Sieben Große Demonstrationen gegen TTIP und CETA in Deutschland.
320.000 Menschen demonstireten

Deutschland demonstriert gegen CETA und TTIP

Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, Stuttgart und München: Mit sieben großen Demonstrationen ging Deutschland am 17. September gegen CETA und TTIP auf die Straße. Die Freihandelsabkommen treten Umweltweltschutz und Verbraucherschutz mit Füßen. Jetzt müssen Politiker hinsehen!

Schon im Herbst 2015 demonstrierten 250.000 Menschen auf Berliner Straßen gegen die geplanten Freihandelsabkommen CETA und TTIP. Während die TTIP-Verhandlungen in der letzten Zeit ins Stocken geraten sind, ist CETA fertig verhandelt und bereit zur Unterzeichnung und Ratifizierung. Um wenige Tage vor der EU-Handelsministerkonferenz am 23. September in Bratislava noch einmal ein klares Zeichen gegen CETA und TTIP zu setzen, gingen am vergangenen Samstag, den 17. September rund 320.000 Menschen auf die Straße. Daran können die Politiker einfach nicht vorbeisehen!

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320.000 Menschen fordern: Stoppt CETA und TTIP!

In insgesamt sieben deutschen Großstädten gingen 320.000 Menschen auf die Straße und setzten sich für einen ökologischen, fairen und sozialen Handel ein, in dem Verbraucherrechte und Umweltschutz vor Konzerninteressen gestellt werden. Gemeinsam forderten sie: CETA und TTIP stoppen. 

So sehen die genauen Zahlen aus.

   
BERLIN 70.000
FRANKFURT 50.000
HAMBURG 65.000
KÖLN 55.000
LEIPZIG 15.000
MÜNCHEN 25.000
STUTTGART 40.000
DEUTSCHLAND 320.000

Warum gegen CETA?

Als TTIP wird ein geplantes Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA bezeichnet. CETA steht dagegen für „Comprehensive Economic and Trade Agreement“ und meint das Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada. Es soll Hemmnisse für den Handel abbauen, was vor allem im Interesse exportorientierter Großkonzerne und Investoren liegt. Wenn die Bundesregierung CETA zustimmt, dann werden sich dadurch auch die Türen für TTIP öffnen. Das bedeutet: Umwelt- und Verbraucherschutz adé, willkommen Gentechnik, Hormonfleisch, Chlorhühnchen und Fracking.

Stopp CETA, Stopp TTIP!

Deutsche Bürger gegen Gentechnik und andere Folgen von CETA und TTIP.

CETA als Hintertürchen?

Vieles im CETA-Vertrag wollen die EU und die USA auch in TTIP durchsetzen. Beispielsweise sollen Konzernen Sonderklagerechte garantiert werden, sodass diese sich nicht länger auf Basis deutscher oder europäischer Gesetze verantworten müssen. Die Gentechik-Lobby nutzt zudem CETA als Mittel, um die Gentechnik-Gesetze in der EU aufzuweichen. Gleichzeitig soll die industrielle Agrarwirtschaft gefördert werden, chemisch desinfiziertes Fleisch, deren Wachstum durch Hormongaben beschleunigt wird, würde dann auch in Europa zum gängigen Verfahren. Ähnliches gilt für den Klimaschutz: CETA will den Handel mit fossilen Brennstoffen fördern, denn kanadische Unternehmen haben starke Interessen im Öl- und Erdgassektor. Sollen wir zurück in die Steinzeit? Auch auf der politischen Ebene stellen CETA und TTIP eine Bedrohung dar: Handelspartner und Konzerne sollen frühzeitig in die Gestaltung von Gesetzen zu „Handelshemmnissen“ eingebunden werden - Hinterzimmer-Deals als Norm?

Beim Aufeinandertreffen der EU-Handelsminister in Bratislava sollen die nächsten Proteste gegen CETA und TTIP folgen. Wenn Sie den Einsatz vor Ort oder durch eine Spende unterstützen möchten, finden Sie hier weitere Informationen: Spende für Demonstration.

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Quellen: BUND, Bild: Joachim Roettgers, Jörg Farys, Kerstin Hartig, Autorenname: Text: ib