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Gerechte Löhne für nachhaltige Weltwirtschaft
Gerechte Löhne

Gerechte Löhne für nachhaltige Weltwirtschaft

Gerechte Löhne gehören genauso zu einer nachhaltigen Weltwirtschaft wie die Einhaltung von ökologischen Kriterien. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie. Überall auf der Welt müssen Menschen für ihre Arbeit so viel Geld bekommen, dass sie davon leben können. 

Die sogenannte Green Economy, die vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gefordert wird, zielt auf eine nachhaltige Weltwirtschaft ab. Dass bei einer solchen nicht nur ökologische, sondern auch soziale Aspekte eine Rolle spielen, bestätigt eine aktuelle Studie des Südwind-Instituts für Ökonomie und Ökumene: Die Einhaltung der Menschenrechte ist grundlegende Voraussetzung für eine nachhaltige Wirtschaftsweise.    

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Armut und Hunger durch gerechte Löhne reduzieren

Damit der Wandel zur Green Economy gelingt, müssen Unternehmen Verantwortung übernehmen, indem sie ihren Beschäftigten Löhne bezahlen, die deren Existenz sichern. Nur so ist es möglich, Armut und Hunger langfristig zu reduzieren und Bildung und Gesundheit für Jeden zugänglich zu machen. Von der flächendeckenden Umsetzung dieser Vorgabe ist die Weltwirtschaft noch weit entfernt. Voraussetzung dafür ist, dass zunächst einmal definiert wird, was „existenzsichernd“ überhaupt bedeutet. Laut der Südwind-Studie wurden in dieser Hinsicht bereits erhebliche Fortschritte gemacht und in verschiedenen Branchen gibt es verstärkt Bemühungen, die Höhe existenzsichernder Löhne und Einkommen festzulegen.

Letztendlich müssen an der Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise alle Beteiligten innerhalb der Wertschöpfungskette mitarbeiten und sich auch darüber im Klaren sein, dass die flächendeckende Zahlung gerechter Löhne Einfluss auf den Preis vieler Produkte haben wird. Im Klartext bedeutet das: Wer fordert, dass grundlegende Menschenrechte, zu denen existenzsichernde Löhne und Einkommen nun einmal dazugehören, weltweit eingehalten werden, muss bereit sein, mehr Geld für Lebensmittel, Kleidung, Kosmetik und viele andere Produkte auszugeben. Die ganze Studie finden Sie unter www.suedwind-institut.de

Quellen: SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene, Bild: Depositphotos/gioiak2, Text: Ronja Kieffer