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Frau am Weihnachtsgebäck backen
Weihnachts-Gebäck

Leckere Weihnachtsrezepte mit Urgetreide

Schon seit einigen Jahren sind sie zurück: Dinkel, Einkorn und Emmer. Wer ihre Backeigenschaften kennt, der kann in der Weihnachtszeit die leckersten Weihnachtsrezepte mit Urgetreide backen. Willkommen in der Weihnachtsbäckerei!

Schon der Ötzi soll sich vom Urgetreide Einkorn ernährt haben. Zusammen mit Emmer und Dinkel gehört das Einkorn zu den ältesten kultivierten Getreidearten unserer Welt. Weil Hart- und Weichweizen mehr Ertrag brachten, geriet das Urgetreide mit dem charakteristischen, nussigen Geschmack in Vergessenheit. Seit einigen Jahren holen aber immer mehr Hobbyköche Emmer, Einhorn und Dinkel aus der Versenkung und schätzen dabei neben den hervorragenden Backeigenschaften auch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Getreidesorten. Auch in der Weihnachtszeit lassen sich die leckersten Weihnachtsrezepte mit Urgetreide backen, damit Weihnachten zu einem echten Fest für die Sinne wird.

Urgetreide: Emmer Korn

Wie beim Einkorn kann auch beim Emmer mit einem festen Teig gerechnet werden, da der Kleber nicht so viel Wasser binden kann.

Backen mit dem Urgetreide Einkorn und Emmer

Das gelbliche Mehl aus dem kleinen Einkorn enthält viele Proteine, Mineralstoffe, Carotinoide und Kleber. Der Kleber ist eine Proteinverbindung, die darüber entscheidet, wie viel Wasser der Teig binden kann und wie elastisch er nach dem Backen wird. Der Kleber im Einkorn kann nicht so viel Wasser binden, weshalb die Teige eher fest werden. Damit lässt sich das milde Aroma des Urgetreides für Waffeln oder Kuchen, zur Weihnachtszeit aber auch prima für Stollen verwenden. Einkornvollkornmehl kann in vielen leckeren Weihnachtsrezepten Weizenmehl ersetzen. Auch im Emmer steckt viel Eiweiß, der Kleber hat eine ähnliche Backqualität wie beim Einkorn, weshalb auch bei diesem Urgetreide mit einem festen Teig gerechnet werden kann. Der Emmer schmeckt schön würzig und eignet sich deshalb auch gut für schmackhafte Hefe- oder Sauerteige wie Pizza, Brötchen oder Dampfnudeln.

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Urgetreide Dinkel Körner

Dinkel eignet sich hervorragend für Hefegebäck, Rührteig, Brot oder Weihnachtsplätzchen.

Ein aromatischer Nussgeschmack auf der Zunge

Dinkel ist das Urgetreide mit dem besonders charakteristischen, nussigen Geschmack und den besten Klebereigenschaften. Früher hauptsächlich für schwäbische Spätzle verwendet, eignet sich das Urgetreide Dinkel auch hervorragend für Hefegebäck, Rührteig und Brot oder in der Weihnachtszeit für leckere Weihnachtsplätzchen und Spitzbuben. Beim Backen mit dem Urgetreide muss ein Schuss mehr Flüssigkeit hinzugegeben werden, denn Dinkel hat mehr Randschichten als Weizen. Als Ergebnis erhalten Sie einen klebrigen Teig, der zu einem lockeren Gebäck gezaubert werden kann.

Urgetreide zu einem Teig kneten

Seit einigen Jahren wieder in: Leckeres Gebäck aus Dinkel, Einkorn und Emmer.

Leckere Weihnachtsrezepte mit Urgetreide

In der Weihnachtsbäckerei gibt’s so manche Leckerei. Wer in der Weihnachtszeit mit Urgetreide backen möchte, der kann sich von diesen Rezeptideen inspirieren lassen.

Rezept: Spitzbuben aus Dinkelmehl (Zutaten für 4 Personen)

   
300 g Dinkelmehl (Typ 630) 2 Eigelb
80 g Puderzucker 200 g kalte Butter, in Stückchen geschnitten
Steinsalz aus der Mühle (eine Drehung) 100 g Puderzucker
80 g Walnüsse, gemahlen 2 EL Gewürzmischung, fertige

Zubereitung: Den Backofen auf 170°C vorheizen. Mehl, Puderzucker, Salz und Walnüsse auf einer Tischplatte verteilen. Eine Mulde in der Mitte bilden und die Eigelbe hineingeben sowie die kalten Butterstücke außen herum verteilen. Nun das Ganze mit zwei Teigschabern hacken, bis es krümelt und anschließend zügig zu einer Kugel verkneten. Jetzt kann der Teig ca. 30 Minuten kalt gestellt ruhen.

Backpapier in einem Blech auslegen. Kleinere „Fingernudeln“ des Teigs auf dem Blech verteilen und maximal 15 Minuten im Backofen backen. Zwischendurch 100 g Puderzucker 2 EL der Gewürzmischung vermengen. Die Kekse können jetzt aus dem Backrohr genommen und vom Papier gelöst werden. Die kalten Spitzbuben in der Zucker-Gewürz-Mischung wälzen und auskühlen lassen. Damit die Kekse nicht mürbe werden, sollten die Zutaten am besten kalt und schnell zusammen verarbeitet werden und der Teig sollte nach dem Ruhen nicht erneut geknetet werden.

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Christstollen aus Einkornvollkornmehl

Rezept: Einkorn-Stollen

   
900 g Einkornvollkornmehl 725 g Rosinen
60 g Hefe 3 g Meersalz
100 g Zucker ca. ¼ Liter Milch
25 g geriebene Mandeln 250 g Butter
20 g Orangeat, gehackt Puderzucker
120 g Zitronat, gehackt  

Zubereitung: Das Vollkornmehl in eine Schüssel füllen und eine Mulde in der Mitte bilden. Dort hinein die Hefe bröseln und mit ca. 1/8 Liter Milch vermischen. Das Ganze an einem warmen Platz abgedeckt stehen lassen. Anschließend Butter, Zucker und die übrige Milch vorsichtig hinzugeben und alles solange verkneten bis ein glatter, weicher Teig entsteht, der Blasen wirft. Jetzt können Mandeln, Orangeat, Zitronat, Rosinen und Salz hinzugegeben und untergeknetet werden. Der Teig muss noch mal eine halbe Stunde ruhen. Danach können zwei Stollen geformt werden und auf einem gefetteten Backblech abgedeckt erneut für 20 Minuten ruhen. Schließlich können die Stollen für 45 Minuten bei 175°C in den Backofen, anschließend für 15 Minuten bei 200°C und zuletzt wieder bei 175°C für 10 Minuten. Die fertigen Stollen können mit Butter bestrichen und mit Puderzucker bestäubt werden. Vor dem Anschneiden ziehen sie am besten noch einige Tage.

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Mit diesen leckeren Weihnachtsrezepten können Sie in der Weihnachtszeit nun auch mit Urgetreide backen. Lassen Sie es sich schmecken!

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Quellen: UGB Gesundheitsberatung, Ökolandbau, Bilder: Depositphotos/HASLOO, Madllen, SimeonDonov, tpzijl, Text: ib