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Diät Mythen und Fehler
Fatale Fehlannahmen

Die größten Mythen und Fehler zum Thema Diät

Fatale Fehlannahmen

Viele Menschen würden sich über ein paar Kilos weniger auf der Waage freuen. Auch deshalb gibt es – neben vielen Studien – unzählige, vermeintlich gute Tipps und Ratschläge zum Thema Abnehmen. Wer Probleme mit seinem Gewicht hat, blickt bei dieser Informationsfülle kaum noch durch – und fällt schlimmstenfalls sogar auf ungesunde oder gefährliche Diättipps herein.

Von sinnlos bis gefährlich: Viele Diättipps sollten besser ignoriert werden

Von der Kohlsuppen- bis hin zur Glyx-Diät – es gibt viele Diäten und Konzepte bezüglich der Ernährung, die innerhalb kürzester Zeit zur Traumfigur verhelfen sollen. Einige von ihnen verhelfen – richtig angewendet –zu einem Gewichtsverlust verhelfen. Andere Diättipps hingegen wirken sich eher belastend auf Körper und Geist aus und bleiben außerdem die versprochenen Ergebnisse schuldig.

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Falsche oder gefährliche Diättipps lassen sich meist daran erkennen, dass sie Abnehmen ohne Mühe oder in sehr kurzer Zeit versprechen. Außerdem sind Konzepte, bei denen das Idealgewicht mit einer besonders einseitigen Ernährung erreicht werden soll, nicht ratsam. Schließlich ist heute bekannt, dass kurzfristige und radikale Ernährungsänderungen nicht nachhaltig zum Wunschgewicht verhelfen können. Vielmehr ist das Erreichen und Halten des Idealgewichts nur mit einer ausgewogenen und zum eigenen Bedarf passende Ernährung nachhaltig möglich. Deshalb wird beispielsweise bei Fitness Essen von Löwenanteil auf gesunde Zutaten und insgesamt ausgewogene Mahlzeiten gesetzt.

Trotz der Erkenntnis, dass nur eine langfristige, gesunde Ernährungsumstellung zum Wunschgewicht verhilft, halten sich verschiedene Diät-Mythen dennoch hartnäckig. Sie legen beispielweise nahe, den Fettpölsterchen mit radikalem Verzicht auf gesunde Lebensmittel wie etwa Bio Basmati Reis zu Leibe zu rücken. Um nicht auf solche oder ähnliche Diätlügen hereinzufallen, ist es wichtig, die größten, bekanntesten und gefährlichsten Diätmythen zu kennen.

Salat ist während einer Diät immer eine gute Wahl

Wer Gewicht verlieren möchte, setzt häufig auf Salate. Was dabei oft vergessen wird: Gerade in Deutschland ist „Salat" ein sehr dehnbarer Begriff. Das wird klar, wenn man sich die Salattheke in den meisten Supermärkten anschaut. Hier finden sich oft Nudelsalate, kalorienreiche Soßen oder Wurst und Käse als Salatzutaten.

Selbstverständlich sind solche Salate auch während einer Diät nicht „verboten“ und in Maßen genossen auch nicht ungesund. Dennoch wird aber ihr Kaloriengehalt oft deutlich unterschätzt. Das ist insbesondere bei Salaten der Fall, die mit viel Öl oder schwerer Mayonnaise zubereitet wurden. Statt einer leichten Beilage stellen schon recht kleine Portionen dieser Salate – was ihren Kaloriengehalt angeht – ein eher üppiges Hauptgericht dar. Gleiches gilt für Salate, die mit Croutons, gebratenem Speck oder reichlich Käse verfeinert werden.

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Wichtig ist es darum, auch bei Salaten auf ihre Zutaten und ihren Kaloriengehalt zu achten. Das gilt insbesondere für Salate mit viel Olivenöl oder schweren, cremigen Saucen. Wird der Kaloriengehalt hier nicht beachtet, kann auch ein vermeintlich gesunder Salat schnell zur Figurfalle werden.

Bei Light-Produkte kann man beherzt zugreifen

In jedem Supermarkt finden sich unzählige Produkte, die als „fettarm“, „Diät-“ oder „light“ gekennzeichnet sind. Das Angebot reicht dabei von Margarine bis hin zu vermeintlich diättauglichen Light-Kartoffelchips. Egal, um welches Produkt es sich handelt: Die Bezeichnung „light“ soll suggerieren, dass das Produkt für Personen, die abnehmen möchten, besonders gut geeignet ist. Auch sie können hier vermeintlich beherzt zugreifen, ohne ihr Diätvorhaben zu gefährden.

Genau das stimmt jedoch oft nicht. Nicht alle Light-Produkte sind nämlich kalorienärmer als ihre herkömmlichen Pendants. Überdies sättigen viele tatsächlich kalorienärmere Light-Produkte weniger gut als die herkömmliche Alternative. Das hat oft zur Folge, dass eine größere Portion nötig ist, um den Hunger zu vertreiben.

Hinzu kommt, dass viele als fettarm gekennzeichnete Produkte zwar weniger Fett liefern, gleichzeitig aber mehr Zucker enthalten. So bleibt die enthaltene Kalorienmenge unter dem Strich gleich.

„FdH“ ist die effektivste Diät

FdH bzw. "friss die Hälfte" ist ein altbekanntes und nach wie vor beliebtes „Diätkonzept“. Ein Gewichtsverlust soll dabei erreicht werden, indem dem Körper weniger Kalorien zugeführt werden. Das Kalorienminus soll durch halbierte aber ansonsten gewohnte Mahlzeiten erreicht werden.

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Allerdings hat das fdH-Prinzip gleich mehrere Haken: Zum einen sind diejenigen, die sich nicht sattessen, viel anfälliger für Snack-Verlockungen zwischen den Mahlzeiten. Die tatsächliche Halbierung der gewohnten Essensmenge verlangt nämlich viel Disziplin. Zum anderen ist die Diätmethode auch nicht immer gesund. Wer sich bisher eher einseitig und ungesund ernährt hat, kann mit fdH sein Gewicht eventuell kurzfristig reduzieren. Fehlt es dem Körper aber insgesamt an Nährstoffen, wird er bald mit Heißhunger reagieren und gegen die halbierten Portionen rebellieren.

Nudeln und Reise machen dick

Nudeln und Reis enthalten viele Kohlenhydrate und gelten darum im Rahmen vieler Diätkonzepte als Dickmacher und somit „verbotene“ Lebensmittel. Dabei wird allerdings vergessen, dass ein höherer Kohlenhydratgehalt ein Lebensmittel nicht ungesund oder weniger diättauglich macht.

Schließlich ist der Körper sogar auf Kohlenhydrate angewiesen und benötigt sie für eine Vielzahl lebenswichtiger Vorgänge. Richtig ist aber, dass kohlenhydratreiche Lebensmittel meist auch sehr kalorienreich sind. Im Rahmen einer Diät sollten sie nur in Maßen genossen werden. In Form von Vollkornprodukten können sie dann jedoch auch in kleinen Mengen lange sattmachen und der Diät so zuträglich sein.

Fett ist im Rahmen einer Diät verboten

Viele Diätkonzepte verteufeln Fett als grundsätzlich schlecht. Das stimmt so nicht. Vielmehr sind essenzielle Fettsäuren absolut lebenswichtig und müssen dem Körper auch im Rahmen einer Diät zugeführt werden. Essentielle Fettsäuren stecken in gesunden Pflanzenölen und beispielsweise in Lachs und anderen Seefischen.

Macht Fett dick?

Obwohl diese Fette sehr gesund sind, sind sie auch sehr kalorienreich. Wer abnehmen will, sollte sie darum nur in Maßen konsumieren. Weniger als 25 Gramm täglich sollten es allerdings nicht sein. Anderenfalls können fettlösliche Vitamine vom Körper nicht mehr verwertet werden. Das kann den Hormonhaushalt durcheinanderbringen und sich insgesamt negativ auf die Gesundheit auswirken.

Wer auf das Frühstück verzichtet, nimmt schnell ab

Wer ohnehin nicht gerne frühstückt, kann durch das Weglassen der ersten Mahlzeit durchaus unnötige Kalorien einsparen. Allerdings lässt sich hieraus kein allgemeiner Abnehm-Ratschlag ableiten. Es gibt nämlich auch Menschen, die ohne Frühstück dazu neigen, zwischendurch Heißhungerattacken zu erleben und zu vielen Snacks zu greifen. Ob das Weglassen des Frühstücks wirklich beim Abnehmen hilft, ist darum individuell unterschiedlich. Für viele Menschen ist es besser, zu einem kleinen, ausgewogenen Frühstück zu greifen, statt es ganz zu streichen.

Quelle: red, Bild: Depositphotos: karandaev, lecic, Autor: red