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Beziehung zwischen Mutter und Kind stärken
Sozialer Stress zerstört unsere Familien

7 Wege für eine starke Verbindung zu Ihrem Kind

Eine starke Verbindung zu Ihrem Kind ist in Zeiten von Ganztagsschulen, Handys, sozialen Medien und Pokémon Go gar nicht so einfach – dabei schützt diese Beziehung Ihr Kind ein Leben lang. Mit einfachen Grundweisheiten von Oma gelingts! 

Die meisten Kinder haben heutzutage einen ziemlich vollen Tagesplan. Fußballtraining, Klavierunterricht oder Nachhilfestunde – daneben auch noch Schule und Hausaufgaben. Hinzu kommen unglaubliche 9 Stunden, die unsere Kinder laut eines Berichts der Organisation Common Sense Media in sozialen Medien wie Snapchat, Instagram, Facebook und CO. verbringen. Außerdem erlauben Eltern ihnen viel Zeit zum Fernsehen oder am Computer zum Abschalten. Wir bringen unseren Kindern bei, ihre Tage so zu füllen, dass ihr Geist permanent mit Informationen angereichert oder abgelenkt wird – dabei geht nicht nur die familiäre Verbindung völlig unter, sondern auch die bewusste Beziehung zu sich selbst. Damit unsere Kinder zu glücklichen und gesunden Menschen heran wachsen, müssen wir einige Grundweisheiten von Oma beachten!

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Ein Teufelskreis, den es zu verlassen gilt

Die fehlende Verbindung zu sich selbst und anderen führt häufig zu Ängsten, Depressionen, mangelndem Selbstbewusstsein und dem Gefühl, ausgegrenzt zu sein. Das begünstigt wiederum selbstverletztendes Verhalten wie Drogenmissbrauch oder Essstörungen. Um den Schmerz der fehlenden Verbindung zu betäuben, behandeln sich die Kinder entweder selbst oder ihre Eltern behandeln sie, um die sichtbaren Symptome zu lindern. Was aber tatsächlich für die Probleme verantwortlich ist, scheint so banal, dass es oft gar nicht erkannt wird. Damit unsere Kinder zu glücklichen und starken Menschen heranwachsen, müssen wir eine starke Verbindung zu unseren Kindern aufbauen. Das ist einer der wichtigsten Aspekte, wenn es darum geht, ihre geistige und körperliche Gesundheit zu stärken.

7 Wege für bedeutsame Momente mit Ihrer Familie

Erfahren Sie 7 einfache Möglichkeiten, um die Verbindung zwischen Ihnen und Ihren Kindern zu stärken.

Stärkung Eltern Kind Beziehung Natur und Yoga

1. Schalten Sie das Radio aus, wenn Sie Ihre Kinder abholen

Wenn Sie Ihre Kinder von der Schule oder vom Training abholen, dann schalten Sie einfach mal das Radio aus. Auch die Handys können auf der Fahrt in der Tasche bleiben. Warten Sie ab, was jetzt an deren Stelle tritt. Es könnte vielleicht eine unerwartete Konversation sein: Was ist heute so passiert? Gibt es etwas Aufregendes zu erzählen? Oder wie wäre es, sich gegenseitig einmal Witze zu erzählen? Auch eine Runde Weinen ist in Ordnung, wenn ihr Kind gerade eine harte Zeit durchmacht. Vielleicht kommt dabei aber auch nur völlige Stille heraus – und auch das hat etwas Gutes: Eine Studie aus 2006 fand heraus, dass 2 Minuten Stille entspannender als vermeintlich entspannende Musik sind. Das beruht auf dem sich verändernden Blutdruck und der besseren Blutzirkulation im Gehirn.

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2. Ab und zu gemeinsame Familienessen

Zwei bis drei gemeinsame Abendessen im Kreis der Familie pro Woche haben einen starken positiven Effekt – so Kinderärztin Rachel Fortune. Auf diesem Weg lässt sich die kommunikative Verbindung zu ihren Kindern ganz leicht aufrecht erhalten. Studien zeigen außerdem, dass die Kinder durch regelmäßige gemeinsame Abendessen insgesamt gesünder und belastbarer werden – und dass die Beziehung zwischen Eltern und Kindern deutlich stärker wird. Gleichzeitig sind die Kinder dadurch weniger gefährdet depressiv zu werden.

3. Rosen und Dornen

Der Klassiker ist die Frage: „Wie war dein Tag?“ – wenn das nicht funktioniert, versuchen Sie doch mal einen spielerischen Ansatz, um Ihre Kids zum Reden zu bewegen. Die Rose steht für das Beste am Tag,  die Dornen für das Schwierigste. Optional kann man auch noch die Feder hinzufügen, die für das überraschendste Erlebnis des Tages steht. Jeder soll diese drei Dinge von sich teilen, wirklich jeder, also nicht nur die Kinder! Wenn Sie Ihre Gedanken und Erfahrungen mit Ihren Kindern teilen (natürlich in angemessenem Rahmen), dann hilft das Ihren Kindern dabei, Sie als Person wahrzunehmen und nicht nur als Eltern.

4. Machen Sie mal ein Wochenende zusammen blau

Ein wenig Revoluzzer steckt in jedem von uns: Legen Sie am Wochenende doch mal Ihren Terminkalender bei Seite und entscheiden ganz spontan, wonach Ihnen und Ihrer Familie der Sinn steht. Egal, ob Bowling, Backen oder einfach gemeinsam auf dem Rasen in Büchern schmökern – wichtig ist nur, dass Sie zusammen aktiv sind. Oder lassen Sie jedes Familienmitglied eine Aktivität aussuchen, die Sie alle gemeinsam machen können. Dabei sollte auch darauf geachtet werden, dass das Wochenende nicht zur übertriebenem „Bildschirm-Gucken“ führt – Handy, TV und PC bitte nur begrenzt!

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Familien Ausflug in die Natur Zusammensein

5. Gemeinsam atmen

Yogalehrerin Jillian Pransky hat sich auf stärkende Yoga-Übungen konzentriert, die für tiefe Entspannung sorgen sollen. Sie hat ein Ritual, das sie mit ihrem Mann und den beiden Teenager-Söhnen vor dem Essen praktiziert: Alle atmen zusammen drei Mal tief und lange ein. In wenigen Sekunden konzentrieren sich alle auf ihre innere Mitte, stellen sich gleichzeitig aufeinander ein und regen ihre Nervensysteme gemeinsam zur Entspannung an. So entstehen Ruhe und Klarheit.

6. Als Familie die Natur genießen

Immer mehr Studien belegen, dass es sowohl für den Geist als auch für den Körper gut ist, je mehr Zeit man in der Natur verbringt. Draußen zu sein, zum Beispiel im Wald, setzt in uns die Chemikalie Phytonzid frei – sie senkt den Blutdruck und das Stress-Hormon Cortisol, stärkt sogar gleichzeitig die Immunabwehr. Studien zeigen außerdem, dass die zunehmende Zeit in der Natur fernab von Social Media und Emails die Kreativität fördern und die Fähigkeit Probleme zu lösen – um bis zu fünfzig Prozent! All diese Vorteile begünstigen natürlich auch das Selbstgefühl und die Beziehung zu sich selbst, was zu besseren Beziehungen insgesamt führt.

7. Zusammen einen Yoga-Kurs besuchen

Sich synchron zueinander bewegen und gemeinsam Üben, den Moment und sich selbst ganz aktiv zu spüren – dafür steht Yoga! Es kommt dabei zu einer Aktivierung der sogenannten Spiegelneuronen. Sie sind ein System im Gehirn, mit dem Gefühle oder Stimmungen anderer Menschen beim Empfänger verstanden werden. Es reicht auch aus, eine Handlung nur zu beobachten. „Spiegel“ deswegen, weil es so ist, als ob man das Gesehene selbst ausgeführt hätte. Auf diese Weise sind wir in der Lage, Empathie zu empfinden. Yoga und andere bewusst durchgeführte Übungen fördern eine stärkere Verbindung, weil sie die Aufmerksamkeit fördern. Indem man den Verstand dazu trainiert sich auf den Moment zu konzentrieren, werden wir auch empathischer.

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Quelle: Mindbodygreen, Bild: Depositphotos pat138241, 3, Photo_life, Text: Isabel Binzer