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 Hier erfahren Sie wie Fermentation funktioniert.
Wunder der Fermentation

Das Wunder der Fermentation: Wir zeigen Ihnen wie es geht

Unser Darm bildet den größten Teil unseres Immunsystems. Kein Wunder also, dass eine gesunde Darmflora wichtig für unser ganzes Wohlbefinden ist. Da fermentierte Lebensmittel einen positiven Einfluss auf unsere Darmflora haben, stärken sie unser Immunsystem und können uns sogar von Krankheiten heilen. Hier erfahren Sie wie Fermentation funktioniert. Viel Spaß beim Ausprobieren!

In unserem Darm leben ca. 1 Billion Mikroorganismen, die sich in einem ständigen Wettbewerb befinden. Gute Darmbakterien kämpfen gegen schlechte an. Uns geht es gut, wenn die Bakterien in Balance sind. Durch falsche Ernährung, Stress und die Einnahme von Antibiotika wird unser Darm jedoch angegriffen, die schlechten Bakterien vermehren sich und das ganze Immunsystem gerät aus den Fugen.

Wo gute Bakterien siedeln, können sich unerwünschte krank machende Bakterien nur schwer ausbreiten. Probiotische Lebensmittel sind hervorragend geeignet um die guten Bakterien zu vermehren. Die Milchsäurebakterien in probiotischen Lebensmitteln sorgen für ein saures Milieu und erschweren dadurch die Ansiedlung der schlechten Darmbakterien. Probiotische Nahrungsmittel wirken somit regulierend und entzündungshemmend.

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Was können fermentierte Lebensmittel?

Rohes Gemüse wird durch Fermentation reich an Vitaminen, Enzymen und anderen Inhaltsstoffen, die wichtig für unsere Gesundheit sind. Die Milchsäurebakterien im fermentierten Gemüse leben praktisch von den Kohlenhydraten im Gemüse. Dadurch kommt es zu einer Lockerung des pflanzlichen Gewebes und unsere Verdauung muss weniger Kraft aufwenden um die pflanzliche Kost aufzuschließen. Schwerverdauliche Rohkost wird durch Fermentation bekömmlich und die Nährstoffe werden für den Körper besonders gut verfügbar. Zudem wird das Gemüse dadurch haltbar gemacht – ein Vorgang, den unsere Großeltern noch nutzten, als Obst und Gemüse nicht das ganze Jahr über verfügbar war. Mit fermentierten Lebensmitteln kann man die Wintermonate problemlos überstehen, ohne an Vitaminmangel zu leiden.

Fermentierte Lebensmittel haben also viele Vorteile

Fermentierte Lebensmittel haben also viele Vorteile:

•                     Sie sorgen für eine gute Darmflora – schlechte Darmbakterien werden  
                      durch gute ersetzt.

•                     Sie wirken entzündlichen Krankheiten, chronischen Beschwerden und
                      Autoimmunerkrankungen entgegen.

•                     Sie sind bekömmlicher als Rohkost und aufgrund ihres niedrigen
                      Kohlenhydratgehalts besonders für Diabetiker geeignet.

•                     Sie sind reich an den Vitaminen C und A, sowie
                      an den selten vorkommenden Vitaminen B12 und K2.

•                     Sie sorgen für einen guten Säuren-Basen-Haushalt.

Fermentierte Lebensmittel kaufen oder selber machen?

Milchsauer eingelegtes Gemüse aus dem Supermarkt, wie Sauerkraut, Gurken u.v.m. wurden häufig in günstigem Essig eingelegt und pasteurisiert, das heißt erhitzt. Durch diesen Vorgang werden viele Vitamine, sowie die wichtigen Milchsäurebakterien bereits zerstört. Fermentierte Lebensmittel in der Industrie werden zudem meistens mit sogenannten „Startern“ angesetzt. Als „Starter“ dient Molke aus Milchprodukten, die den Vorgang der Fermentation beschleunigen soll. Die Milchsäurebakterien in den Milchprodukten und die Milchsäurebakterien auf dem Gemüse sind jedoch nicht identisch, weswegen Molke zur Gemüsefermentation eigentlich nicht geeignet ist, da dabei Prozesse übersprungen und wichtige Bakterien und Vitamine verloren gehen.

Selber fermentieren – so geht’s

Die gängigsten Fermente bestehen aus Weiß- und Rotkohl. Im Grunde kann zur Fermentation aber jede Art von Gemüse verwendet werden, nur Blattsalate und Spinat eignen sich nicht besonders gut.

Um Rotkohl selber zu fermentieren, benötigen Sie:

   
1 Kg rohen Rotkohl ½ säuerlichen Apfel (optional)
80g rohen Meerrettich (optional) 20g unraffiniertes Meersalz (für eine Salzlake aus 2% Salz)
1 große Schüssel Einmachgläser

Anleitung:

Schneiden oder raspeln Sie den Kohl in feine Streifen/Stücke und geben Sie ihn in eine große Schüssel. Den Meerrettich und den halben Apfel ebenfalls klein raspeln und dazugeben. Nun 20g Meersalz zufügen und das Salz gut mit den Raspeln verkneten. Dabei wird das Kraut immer feuchter und Flüssigkeit tritt aus. Anschließend die Masse in ein sauberes Einwegglas geben und alles fest zusammendrücken, so dass keine Luft dazwischen ist. Am besten legen Sie Gewichte auf das Kraut, damit es nach unten gedrückt wird und während des gesamten Fermentationsprozesses  unter der Lake bleibt.

Das Kraut sollte nun 6 Wochen lang in dem Glas reifen. Stellen Sie das Einmachglas für 2 Tage in ein Zimmer mit Raumtemperatur. Nach 2 Tagen, wenn die Milchsäurebakterien in vollem Gang sind, sollten Sie es an einen kühleren Ort stellen.

Wer gerne fermentiertes Gemüse essen möchte, aber keine Lust hat 6 Wochen zu warten, der findet   auf www.sauer-macht-gluecklich.de leckere und vielfältige Produkte, die er sich ganz einfach nach Hause schicken lassen kann.

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Quellen:sauer-macht-gluecklich, Bilder: ©sauer-macht-glücklich/ naturita,  Text:  Meike Riebe