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Natürliche Haarpflege ohne Shampoo
Natürliches gesundes Haar

Haare waschen mal ganz natürlich

“No poo” bedeutet Freiheit für das eigene Haar und Unabhängigkeit von der Kosmetikindustrie. Haarewaschen ohne Chemie, Mineralöle und Silikone schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.

In den 1930er Jahren kamen die ersten synthetischen Shampoos auf den Markt und führten seitdem dazu, dass tägliches Haarewaschen immer mehr zur Norm wurde.Die chemischen Inhaltsstoffe vieler Shampoos sind jedoch nicht nur schlecht für die Haare, sondern auch für die Umwelt. Sodium Laureth Sulfate, Methylparaben, Propylene Glycol und Silikone können Haare und Kopfhaut austrocknen, allergische Reaktionen hervorrufen, stehen in Verdacht Krebs zu erzeugen und sind biologisch nicht abbaubar. Hinzu kommt, dass die meisten Shampoos große Mengen Plastikmüll erzeugen.

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Konventionelles Haarewaschen

Beim Haarewaschen entfernen die Tenside in synthetischen Shampoos nicht nur den Schmutz aus den Haaren, sondern auch den natürlichen Hauttalg (Sebum) der Kopfhaut. Die Befürworter der no poo-Methode gehen davon aus, dass die Kopfhaut nun vermehrt nachfettet, um einer Austrocknung entgegen zu wirken – schnell fettende Haare sind die Folge. So befindet sich der Shampooanwender in einem Teufelskreis, aus dem er nur mit Durchhaltevermögen und einigen bad-hair-days wieder heraus kommt.Eine Möglichkeit den Teufelskreis zu durchbrechen, bietet die no poo-Methode.

Was ist die no poo-Methode?

„No poo“ bedeutet „kein Shampoo“. Es geht also darum, die Haare ohne Shampoo zu waschen und so die Austrocknung der Kopfhaut zu vermeiden. Ziel ist es, die Abstände zwischen den Haarwäschen zu erweitern, so dass Haar und Kopfhaut weniger strapaziert werden. Die Befürworter der no poo-Methode sind der Ansicht, dass sich die Sebumproduktion der Kopfhaut nach einiger Zeit reguliert und fettige Haare seltener auftreten. Die Umstellungsphase der Kopfhaut kann jedoch zwei bis sechs Wochen dauern. In dieser Zeit heißt es durchhalten und Mütze tragen. Dafür verspricht diese Methode nach einiger Zeit natürliche, schöne und gesunde Haare. Und sie schont nicht nur Umwelt und Gesundheit, sondern auch den Geldbeutel. Vor allem langhaarige Frauen gehören zu den Befürwortern der no poo-Methode.

Baden ohne Haare waschen

Wer öfter auf das Haarewaschen verzichtet, wird mit schönen und gesunden Haaren belohnt.

Wie funktioniert die no poo-Methode?

Die einfachste Form der no poo-Methode ist das Waschen mit Wasser. Hierbei werden keine weiteren Zusätze verwendet. Lediglich eine gute Haarbürste aus Naturborsten oder Holz soll dabei helfen, täglich den Hauttalk vom Ansatz in die Spitzen zu bringen und das Fett so zu verteilen.Wem diese Haarreinigungsmethode nicht ausreicht, der kann seinen Kopf auch mit Natron oder Roggenmehl waschen.

Das geht so:

  • Vor dem Haarewaschen kämmen, damit Reste von Haarpflegeprodukten zum größten Teil entfernt werden.
  • In einem Becher oder einer Flasche ca. 200 ml Wasser mit 1 Teelöffel Natron anrühren bzw. kräftig durchschütteln.
  • Haare nass machen.
  • Das Natron-Wasser-Gemisch auf der Kopfhaut verteilen und einmassieren.
  • Kurz einwirken lassen und ausspülen.
  • Zum Neutralisieren des Natrons (alkalisch) sollten die Haare anschließend mit einer Essigrinse aus 2 Teelöffeln Apfelessig und ca. 200 ml Wasser gespült werden.
  • Danach noch einmal kaltes Wasser über die Haare laufen lassen und fertig.

Anstelle des Natrons kann man auch 3 bis 5 Esslöffel Roggenmehl (je nach Haarlänge) mit Wasser mischen bis eine breiige, gelige Konsistenz entsteht. Je länger man die Mischung stehen lässt, desto geliger und shampooähnlicher wird sie. Danach die weiteren Schritte, wie oben beschrieben, anwenden.

Die Haare können etwa 2-3 mal die Woche mit diesen Methoden gewaschen werden. Mit der Zeit sollte sich der Abstand zwischen den Haarwäschen verlängern.

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Quelle: www.kosmetik-vegan.de, Bild: depositphotos/, Autor: Meike Riebe