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Dörrobst
Gesunder Snack

Wie man Dörrobst selber macht

Ob exotisch oder einheimisch, trocknen lassen sich fast alle Früchte. Sie schmecken himmlisch süß und sind reich an Vitalstoffen. Dörrobst ist nicht mehr nur bei Sportlern oder Veganern als gesunder Snack beliebt, sondern auch bei Gesundheitsbewussten als echte Alternative zu Süßigkeiten. Die neuzeitlichen Chips und Kocharomen kommen immer mehr in Mode und lassen sich ganz einfach selber machen.

Als Dörrobst bezeichnet man getrocknete Früchte, die in der Regel eine maximale Restfeuchte von 25% haben. Beliebte Trockenfrüchte sind Rosinen, Pflaumen, Datteln oder Äpfel. Dörren kann man aber  eigentlich jede Obstsorte. Die Haltbarkeit erhöht sich durch den geringen Wasseranteil in der Frucht enorm und auch Schimmel hat so gut wie keine Chance mehr.

Getrocknete Apfelringe

Früchte lassen sich einfach trocknen, in dem man sie an einen gut gelüfteten, sonnigen Ort hängt.

Selbstgemachtes Dörrobst - einfache Methoden

Getrocknetes Obst lässt sich leicht selber machen. Im Sommer zieht man die Früchte mit einem kleinen Abstand einfach auf eine Schnur und hängt sie an einen gut gelüfteten, sonnigen Ort. Nach ca. 14 Tagen sind Äpfel und Co gedörrt. Auf Backpapier verteilt, lässt sich Obst auch gut auf der Heizung oder in aufgehängt in einem Raum mit sehr wenig Luftfeuchtigkeit trocknen. Die schnellere Variante ist der Backofen. Bei einer Temperatur von maximal 50°C und leicht geöffneter Backofentür dauert der Trockenvorgang einige Stunden. Wichtig ist die Einhaltung der richtigen Temperatur, da ab 60° bereits die Zellen zerstört werden oder Fruchtsaft auslaufen kann. Größere Früchte unbedingt in Scheiben schneiden. Fertig gedörrtes Obst ist außen und innen trocken und elastisch.

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Wer regelmäßig und viel Lebensmittel dörrt, für den lohnt sich ein professionelles Dörrgerät. Die meisten Dörrgeräte haben mehrere Ablagegitter und funktionieren über heizbaren Umluftbetrieb. Lediglich die Früchte müssen noch vorbereitet werden, den Rest erledigt der Dörrautomat bei genauer Temperatur-und Zeiteinstellung von alleine.

Trockenfrüchte als gesunder Snack

Getrocknete Pflaumen, Aprikosen, Erdbeeren oder Feigen sind auf jeden Fall gesünder als handelsübliche Süßigkeiten. Durch den schonenden Trockenvorgang verliert das Obst zwar jede Menge Wasser, aber gleichzeitig verdichten sich die wertvollen Nährstoffe und der Fruchtzucker. Das ist auch der Grund, weshalb jegliche Art von Dörrobst so süß schmeckt und immer noch reich ist an lebenswichtigen Mineralien und Vitaminen.  Außerdem regt es mit seinem hohen Anteil an Ballaststoffen die Darmtätigkeit natürlich an. Trockenobst ist auf jeden Fall ein gesunder Snack für zwischendurch, verleiht aber auch Kochgerichten Gerichten eine besondere Note.

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Dörrobst im Müsli

Gerichte mit getrockneten Früchten verfeinern

Getrocknete Pflaumen, Rosinen oder Cranberries finden sich als fruchtige Beigabe oft in herzhaften Wintergerichten.  Ananasstücke, Apfelringe oder Kiwischeiben sind eine beliebte Zutat im Müsli oder verfeinern Quarkspeisen. Kleine Trockenbeeren aromatisieren Tee auf natürliche Weise und aus getrockneten Aprikosen, Birnen und Datteln lassen sich immer noch leckere Kompotte zaubern. Die Verwendungsmöglichkeiten von Dörrobst ist erstaunlich groß. Jedoch sollten die süßen Früchtchen in Maßen verzehrt werden, da sie aufgrund ihres hohen Zuckergehaltes wahre Kalorienbomben sein können.

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Im Handel erhältliches Dörrobst ist häufig geschwefelt oder zusätzlich konserviert, um entweder die Farbe zu erhalten oder die Haltbarkeit zu verlängern. Für manche Allergiker oder sensible Menschen sind diese Zusatzstoffe nicht verträglich. Allein aus diesem Grund empfiehlt sich das selber machen von Dörrobst. Zudem konserviert man damit Obst auf schonende Weise und hat auch noch für den Winter eine extra Portion Vitamine und Mineralien im Haushalt.

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Quellen: Bilder: Depositphotos/bhofack2, Ivenks, Peteer, Text: Tine Esser