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Den weiblichen Zyklus richtig verstehen und nutzen
Die weibliche Energie

Den weiblichen Zyklus richtig verstehen und nutzen

Früher galt der weibliche Zyklus als Geschenk und Möglichkeit für Frauen sich jeden Monat zu erneuern. In unserer heutigen patriarchalisch geprägten Welt wird der Zyklus jedoch als Last empfunden. Wir verraten dir, welche Kraft dahinter steckt und wie du deinen Zyklus für dich nutzen kannst.

„Männer haben es doch viel besser, bei denen kommt nicht jeden Monat die rote Zora vorbei und sie müssen auch nicht diese Schmerzen ertragen.“ – Diese Gedanken hatte wahrscheinlich jede von uns schon mal im Kopf. 

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Während der Menstruationszyklus früher noch häufig (vor allem bei naturnah lebenden Völkern) als Quelle der kreativen, spirituellen, sexuellen, emotionalen und körperlichen Energie genutzt wurde, haben viele Frauen heute keine Freude mehr am Frausein. Aufwachsend, in einer patriarchalen Gesellschaftsstruktur, müssen wir uns an den Männern messen und uns ihrem Lebensstil anpassen. Hormonelle Veränderungen, die sich gelegentlich durch wechselnde Emotionen ausdrücken, haben darin keinen Platz. Häufig wurden und werden Frauen deshalb als übersensible, nicht rationale und unzuverlässige Arbeiterinnen verurteilt und fühlen sich dadurch schuldig.

Menstruation: Fluch und Segen

Bei manchen Völkern ist die erste Menstruation auch heute noch ein Ereignis, das gefeiert wird. Mit Einführungsritualen, Tänzen und Reinigungszeremonien werden die Mädchen dort in die Geheimnisse der Frau eingeweiht. In anderen Völkern findet genau das Gegenteil statt. Die Frauen werden ausgegrenzt und dürfen sich nicht in der Nähe von Nahrung oder anderen Menschen aufhalten, da eine menstruierende Frau als unrein und giftig gilt.

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Die weibliche Energie

Die weibliche Energie

Was ist die weibliche Energie? Wie kann man als Frau besser in die eigene Kraft kommen und welche Rolle spielt der Zyklus dabei?

Jeder hat einen weiblichen und einen männlichen Anteil in sich. Doch bei jedem Geschlecht überwiegt natürlich meistens der geschlechtsspezifische Anteil.

Maskuline Energie: ist nach außen gerichtet, stark, analytisch, kraftvoll, durchdringend, reine Präsenz. 

Weibliche Energie: ist nach innen gerichtet, mystisch, versteckt, warm, liebend, geborgen. Konkurrenzkampf und Leistungsdruck scheinen keine vornehmlich weiblichen Prinzipien zu sein.

In der Mystik werden Frauen auch mit der Erde gleichgesetzt. Sie haben Hügel und Täler, geben Nahrung, Liebe und Geborgenheit, damit neues Leben wachsen kann. Zudem sind Frauen nie gleich, sondern durch ihren Zyklus beeinflusst. Eine Frau, die ihre Essenz komplett lebt, kann leicht wie Licht, aber auch kraftvoll und aufbrausend wie ein Sturm sein.

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Die vier Jahreszeiten des weiblichen Zyklus

Leider sind wir so geprägt, dass der Zyklus für uns ein Fluch ist. Das stimmt aber nicht. Wenn wir mit uns selbst in Verbindung stehen, können wir auch viel Positives daraus ziehen. 

Die Menstruation: der Winter

Während der Menstruation sollten wir uns möglichst viel Ruhe gönnen

Kurz vor den Tagen sind wir meistens sehr emotional und werden sprichwörtlich in die Tiefe gezogen. In dieser Zeit sollten wir uns möglichst viel Ruhe gönnen, weniger arbeiten und nicht so viel im Kopf sein. Die Menstruation wird auch als Reinigungs- und Erneuerungsprozess verstanden und soll mitunter der Grund sein warum Frauen länger leben als Männer. Inzwischen wird dieser Grund jedoch als veraltet angesehen und die längere Lebensdauer auf den gesünderen Lebensstil der Frauen zurückgeführt. 

Viele Hebammen empfehlen, sich dieser energielosen Phase des Zyklus hinzugeben und nicht dagegen anzukämpfen. Außerdem solle das Blut möglichst frei fließen (freie Menstruation), dann würde es auch seltener zu Unterleibschmerzen kommen.

Der Eisprung: Der Frühling

Die Phase vor dem Eisprung kann mit dem Frühling gleichgesetzt werden. Man fühlt sich energiegeladen, voller Schaffenskraft und Tatendrang. Auch an unserer Haut kann man diese Zyklusphase erkennen: sie ist straffer und röter als sonst. Wir sind empfangsbereit und wirken in dieser Zeit besonders attraktiv auf Männer.  

Zwischen Eisprung und Regelblutung: der aktive Herbst

Zwischen Eisprung und Regelblutung: der aktive Herbst

Die Zeit zwischen Eisprung und Menstruation ist die Zeit, in der man die meiste Energie hat. Jetzt können aufgeschobene Dinge und Entscheidungen, die viel Kraft kosten am besten erledigt werden. 

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Das Richtige zur richtigen Zeit

Parallel zum Zyklus der Frau sehen wir das Prinzip des Seins, des Werdens und des Vergehens auch, wenn wir uns die Phasen des Mondes anschauen: zunehmender Mond, Vollmond und abnehmender Mond. Oft wird gesagt, dass Frauen früher tatsächlich im Einklang mit dem Mond ihren Zyklus lebten. Dies ist heutzutage jedoch kaum noch der Fall.

Wer sein Leben nach dem Zyklus ausrichtet, in den körpereigenen Flow kommt und nicht versucht zur falschen Zeit die falschen Dinge zu tun, kann sich oft viel Mühe sparen.

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Quellen: Bilder: Depositphotos/Wavebreakmedia, stockasso, alenkasm, maridav, Text: Meike Riebe