1. Home
  2.  › Familie
Temperatur messen: Natürlich und sicher verhüten ohne Hormone
Natürliche Verhütung

„trackle“: Natürliche Verhütung ohne Hormone

Sie suchen eine natürliche Verhütung, die einfach zu nutzen und sicher ist? Ein junges Start-up aus Bonn hat nun den „trackle“ entwickelt. Dabei handelt es sich um einen Temperatursensor, der Frauen dabei hilft, ihre fruchtbaren Tage zu bestimmen. So sollen symptothermale Verhütungsmethoden wie NFP (natürliche Familienplanung) leichter und sicherer angewendet werden können. 

Der „trackle“ soll die natürliche Verhütung jetzt leichter machen. Hierbei, bei der symptothermalen Verhütungsmethode geht es darum, innerhalb des Zyklus kontinuierlich die Körpertemperatur zu messen und unterschiedliche Symptome (Zervixschleim, Brustspannen, Muttermundstand u.s.w.) zu beobachten und auszuwerten. Denn neben den Symptomen ist die Körpertemperatur ein sehr wichtiges Merkmal, um festzustellen, in welcher Zyklusphase man sich gerade befindet. Auf den Eisprung im Zyklus einer Frau folgt nämlich ein Temperaturanstieg von rund 0,2°C - 0,5°C. Die Temperatur bleibt dann in der Regel bis zur nächsten Periode erhöht. "Und nur rund um den Eisprung sind Frauen fruchtbar. Wenn man also den Temperaturanstieg erkennt, weiß man, wo’s lang geht – je nachdem, ob man schwanger werden will oder gerade nicht." (Website trackle.de)

Anzeige

Obwohl es inzwischen viele Apps gibt, die diese Methode erleichtern, kann das tägliche Messen mit dem Thermometer zu ungenau sein - natürlich verhüten, indem man die Temperatur misst, ist prinzipiell richtig, nur müssen weitere Faktoren unbedingt berücksichtigt werden. Zu den Störfaktoren, die die Temperatur beeinflussen können, gehören z. B.

  • Schlafstörungen (z. B. auch zu kurzer Schlaf, zu langer Schlaf, Umgebungswechsel),
  • Schichtdienst,
  • Krankheit,
  • Stress oder
  • durchfeierte Nächte.

Und tatsächlich gibt es auch Frauen, die einfach keine Lust haben, sich auch am Wochenende den Wecker zu stellen, um pünktlich zu messen. 

Anzeige

Verhütungsmethoden ohne Hormone: Fruchtbare Tage im Schlaf finden

Trackle: Temperatur messen und natürlich und sicher verhüten ohne Hormone

Trackle wurde von einem jungen Startup aus Bonn entwickelt. Der "trackle" sieht nicht nur aus wie ein Tampon, sondern wird auch so benutzt.

Die Anwendung des "trackle" - für eine natürliche Familienplanung

Über Nacht vaginal getragen, misst er kontinuierlich die Körpertemperatur der Anwenderin und sendet die gemessenen Daten drahtlos an das „trackle System“. Das System wertet die Daten aus und stellt der Nutzerin das Ergebnis auf dem Handy zur Verfügung. Außerdem können über das Handy noch weitere Symptome und Beobachtungen eingetragen werden, um sicher den Zyklusstatus zu errechnen.

Morgens nach dem Aufstehen wird der trackle dann einfach unter fließendem Wasser gereinigt und in einer Aufbewahrungsbox diskret verwahrt.

Die Methode, auf der trackle basiert, kombiniert die Temperaturwerte mit individuellen Symptomen und erreicht bei der Verhütung einen Pearl Index von 0,4. Damit soll der Temperatursensor genauso sicher sein wie die Pille – nur erfolgt hierbei die Verhütung ohne Hormone.

Anzeige

Verhütungs-App befindet sich im Aufbau

An der App für das Handy arbeiten die Macher von „trackle“ gerade mit Hochdruck. Das Ziel: auf dem Startbildschirm soll die Nutzerin direkt sehen können, ob sie heute fruchtbar ist oder nicht. 

Außerdem soll die App einen Kalender beinhalten, der wichtige Informationen, wie Tage der Periode, Tag des Eisprungs und das darum liegende fruchtbare Zeitfenster enthält. Auch die Basaltemperaturkurve, sowie die Nachttemperaturkurve sollen angezeigt werden. Der aktuelle Stand, beispielsweise zur Zertifizierung, ist auf der Website nachzulesen.

Anzeige

Natürliche Verhütung: Was kostet der trackle?

Der trackle Sensor kostet 199,00 Euro, lässt sich für zwei Jahre benutzen. Anschließend muss der Sensor ausgetauscht werden.

Trackle, über Nacht wie ein Tampon genutzt

Das könnte Sie auch interessieren: 

Verhütung: Ich mach's vegan!

Anzeige

Quellen: trackle, Bilder: Depositphotos/Wavebreakmedia; trackle, Text: Meike Riebe