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Zahnpasta ohne Mikroplastik
Zahnpasta ohne Plastik

Ökologische Zahnpasta ohne Mikroplastik, Triclosan und Aluminium

Regelmäßige Zahnpflege bildet die Basis gesunder Zähne – für die Zähne von Erwachsenen und erst recht für die unserer Kinder. Doch ist Ihnen bewusst, dass wir mit der Zahnpasta nicht nur schädliche Stoffe aufnehmen, sondern auch riesige Mengen Mikroplastik täglich in die Umwelt spülen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie auf Mikroplastik, Triclosan und Aluminium in Zahnpasta verzichten und mit ökologischer Zahnpasta sich und die Umwelt schützen können.

Zwei Bestandteile machen die meisten Zahnpasta-Sorten schädlich für Umwelt und Mensch: Triclosan und Mikroplastik. Triclosan ist ein chemischer Wirkstoff, der antibakteriell fungieren soll. Er wird von Forschern jedoch als bedenklich eingestuft, da er im Verdacht steht, Bakterien resistent gegen Antiobiotika zu machen. Darüber hinaus kann er die Haut reizen und sich negativ auf die Leberfunktion auswirken.

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Das zweite Problem ist Mikroplastik bzw. Nanoplastik: Bis vor kurzem enthielten noch nahezu alle Zahnpasten winzige Kügelchen aus Polyethylen, was auch für Frischhaltefolien oder Plastiktüten verwendet wird. Dieses Mikroplastik soll die Zähne besser reinigen, hat aber gleichzeitig eine fatale Auswirkung auf unsere Umwelt: Weil die Kügelchen oft zu klein für hiesige Kläranlagen sind, werden sie nicht gefiltert und landen dadurch in der Umwelt. Dort zieht das Mikroplastik Umweltgifte an oder wird von Meeresorganismen gefressen. Warum sich diesem Risiko für Mensch und Umwelt ausliefern, wo es doch inzwischen plastikfreie, gesunde Alternativen gibt?

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Unsere Zähne sind uns wichtig. Die tägliche Zahnpflege gehört zu unseren Pflegeritualen. Schon bei Kindern spielt sie eine große Rolle. Regelmäßiges Zähneputzen ist Pflicht. Erschreckend, in wie vielen Produkten – dazu zählt auch Zahnpasta – Mikroplastik enthalten ist und was wir damit unserer Umwelt und unserer Gesundheit antun.

Mikroplastik im Alltag: wo man geht und steht

Plastik ist in vielen verschiedenen Formen in unserem Alltag vorhanden – und alle sind schlecht für die Umwelt und für uns. Wenn Plastik kleiner als fünf Millimeter ist, wird er als Mikroplastik bezeichnet. Die mikroskopisch kleinen, nicht biologisch abbaubaren Plastikteilchen stellen eine enorme Bedrohung für Natur, Tiere und uns Menschen dar. Und das ist besonders schädlich für die Weltmeere und deren Ökosysteme. Denn ist es erst einmal ins Meer gelangt, bleibt es dort jahrzehntelang und verbreitet sich mit den Strömungen.

Mikroplastik in Shampoo, Duschgel, Peeling & Co.

Mikroplastik in Shampoo, Duschgel, Peeling & Co.

Hätten Sie das gedacht? In vielen Kosmetika, die wir täglich nutzen, befindet sich Mikroplastik. Als Mikroplastik bezeichnet man Kunststoffpartikel von weniger als 5 mm Größe. Von Shampoo über Duschgel und Peeling ist der gefährliche Inhaltsstoff in fast allen Kosmetikprodukten enthalten. Häufig ist uns dies nicht einmal bewusst, da die Plastikpartikel teils flüssig oder gelförmig im Produkt verarbeitet und somit für uns unsichtbar sind. In einigen Fällen, wie zum Beispiel in Peelings, sind die kleinen Plastikkügelchen dagegen ganz offensichtlich.

Mikroplastik soll die Reinigungswirkung der Produkte aufgrund seiner schleifenden Eigenschaften erhöhen. Häufig wird es auch als Trübungsmittel oder Füllmaterial beigesetzt, um Kosmetikprodukte cremiger zu machen.

Warum wird Mikroplastik in Zahnpasta verwendet?

Als Schleifmittel wird Mikroplastik insbesondere in Zahnpasta eingesetzt. Zahnpasta mit Mikroplastik, oder auch Nano Zahnpasta genannt (Abkürzung für Nanopartikel in Zahnpasta), soll die Zähne besser reinigen, hat aber gleichzeitig fatale Auswirkungen auf unsere Umwelt. Zudem kann Nano Zahnpasta schädlich für unseren Zahnschmelz sein, wenn dieser durch einen hohen Abrasionswert (Abtragung) der Zahnpasta zu stark abgeschliffen wird.

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Mikroplastik, Triclosan und Aluminium: Schädliche Inhaltsstoffe von Zahnpasta

Neben Mikroplastik finden Sie in den meisten Zahnpasten zwei weitere Inhaltsstoffe, die für die Umwelt und für uns Menschen schädlich sind: Triclosan und Aluminium.

Gefahren von Zahnpasta mit Triclosan

Triclosan ist ein chemischer Wirkstoff, der antibakteriell und konservierend fungieren soll. Aufgrund seiner desinfizierenden Wirkung wird Triclosan sowohl in Zahnpasta als auch in Mundwasser eingesetzt. Der Wirkstoff wird von Forschern jedoch als bedenklich eingestuft, da in einer Studie der kanadischen Medizingesellschaft 2009 nachweislich Resistenzen von Mikroorganismen gegen Antibiotika durch die übermäßige Verwendung von Triclosan festgestellt wurden. Darüber hinaus kann der Inhaltsstoff die Haut reizen und sich negativ auf die Leberfunktion auswirken.

Triclosan finden Sie unter anderem in Haushaltsreinigern, Seifen und Deodorants. Dass diese Chemikalien hochgiftig sind und auf keinen Fall verzehrt werden dürfen, dürfte wohl jedem bekannt sein. Der Verzehr einer halben Tube Zahnpasta mit Triclosan kann ein Kleinkind in tödliche Gefahr bringen! Die belastete Zahnpasta schmeckt für Kinder oft durch Zusatzstoffe, wie Erdbeeraroma, fruchtig lecker. Dass wir den Bakterien und Mikroben abtötenden Inhaltsstoff täglich mit der Zahnpasta über die Mundschleimhaut zu uns nehmen, wird von den Herstellern in Kauf genommen – Zahnpasta ohne Triclosan wird kaum angeboten.

Gefährliche Zahnpasta mit Aluminium?

Aluminium in Deos wird seit 2014 stark kritisiert. Bei Zahnpasta ist das leider noch nicht geschehen.
Aluminium ist als gefährlicher Wirkstoff in Kosmetikprodukten, wie Deodorants, von der Öffentlichkeit erkannt worden. Der Inhaltsstoff steht als Auslöser für Alzheimer und Brustkrebs unter Verdacht. Mittlerweile gibt es in den Drogerien eine Vielzahl von Deos ohne Aluminium. Im Fall der Deodorants ist die Gefahr von Aluminium soweit ins Bewusstsein der Verbraucher gerückt, dass „0 % Aluminium“ zum Verkaufsargument geworden ist. Leider ist dies noch nicht bei anderen Kosmetikprodukten, wie unserer Zahnpasta, geschehen. Uns ist als Verbrauchern die Gefahr von Aluminiumhydroxid, das in fast allen Zahnpasten enthalten ist, bisher nicht bewusst. Aluminiumhydroxid finden Sie in Zahnpasta aufgrund seiner polierenden und reinigenden Eigenschaften. Auch Aluminiumfluorid kann in Zahnpasta enthalten sein. Achten Sie bei Ihrem nächsten Einkauf auf die Liste der Inhaltsstoffe – Zahnpasta ohne Aluminium ist schwer zu finden.

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Nano Zahnpasta: schädlich für Mensch und Natur

Mikroplastik in Zahnpasta ist ein riesiges Problem, sowohl für unsere Umwelt als auch für uns Menschen. Bis vor Kurzem enthielten noch nahezu alle Zahnpasten winzige Kügelchen aus Polyethylen, das auch zur Herstellung von Frischhaltefolien oder Plastiktüten verwendet wird. Die winzigen Plastikteilchen können von Kläranlagen nicht aus dem Abwasser herausgefiltert werden. Da Plastik nicht biologisch abbaubar ist, ergeben sich daraus große Gefahren für die Natur – unter anderem ist die regelmäßige Verwendung von Nano Zahnpasta schädlich für Mensch und Umwelt. Das Mikroplastik zieht Umweltgifte an, gibt toxische Inhaltsstoffe, wie Weichmacher, ab oder wird von Meeresorganismen als vermeintliche Nahrung aufgenommen. Somit kann es direkt in unsere Lebensmittel gelangen und beispielsweise in Form von Fisch auf unserem Teller landen. Sowohl in Zooplankton als auch in Speisefischen wie Makrelen, Kabeljau und Thunfisch konnte bereits wissenschaftlich eine Anreicherung von Mikroplastik festgestellt werden. Genauso sind Meeresfrüchte wie Garnelen und Muscheln betroffen.

Nehmen Tiere das giftige Plastik über die Nahrung zu sich, kann dies verheerende Folgen haben – von Entzündungen im Magen- und Darmtrakt über Störungen des Fortpflanzungsverhaltens bis zum Verhungern der Tiere, wenn deren Mägen voller Plastik ist. Für die Gesundheit von uns Menschen kann der Kontakt mit Weichmachern und die Aufnahme von Plastik in unseren Organismus fatale Folgen haben – von Adipositas und Allergien bis hin zu Zeugungsunfähigkeit, Erkrankungen des Herzens und Krebs.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Belastung der Gewässer durch Mikroplastik und der Gefahr von Mikroplastik für Meere, Tiere und Menschen. In diesem Artikel erfahren Sie zudem, welche weiteren Produkte Mikroplastik enthalten.

Ökologische Zahnpasta selber machen

Bio Zahnpasta selber machen

Gesunde Inhaltsstoffe in der Zahnpasta sind das A und O.

Wenn Sie sich und die Umwelt dem Risiko von Nano Zahnpasta mit schädlichem Triclosan und Aluminium nicht ausliefern möchten, gibt es inzwischen unterschiedliche plastikfreie und gesunde Alternativen.

Eine Möglichkeit ist, ökologische Zahnpasta und andere Naturkosmetik ohne Aluminium und Triclosan selbst herzustellen. Zum Beispiel können Sie Kohle Zahnpasta selber machen. Lesen Sie auch hier, worauf Sie bei der Zahnpflege achten sollten und wie Sie Zahnpasta ohne Triclosan, Aluminium und andere schädliche Inhaltsstoffe selbst herstellen können. So haben Sie die Kontrolle und Gewissheit über alle Zutaten und können ausschließlich gesunde Inhaltsstoffe verwenden. Und wie Sie allgemein durch Naturkosmetik auf Mikroplastik in Kosmetik verzichten können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Sie haben keine Zeit, ökologische Zahnpasta selbst zu machen, wollen sich aber auch nicht den Gefahren herkömmlicher Zahnpasten aussetzen? Es gibt eine komfortablere und praktischere Lösung: Zahnpasta-Tabletten.

Zahnpasta-Tabletten: Zahnpasta ohne Triclosan, Aluminium und Mikroplastik

Zahnpasta-Tabletten: Zahnpasta ohne Triclosan, Aluminium und Mikroplastik

Zahnpasta-Tabletten, wie Denttabs, sind eine optimale Möglichkeit, um den Nachteilen von herkömmlichen Zahnpasten zu entgehen – ohne auf die Vorteile von fertig gekauften Produkten zu verzichten. Denttabs wurden vom Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen in puncto kontrollierte Naturkosmetik zertifiziert. Sie enthalten weder Konservierungsstoffe noch Konsistenzgeber. Die Tabletten werden im Mund zerkaut und durch den Speichel wird eine Paste erzeugt, mit der Sie sich die Zähne putzen können.

Die Zahnpasta-Tabletten enthalten nur ein Minimum an Inhaltsstoffen. Durch den kompletten Verzicht auf Emulgatoren, Feuchthaltemittel und Konsistenzgeber bleiben nur sieben essenzielle Zutaten übrig:

  • Kieselerde: wirkt gegen Zahnfleischentzündungen und Zahnschmelzabbau

  • Fluorid: zur Kariesprophylaxe besonders bei empfindlichen Zähnen und Zahnhälsen

  • Natron: reguliert den pH-Wert

  • Vitamin C: regt den Speichelfluss an

  • Tensid: lässt den Tab bei Kontakt mit Speichel schäumen

  • Natürliche Zellulose: dient als Füllstoff und sorgt für glatte, glänzende und weißere Zähne

  • Menthol: sorgt für frischen Atem

Damit enthalten die Tabs dreimal weniger Chemikalien als übliche Zahnpasten. Sie ergeben in Verbindung mit dem eigenen Speichel eine plastikfreie, vegane und umweltverträgliche Zahnpasta ohne Aluminium, Triclosan oder andere schädliche Wirkstoffe.

Die Zahnpasta als Tablette erlaubt Ihnen den vollständigen Verzicht auf Konservierungsstoffe, Feuchthaltemittel, Konsistenzgeber, Triclosan, Aluminium und vor allem das umweltzerstörende Mikroplastik. Die Zahnpasta-Tabletten sind in jeder Hinsicht gesünder als herkömmliche Zahnpasten und durch die praktische Darreichungsform äußerst reisefreundlich. Zwar haben sie einen gewöhnungsbedürftigen Geschmack, bringen aber dafür Ihre Zähne schonend auf Hochglanz. Damit sind sie eine nachhaltige und natürliche Alternative zu Zahnpasta.

Tanja von blattgruen.blog stellt in ihrem Artikel einige tolle Beauty-Bio-Produkte vor, wie beispielsweise die Bambus-Zahnbürste von hydrophil oder Seifen von Neuzeuger Naturseifen – ganz ohne Mikroplastik und Triclosan.

Das könnte Sie auch interessieren: Nachhaltigkeit für gesunde Zähne

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Quelle:  Bild: depositphotos/oksun70/MonaMakela, Nik_Merkulov, VadimVasenin, Autorenname: Text:  Jasmine Barendt