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FAIRWANDLER Preis 2018 für eine gerechte Welt
Fairwandler Preis 2018

FAIRWANDLER Preis 2018 für eine gerechte Welt

Anlässlich des Welttags der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar hat die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, den jährlich ausgeschriebenen FAIRWANDLER-Preis für entwicklungspolitisch engagierte junge Menschen verliehen. Vier herausragende Projekte wurden ausgezeichnet.

Junge Menschen stören sich zunehmend am Ungleichgewicht in der Welt, zu dem reiche Industrienationen wesentlich beitragen. Mit dem bundesweiten FAIRWANDLER Preis fördert die Karl Kübel Stiftung jedes Jahr innovatives Engagement für soziale Gerechtigkeit.

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Junge Erwachsene, die eine bestimmte Zeit in einem Entwicklungsland verbracht, sich für fremde Kulturen geöffnet und gelernt haben, Dinge aus einem neuen Blickwinkel zu sehen, kehren immer häufiger zurück und "fairwandeln" ihre Erlebnisse in sozial, gerechte Handlungsalternativen. Mit dem FAIRWANDLER Preis werden die Akteure nicht nur wertgeschätzt, die Gewinner erhalten auch ein Preisgeld sowie fachliche Unterstützung durch Experten. In diesem Jahr ausgezeichnet wurden vier Projekte:

  • „Kauri“ möchte die Schmuckbranche revolutionieren und Alternativen zu konfliktbelasteten Materialien wie Gold aufzeigen.  „Wir finden die Ausbeutung rohstoffreicher Länder zu unserer Wohlstandssteigerung einfach ungerecht!“, erklärt etwa Tina Boes, eine der drei Mitbegründerin von „Kauri“. Ihre erste Alternativkollektion mit Ehe- und Freundschaftsringen besteht aus Sand.
  • Das Team von „GlobalMatch e.V.“ hat genug von der westlich definierten Entwicklungshilfe. Die Studierenden aus München haben eine Online-Plattform entwickelt, auf der sie Menschen aus dem Globalen Norden und Süden zusammenbringen, um einen „Austausch von Ideen und Wissen auf Augenhöhe“ zu ermöglichen. 
  • Die Berliner Initiative „Restlos glücklich e.V.“ macht in Workshops und Kochkursen die tägliche Lebensmittelverschwendung bewusst und zeigt, dass es auch anders geht.
  • Das Projekt „Multi-Schulung Flucht“ der BUNDjugend NRW e.V. schult geflüchtete Menschen, um selbst Workshops über Migration halten zu können. Dies soll die Zahl derer reduzieren, die über Fluchterfahrung sprechen, ohne sie selbst jemals erlebt zu haben.

Quelle: Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, Bild: Karl Kübel Stiftung / Thomas Neu, Text: Tine Esser