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Light, Zero & Co fördern Diabetes bei Frauen
Diabetesrisiko bei Frauen

Warum Light Produkte so gefährlich sind

Ein französisches Forscherteam deckte jetzt auf: Wer zu viel Phosphor über die Nahrung aufnimmt, steigert sein Risiko an Diabetes zu erkranken. Kritisch in der Ernährung sind daher Lebensmittel, denen viel künstliches Phosphat zugesetzt wird, wie beispielswiese Softdrinks, Fastfood oder Fertiggerichte. 

Phosphor kommt in fast allen Lebensmitteln vor und ist eines der häufigsten Mineralien in unserem Körper. Aufgenommen als Phosphat über die Nahrung hat es zentrale Bedeutung im Energiestoffwechsel und ist Grundsubstanz für Knochen und Zähne. Zudem sorgen Phosphor-Verbindungen für einen gesunden Aufbau von Gefäßen und Muskeln. Der tägliche Bedarf liegt laut Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) für erwachsene Männern und Frauen bei einer Menge von 700mg pro Tag. Bei einer vollwertigen Ernährung kommt es in der Regel weder zu Mangelerscheinungen noch zu einer Überdosierung. 

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Diabetesrisiko bei Frauen steigt durch erhöhte Aufnahme von Phosphaten 

Phosphor findet sich natürlicherweise in zahlreichen Lebensmitteln, darunter Milchprodukte, Vollkornprodukte und Nüsse. Allerdings wird Phosphor auch von der Lebensmittelindustrie als Zusatzstoff zur Konservierung, Stabilisierung, Säureregulation und vielem mehr genutzt. Oft ist das künstliche Phosphat reichlich in Soft-Getränken wie Cola und Co., in Brühwürsten oder auch Schmelzkäse enthalten. In den letzten Jahren zeichnet sich eine vermehrte Zufuhr von Phosphor durch den Verzehr von Fertiggerichten, Lightprodukten und Softdrinks mit der Nahrung ab. In ihrer Studie untersuchten französische Wissenschaftler seit 1993 den Zusammenhang zwischen der Phosphor-Zufuhr und dem Risiko für Typ-2-Diabetes. Von 71.270 Frauen, die zu Beginn der Studie kein Diabetes aufwiesen, waren davon 18 Jahre später 1845 Frauen an Diabetes erkrankt. Im Durchschnitt nahmen die Frauen täglich 1477 mg Phosphor zu sich. Eine erhöhte Aufnahme von Phosphor über die Nahrung erhöht demnach das Diabetesrisiko. Frauen, die täglich mehr als 1700 mg Phosphor zu sich nahmen, hatten im Vergleich zu den Frauen, die weniger als 1203 mg Phosphor täglich zuführten ein um 54 % erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes. Auch bei einer weniger hohen Zufuhr von 1434 bis 1700 mg am Tag und 1203 bis 1434 mg am Tag, war das Diabetesrisiko gegenüber den Frauen mit weniger als 1203 mg Phosphor am Tag um 41 % und 18 % erhöht.

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Zu viel künstliche Phosphate aus Lebensmittelindustrie deutlich ungesund

Nach dem jetzigen Ergebnis der Studie fordern die Forscher weitere Studien, um dem Zusammenhang einer Diabeteserkrankung und künstlichen Phosphaten näher zu beleuchten. Die erhöhte Phosphatzufuhr durch künstliche Phosphatzusätze in Lebensmitteln ist aber bereits jetzt schon kritisch zu betrachten. Deshalb wird zum Schutz der Gesundheit und vor Diabetes ein Verzicht von hoch verarbeiteten Produkten und Soft-Getränken empfohlen. Insbesondere im Hinblick darauf, dass der Körper die exakt benötigte Menge an natürlichem Phosphor erkennt und bei einer übermäßigen Aufnahme durch die Nahrung, nicht benötigte Reste einfach über die Nieren wieder ausspült. Dies ist jedoch nicht der Fall bei künstlichem Phosphor. Hier versagt die körpereigene Regulierung, was einen überhöhten, gesundheitsschädigenden Phosphatgehalt im Blut zur Folge haben kann.

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Quelle: Deutsches Gesundheitsportal, Bild: Depositphotos/imagepointfr, Text: Tine Esser