Unternehmen in der Verantwortung oder müssen auch die Konsumenten ihr Kaufverhalten überdenken? Worauf sollten Konsumenten beim Kauf von Kleidung achten?

Darüber wird bei nächsten „Forum Entwicklung“ in Frankfurt diskutiert. Gäste des Forums sind: 

  • Dr. Sabine Ferenschild, Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Südwind e.V.
  • Inez Bjørg David, Schauspielerin
  • Ansgar Lohmann, CSR-Manager bei KiK Textilien und Non-Food GmbH
  • Dr. Jochen Weikert, Abteilung Südasien, GIZ
  • Und Moderation Tobias Schwab, FR-Redakteur

Weitere Infos unter: www.saalbau.com

Forum Entwicklung ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe von Frankfurter Rundschau, hr-iNFO und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Quelle: Bild: Depositphotos/zhanglianxun, Text: Meike Riebe