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Bundesländer im CO2-Vergleich: Wer hat den höchsten Fleischverbrauch?
CO2-Analyse

Bundesländer im CO²-Vergleich: Lebensmittelkonsum

Jeder Mensch produziert CO2, das lernen wir bereits in der Schule. Das, neben der Industrie, für den Großteil des menschengemachten Kohlendioxid (CO2) die Landwirtschaft verantwortlich ist, erinnern eventuell auch noch ein paar. Zwei Analysen des Lebensmittelherstellers „nu3“ zeigen jetzt im nationalen sowie internationalen Vergleich den jährlichen CO²-Ausstoß pro Einwohner nach Konsum von tierischen und nicht-tierischen Lebensmitteln. Das Ergebnis regt zum Nachdenken an. 

Menschen verursachen auf natürliche Weise CO2 – durch das Ausatmen setzen wir Kohlendioxid in die Natur frei. Vor Beginn der industriellen Revolution war das Gleichgewicht des natürlichen Kohlenstoffkreislauf relativ stabil. Seitdem wir Menschen große Mengen fossiler Energieträger verbrennen, steigt der Kohlendioxid-Gehalt in der Luft rasant an. Die größten CO2-Schleudern stellen die Stromerzeugung, allgemeine industrielle Prozesse und die Landwirtschaft dar. 
Um tierische und nicht tierische Lebensmittel konsumieren zu können, müssen Futtermittel hergestellt und teilweise Wälder abgeholzt und sonstige Landnutzungsänderungen vorgenommen werden – die Umweltbelastung nimmt zu, unser CO2-Fußabdruck steigt.

Das Gute: Jeder Mensch kann mit seinem Essverhalten dazu beitragen, etwas gegen die Erderwärmung und für einen geringeren CO2-Fußabdruck zu tun. Es gibt eine Reihe an Maßnahmen, die jeder von uns umsetzen kann. Anlässlich zweier Analysen des Lebensmittelherstellers „nu3“ schauen wir uns in diesem Artikel den Aspekt "Konsum von tierischen und nicht-tierischen Nahrungsmitteln" an. „nu3“ hat zwei Analysen veröffentlicht, in der durch Ernährung verursachten CO²-Emissionen auf den Grund gegangen wird. Welches Bundesland konsumiert die meisten, mit einem hohen CO2-Wert produzierten, Lebensmittel? Wer verursacht die meisten CO²-Emissionen? Und wie schneidet Deutschland im internationalen Vergleich ab? 

Auf Basis von Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat der Lebensmittelhersteller „nu3“ zwei Analysen erstellen lassen, die zeigen sollen, welches Land und weiterführend welche Region in Deutschland die meisten CO²-Emissionen verursachen, wenn es um Ernährung geht. 

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CO2 Verbrauch der Deutschen durch den Konsum von tierischen Lebensmitteln

In der ersten Analyse wird der Konsum von tierischen Nahrungsmitteln in Deutschland unter die Lupe genommen. Die Frage: In welchen Bundesländern ist der CO2-Ausstoß aufgrund von Essgewohnheiten am höchsten? Die Ergebnisse sind zwischen Frauen und Männern, sowie den 16 Bundesländern unterteilt und veranschaulichen konsumierte Mengen von Fleisch & Wurst, Milch & Käse und Eiern. So viel CO2 verbrauchen die Deutschen durch den Konsum von tierischen Lebensmitteln:

Analyse: Die höchsten CO2-Emissionen in Deutschland nach tierischen und nicht-tierischen Lebensmitteln

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Ergebnisse CO2-Fußabdruck in Deutschland: Konsum von tierischen Lebensmitteln

  • Fleischverbrauch: Männer aus Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen konsumieren mit 62,78 kg pro Jahr am meisten Fleisch und Wurst.
  • Frauen aus Rheinland-Pfalz hingegen weisen mit 26,28 kg den geringsten Fleischverzehr auf. 
  • Milch und Käse: Bei Milch und Käse liegen Männer aus Bremen mit 125,56 kg ganz weit vorne. Sie konsumieren am meisten.
  • Zum Vergleich: 69,72 kg Milch und Käse verspeisen dagegen die Saarländer-Frauen im Durchschnitt - das ist der geringste Wert in Deutschland.
  • Eier: Mit 10,59 kg pro Jahr ist der durchschnittliche Eier-Verbrauch bei Männern aus Mecklenburg-Vorpommern am höchsten und mit 4,75 kg bei Frauen aus dem Saarland am niedrigsten.
  • Summe aller Produkte: Den durchschnittlich höchsten Verbrauch und damit auch den größten CO2-Abdruck mit 1.962,90 Kg CO2 / Person / Jahr verursachen die Sachsen. In der Klimabilanz schneiden die Rheinland-Pfälzer mit 1.656,23 Kg CO2 insgesamt am besten ab.

Die ausführliche Tabelle finden Sie unter www.nu3.de

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Internationaler CO2-Vergleich der Ernährung (tierischen und nicht-tierischen Lebensmittel)

Die zweite Analyse zeigt den jährlichen CO²-Ausstoß pro Einwohner in 130 Ländern weltweit, basierend auf elf verschiedenen tierischen und nicht-tierischen Lebensmitteln. Die Ergebnisse machen deutlich, welche Länder ihre CO²-Emissionen durch eine vermehrt pflanzliche Ernährungsweise erheblich senken könnten und welche Lebensmittel die höchsten CO²-Emissionen verursachen. Die Daten geben Aufschluss über die zum Verzehr bestimmte Menge an tierischen Produkten (Schweinefleisch, Geflügel, Lamm- und Ziegenfleisch, Fisch, Eier und Milch – inklusive Käse) und pflanzlichen Produkten (Weizen und Weizenprodukte, Reis, Sojabohnen, Nüsse – inklusive Erdnussbutter) im jeweiligen Land.

Internationaler CO2-Vergleich der Ernährung

Food Carbon Footprint Europe

Pflanzliche Ernährung senkt CO2-Emissionen drastisch

Um das endgültige Ranking zu bestimmen, wurde der durchschnittliche CO²-Ausstoß, der durch den Verzehr eines Kilogramms tierischer Produkte verursacht wird, mit dem, der durch nicht-tierische Produkte entsteht, verglichen. Dieser Wert gibt Aufschluss darüber, um wie viele Kilogramm CO2 eine Einzelperson ihren jährlichen CO2-Fußabdruck reduzieren könnte, sofern sie von einer Ernährungsweise, die tierische Erzeugnisse beinhaltet, auf eine pflanzliche Ernährung umsteigt.

Die Analyse zeigt, wie drastisch wir unseren CO²-Fußabdruck durch eine veränderte Ernährungsweise reduzieren könnten!

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Ergebnisse Internationaler CO2-Vergleich nach Konsum von tierischen und nicht-tierischen Lebensmitteln

  • Höchster CO²-Ausstoß pro Jahr: In Argentinien ist der CO²-Ausstoß, der durch tierische Produkte verursacht wird, mit 305,81 kg pro Jahr am höchsten. Dies bedeutet, dass die argentinische Bevölkerung durch eine Umstellung von tierischer auf pflanzliche Ernährung den größten Einfluss auf die Umwelt ausüben kann.
  • Niedrigster CO²-Ausstoß pro Jahr: In Bangladesch ist der CO²-Ausstoß durch tierische Produkte mit 21,36 kg pro Jahr dagegen am niedrigsten. 
  • Deutschland: Deutschland liegt im internationalen Vergleich auf dem 38. Platz mit einem durchschnittlichen jährlichen CO²-Ausstoß pro Person von 147,37 kg. 

Die ausführliche Tabelle finden Sie hier www.nu3.de. Darin können Sie die durchschnittliche CO²-Emissionen verschiedener Lebensmittel weltweit pro Person und Jahr (2017) nachsehen.

Interessant: Lamm und Ziegenfleisch (35,02 kg) und Rindfleisch (30,86 kg) verursachen die meisten CO2-Emissionen. Mit 3,54 kg Schweinefleisch, 1,77 kg Nüsse (inklusive Erdnussbutter) und 1,60 kg Fisch folgen erst weitere tierische und nicht-tierische Lebensmittel.

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Quellen: nu3, Bilder: Depositphotos/estudiosaavedra, dikobrazik, Blankstock; nu3, Text: Meike Riebe und Jasmine Barendt