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Äpfel süß und sauer

Fünf Apfelsorten, die Sie kennen müssen

Die typischen Apfelsorten von Boskop über Gala bis Pink Lady kennt jeder, doch Äpfel werden schon seit Jahrhunderten gezüchtet. Dabei sind viele alte Apfelsorten schon fast wieder in Vergessenheit geraten. Einige schmackhafte Varianten bekommt man auch heute noch. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Apfelsorten vor.

Mehr als 1000 alte Apfelsorten gibt es in Deutschland, von denen jede ihren eigenen, charakteristischen Geschmack hat. Doch obwohl die Frucht als beliebtestes Obst der Deutschen gilt, finden sich meist nur sechs bis acht neue Sorten in den Supermarktregalen. Dabei verzehrt jeder Bundesbürger rund 26 Kilogramm Äpfel durchschnittlich im Jahr – umgerechnet ungefähr 173 Stück.

Doch es gibt mehr als die sechs bis acht Sorten aus dem Supermarkt, wir haben hier fünf traditionsreiche Apfelsorten, die man kennen muss, für Sie zusammengestellt:

© Hemera/ Thinkstock

Cox Orange – knackig, süß und würzig

Der Cox Orange ist ein mittelgroßer, flachkugeliger Apfel. Sein Farbspektrum reicht von hellgelb über orange bis bräunlich-rot. 1825 wurde er zufällig von Richard Cox in der Nähe von London, England, als Sämling gezogen und kam ab 1850 in den Handel. Aufgrund seines feinen Geschmacks wird er mitunter als König der Äpfel bezeichnet. Er ist aromatisch und süß, würzig mit feiner Säure. 

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Gravensteiner

© Janine Fretz Weber - Fotolia.com

Gravensteiner – Vom Baum in den Mund

Der Gravensteiner ist ein alter Herbstapfel, der im 19. Jahrhundert in Dänemark entstanden ist. Durch seinen einzigartigen Geschmack und das tolle Aussehen, ist er in Deutschland weit verbreitet. Frucht: Hervorragender Tafel- und Wirtschaftsapfel, frisch vom Baum essbar. Typisches Fruchtaroma, hervorragendes Säure-Fruchtzuckerverhältnis mit einer angenehm fruchtigen Würze. 

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© Francesco Antonacci - Fotolia.com

Pinova – Mehr geht nicht

Die Dresdener Sorte 'Pinova' ist ein Klassiker unter den Äpfeln. Und das nicht ohne Grund: Problemlos in der Kultur, ertragreich und ertragssicher, saftig und schmackhaft, sehr lange lagerfähig. Mehr geht wirklich nicht. Ein saftiger, aromatisch süß-säuerlicher Geschmack.

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© MarcoBagnoli Elflaco

Renette – der Alte aus Morimond

Die Graue Französische Renette ist eine alte Sorte des Kulturapfels (Malus domestica). Sie entstand vermutlich im 12. Jahrhundert in Frankreich, anderen Quellen zufolge im 16. Jahrhundert im Kloster Morimond – womit sie eine der ältesten bekannten Apfelsorten ist. Die Schale ist trocken und rau und meist braun berostet. Das Fleisch ist gelbgrünlich, fein, voller Saft, und von einem zuckerartigen Muscatellergeschmack.

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© Siegfried Schnepf - Fotolia.com

Rubinette – feinsäuerlich unter Sortenschutz

Rubinette ist eine saftig-knackig und feinsäuerlich schmeckende, aber vergleichsweise kleinfrüchtige Apfelsorte. Die Früchte sind grünlich-gelb, auf der Sonnenseite orangerot mit gestreifter Färbung. Auffällig ist, dass der Stiel in einer sehr kurzen Vertiefung der Frucht sitzt. Seine Die Sorte entstand 1966 und ist seit 1982 im Handel. Rubinette steht unter Sortenschutz.

Von diesen fünf Sorten findet man vor allem Cox-Orange und Renette überregional in Naturkost- oder Hofläden. Je nach Region gibt es auch andere alte Apfelsorten. Daneben finden sich immer mehr Züchter, die versuchen, alte Apfelsorten wieder einzugliedern. Weiterlesen…

Quelle: alte-obstsorten.de / Introbild:iStock/ Thinkstock
Text: Christina Jung