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Alte Apfelsorten - gesünder und allergiefrei
Gegen Äpfel allergisch

Bei Apfelallergien: Probieren Sie alte Apfelsorten

Äpfel sind gesund, daran gibt es keinen Zweifel. Dennoch steigt die Zahl der Menschen mit Apfelallergien. Zudem verschwinden alte Apfelsorten langsam aus den Supermarktregalen. Woran liegt das und sind die neuen Apfelsorten wirklich genau so gesund wie ihre historischen Pendants?

Neue Apfelsorten wie beispielsweise Pink Lady, Braeburn oder Royal Gala zählen zu den sogenannten Club-Sorten und füllen mittlerweile als Standardsortiment die deutschen Supermarktregale.

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Die Neuzüchtungen sind bei Verbrauchern beliebt, insbesondere wegen ihrem süßlichen Geschmack, der glänzenden Oberfläche und weniger schnellem Bräunen nach dem Anschneiden. Dafür wird auch ein höherer Preis in Kauf genommen. Laut Berichten und Studien, sind es aber gerade diese Apfelsorten, die auch vermehrt zu Unverträglichkeiten führen.

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Neue Apfelsorten bergen hohes Allergiepotential

Verschiedene Apfelsorten - Gesund und allergiearm sind alte Apfelsorten.

Alte Apfelsorten sind reich an Polyphenolen, ein gesundheitsfördernder Pflanzenstoff, der bei modernen Club-Sorten zugunsten einer attraktiveren Optik und einem säurearmen Geschmack weitgehend wegzüchtet wurde. Polyphenole sind in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten, stärken deren Abwehrkräfte gegen Schädlinge und haben einen mehrfach positiven Effekt für die Gesundheit. Nachweislich schützen sie beispielsweise vor Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs. Die oftmals herausgezüchteten Polyphenole bei Äpfeln senken zudem deren Allergiepotential. Untersuchungen zeigen, dass historische Apfelsorten einen wesentlich höheren Gehalt an Polyphenolen aufweisen, dadurch reicher an wertvollen Inhaltsstoffen sind, allergenarmer und weitaus besser vertragen werden als moderne Apfelzüchtungen. Erhältlich sind sie meist nur noch in Hofläden, auf Märkten oder über Besitzer von alten Obstbäumen.

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Apfelallergie Symptome: Alte Apfelsorten können die Symptome deutlich reduzieren 

Alte Frau mit einem Apfel. Alte Apfelsorten - gesünder und allergiefrei.

Eine Beobachtungsstudie der Charité Berlin belegt, dass der regelmäßige Verzehr allergenarmer bzw. alter Apfelsorten die typischen Symptome bei Apfelallergikern deutlich reduzieren kann. Dazu gehören unter anderem

  • Kribbeln und Brennen in Mund- und Rachenraum,
  • Augenjucken,
  • Schwellungen und
  • Allergieschock.

An alle Apfelallergiker: Greifen Sie zu alten Apfelsorten, es lohnt sich

Da bestimmte Obstsorten Allergene enthalten, die mit verschiedenen Pollen verwandt sind, treten Apfelallergien in der Regel bei Heuschnupfenpatienten im Laufe der Zeit als Kreuzallergie auf. Äpfel werden dann häufig jahrelang gemieden. Laut Studienleiter Prof. Dr. med. Karl-Christian Bergmann lohnt es sich für Apfelallergiker jedoch zu alten Apfelsorten wie Goldparmäne oder Holsteiner Cox zu greifen, die die Beschwerden deutlich lindern können. Bestenfalls werden nach einer gewissen Zeit sogar einige neuere Apfelsorten wie Rubinette oder Santana wieder vertragen.

Liste: Apfelallergie verträgliche Sorten

Zur Orientierung hat der BUND-Lemgo, basierend auf Rückmeldungen von Apfelallergikern, eine Liste zu Verträglichkeit und Unverträglichkeit verschiedener Apfelsorten herausgegeben. Personen mit hochgradigen Apfelallergien wird jedoch empfohlen, einen Test mit alten Apfelsorten nur nach Rücksprache oder mit Betreuung seines Facharztes durchzuführen, da es in manchen Fällen auch damit zu extremen Reaktionen kommen kann.

Hier geht's zum PDF: Info Apfelallergie

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Quellen:, Bilder: Depositphotos/belchonock, pjhpix, halfpoint, Text: Tine Esser