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So bleibt ihr Garten bei der Sommerhitze fit
Gartenpflege im Sommer

So bleibt ihr Garten bei der Sommerhitze fit

Nicht nur wir Menschen leiden unter Hitzewellen, Pflanzen tun es auch. Gemüse, Blumen und Rasen sind meist den ganzen Tag der zehrenden Sonne ausgesetzt und vertrocknen schnell. Ein paar einfache Gärtnertipps bringen die Pflanzen unbeschadet durch den Sommer.

Während Trockenkünstler wie Zitrusfrüchte, Sukkulenten oder Lavendel nur wenig Stress bei anhaltender Sommerhitze haben, quälen sich viele andere Blüh- oder Gemüsepflanzen bereits nach wenigen Stunden direkter Sonneneinstrahlung. Dazu gehört auch Rasen, dessen feine Blätter schnell verbrennen. Selbst Gartenteiche sind extremer Hitze nicht langfristig gewappnet. Mit ein paar wenigen Handgriffen bleibt der Garten aber auch bei Extremtemperaturen fit.

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Rasen nicht zu kurz mähen

Rasen nicht zu kurz mähen

Steigt das Thermometer im Sommer auf 30° Grad ist es empfehlenswert, den Rasen nicht kürzer als 5-7 Zentimeter zu schneiden, da er sonst verbrennt und der Boden schneller an Feuchtigkeit verliert. Gemäht werden sollte zudem abends, damit die frischen Schnittflächen keinen Schaden durch die heiße Sonneneinstrahlung nehmen.  Das satte Grün bleibt auch im Hochsommer erhalten, wenn regelmäßig bewässert wird. Ratsam ist einmal pro Woche, dafür aber intensiv - 15-20 Liter Wasser pro Quadratmeter. Um Pilzbefall vorzubeugen, eignen sich am besten die frühen Morgenstunden zur Bewässerung.

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Weniger Gießen ist mehr

Weniger Gießen ist mehr

Gemüse- und Beetpflanzen gießt man maximal 3 Mal wöchentlich, dafür aber mit durchdringender Bodenbefeuchtung. Die Pflanzen wurzeln damit tiefer, können sich besser selbst versorgen und entwickeln so mehr Widerstandskraft gegen Trockenheit. Gegossen werden sollte nur im Wurzelbereich mit einem Schlauch oder einer Gießkanne ohne Aufsatz. Besprüht man die ganze Pflanze nur, dringt nicht genügend Wasser zu den Wurzeln vor und die feuchten Blätter und Blüten verbrennen in der Sonne. Die beste Zeit zum Gießen ist früh morgens oder abends. Der Morgen hat noch den Vorteil, dass keine gefräßigen Schnecken vom feuchten Boden angezogen werden. Ein lockerer Boden verlangsamt die Verdunstung des Wassers. Besondere Beachtung gilt Kübelpflanzen, die bei Sommerhitze schneller austrocknen und daher öfter gegossen werden müssen.

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Sonnenschutz für Gemüse- und Zierpflanzen

Selbst der sonnen hungrigsten Pflanze wird es irgendwann zu heiß. Gemüse- und Zierpflanzen lassen sich mit Sonnensegeln oder Sonnenschirmen gut vor der Mittagshitze schützen. Gerade Jungpflanzen sind noch sehr empfindlich und freuen sich über den Schattenspender. Für ein kräftiges Gedeihen und eine üppige Gemüseernte reicht es ebenfalls aus, nur 1-2 Mal pro Woche reichlich zu gießen. Jedoch sollte sichergestellt sein, dass die Erde nie ganz austrocknet. 

Sauerstoffversorgung beim Teich sicherstellen 

Sauerstoffversorgung beim Teich sicherstellen

Einem Gartenteich kann bei Sommerhitze schon mal die "Luft ausgehen". Das macht auch den Teichpflanzen und tierischen Bewohnern zu schaffen. Ein Sonnenschutz und spezielle Pumpen verhindern einen kritischen Sauerstoffmangel, der das Biotop zum "Kippen" bringen kann. Im Garten-Fachhandel sind zudem Teichpflanzen, wie beispielsweise die heimische Wasserlinse, erhältlich, die als natürliche Sauerstofflieferanten und Wasserreiniger eingesetzt werden können. 

TIPP: Übrigens freuen sich bei anhaltender Trockenheit auch unsere heimischen Vögel darüber, wenn im Garten ein paar flache Schalen mit frischem Wasser aufgestellt werden, um darin baden zu können und ihren Durst zu stillen. 

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Quellen: Bilder: Depositphotos/frogtravel, StockWithMe, CroMary, elenathewise, Text: Tine Esser