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Faire Baumwolle wird unter fairen Arbeitsbedigungen angebaut © Santiago Engealhardt/ TransFair e.V.
Sozial & Ökologisch

Fünf gute Gründe für Kleidung aus fairtrade Baumwolle

Baumwolle ist einer der wichtigsten natürlichen Rohstoffe der Textilindustrie. Doch der Anbau ist unter sozialen, ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten mehr als schwierig. Fünf gute Gründe, warum Sie daher zu fairtrade Baumwolle greifen sollten.

Die Baumwollpflanze wird in warmen Regionen ohne Frostgefahr angebaut. Da sie viel Feuchtigkeit und im Stadium der Reife viel Wärme benötigt, liegen die Anbaugebiete in der tropischen und subtropischen Zone, vor allem in Afrika, Indien und in den USA. Weltweit größter Produzent und größtes Importland ist jedoch China. Rund einen Kubikmeter Wasser benötigt man für die Produktion von einem Kilogramm Baumwolle. Die Baumwolle besteht aus ölhaltigen Kernen, die zu Speiseöl und Öl für die Seifenherstellung weiterverarbeitet werden und Fasern, die zum größten Teil in der Textilindustrie Verwendung finden.

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Der Baumwoll-Anbau ist wasserintensiv und mühselig © samer chand/ iStock/ Thinkstock

Der Baumwoll-Anbau ist wasserintensiv und mühselig © samer chand/ iStock/ Thinkstock

Fairtrade - Gegen Ausbeutung und schädliche Substanzen

Baumwolle ist Rohstoff Nummer 1 für die Textilindustrie. Die begehrten Fasern müssen jedoch mühselig auf Baumwollplantagen angepflanzten und geerntet werden. Nicht selten geschieht dies von Kinderhand. Gegen die Kinderarbeit in der Baumwollindustrie wurde nun eine Initiative gestartet, die tausende Kinder vor der Ausbeutung bewahren soll. Doch die Baumwoll-Produktion birgt noch weitere heikle Missstände. Häufig leiden die Bäuerinnen und Bauern unter katastrophalen Arbeitsbedingungen oder unter dem Einsatz von schädlichen Substanzen. Eine Alternative für Verbraucherinnen und Verbraucher ist daher der Kauf von Fairtrade-zertifizierter Baumwolle.

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Warum sollte ich mich für Fairtrade-Baumwolle entscheiden? Fünf gute Gründe:

1. Förderung von umweltschonenden Produktionsweisen und des biologischen Anbaus, und zugleich Verbot von Gentechnik und schädlichen Substanzen.

2. Faire Mindestpreise und zusätzliche Fairtrade-Prämie für soziale, ökonomische und ökologische Entwicklung.

3. Verbraucherinnen und Verbraucher leisten durch den Kauf von Fairtrade-Produkten einen direkten Beitrag, die Lebens- und Umweltbedingungen der Menschen in den Anbauländern zu verbessern.

4. Gleichzeitig verbesserte Arbeitsbedingungen, eine demokratische Organisation und Mitsprache für Angestellte, Bäuerinnen und Bauern.

5. Ein transparentes System mit einer unabhängigen Zertifizierung und Kontrolle.

 

Entscheide ich mich schließlich für Fairtrade-Baumwolle, wo kann ich Produkte mit dem Fairtrade-Siegel kaufen?

2011 wurden in Deutschland 2,3 Millionen Textil-Einzelstücke aus Fairtrade-zertifizierter Baumwolle verkauft. Der faire Rohstoff stammt dafür aus Indien, Kamerun, Mali und Burkina Faso. Produkte dieser Art sind im Textil-Fachhandel, in Kaufhäusern wie Kaufhof und P&C, in Bio- und Weltläden, in Adler-Modemärkten und Online erhältlich. Alle Baumwollprodukte mit Fairtrade-Siegel finden Sie auch hier.

Quelle: Fairtrade Deutschland / Text: Christina Jung Foto Titel: iStock/thinkstock